Hallo Samira,
ja! meine Freundin hat schon fast die ganze Palette der
Antidepressiva(SSRI und SNRI) durch und nichts hift, im
Gegenteil von den meisten hat sie schlimme Nebenwirkungen.
Das ist leider gar nicht selten so.
Sie
ist in Neurologischer, Psychatrischer und
Psychotherapeutischer Behandlung.
Will heißen: es wird alles getan, was nach der Schulmedizin zur Behandlung zur Verfügung steht.
Ich stelle mir ja auch die
Frage, was kann ich tun?
Wenn die medikamentöse Therapie nicht den gewünschten Erfolg bringt, bleibt nur, auf den positiven Effekt der Psychotherapie zu warten. Dazu bedarf es zweier Dinge: Geduld und Durchhaltevermögen.
Der entsprechende Zeitraum kann zwischen Wochen und Monaten liegen. Und dabei verlieren viele Patienten oft die Geduld:
Für Angehörige ist es wichtig, in dieser Phase den Patienten in der Weise zu stabilisieren, daß sie versichern, daß bei diesem Erkrankungsbild eine gute Chance auf Besserung (oder Heilung) besteht.
Und das es eine Frage der Zeit ist, wann es wieder bergauf geht.
Versichern Sie der Patientin, daß Sie genug Geduld haben, darauf zu warten (und Sie nehmen ihr damit den negativen Leistungsdruck „es-muß-doch-jetzt-besser-werden“).
Versichern Sie der Patientin, daß sie Ihnen auch in dieser schweren Zeit nicht weniger wichtig ist als in guten Zeiten.
Wenn Ihnen das gelingt, haben Sie Ihren Beitrag zur Genesung beigetragen - und das wünsche ich Ihnen von Herzen.