Depressionen- was tun?

Hallo zusammen!

Leide seit vielen Jahren unter Depressionen, habe dank Psychotherapie und Antidepressiva mein Leben ganz gut im Griff. Jetzt steht aber eine massive Lebensveränderung bei mir an und ich bin z.Zt. unglaublich traurig. Habe massive Schlafstörungen und habe gerade zur „Betäubung“ den Alkohol wieder für mich entdeckt. Bin an sich kein Suchttyp und es handelt sich nur um Prossecco, aber es hilft die Hemmschwelle zu senken, obwohl ich nur schläfrig davon werden möchte (um vielleicht endlich mal durchzuschlafen). Leider macht mich diese beschwippste Laune auch irrsinnig traurig, heule z.Zt. fast nur, habe ungeheuren Abschiedsschmerz und habe echt Angst, dass ich wieder in eine tiefe, lämende Depression abrutsche. Kennt das gemand von euch? Was macht ihr dann in so einer Situation? Würde mir jetzt helfen zu wissen, dass ich vielleicht nicht allein bin mit diesem Problem?

hallo!

Leide seit vielen Jahren unter Depressionen, habe dank
Psychotherapie und Antidepressiva mein Leben ganz gut im
Griff.

Na, das ist doch schon mal ein echter Erfolg!

Jetzt steht aber eine massive Lebensveränderung bei mir
an und ich bin z.Zt. unglaublich traurig. Habe massive
Schlafstörungen und habe gerade zur „Betäubung“ den Alkohol
wieder für mich entdeckt. Bin an sich kein Suchttyp und es
handelt sich nur um Prossecco, aber es hilft die Hemmschwelle
zu senken, obwohl ich nur schläfrig davon werden möchte (um
vielleicht endlich mal durchzuschlafen). Leider macht mich
diese beschwippste Laune auch irrsinnig traurig, heule z.Zt.
fast nur, habe ungeheuren Abschiedsschmerz und habe echt
Angst, dass ich wieder in eine tiefe, lämende Depression
abrutsche. Kennt das gemand von euch?

Nur von früher. Da hab ich oft, wenn es mir schlecht ging, Dinge getan, durch die es mir noch schlechter ging. Hab mich in diese Stimmung fallen lassen und es wurde immer schlimmer.
Das solltest du nicht tun.

Was macht ihr dann in so
einer Situation?

Ich versuche mir was Gutes zu tun. Und in den letzten Jahren habe echt daran gearbeitet, herauszufinden, was mir in welcher Situation gut tut.
Wenn etwas traurig ist, gebe ich dem auch Raum und weine und trauere, aber nicht soviel, dass ich darin versinke. Ich tue dann bewusst Dinge, bei denen es mir gut geht. Weil ich nach vorn sehen will und akzeptieren will, dass traurige Dinge eben auch ein Teil des Lebens sind aber kein Grund zu verzweifeln.

Weißt du denn was dir gut tut? Prosecco sicher nicht…

Würde mir jetzt helfen zu wissen, dass ich
vielleicht nicht allein bin mit diesem Problem?

Nein, das hat sicher jeder schon mal so erlebt.

Schau nach vorn und vertraue darauf, dass das Ende eines Lebensabschnitts immer der Beginn eines neuen ist.

Grüße

noigierich

Nabend!
du fragst nach Erfahrungen:
Für mich ist die Angst wieder in eine Depression abzurutschen immer die Bestätigung, dass ich noch „normal“ denke und mir darüber Gedanken machen kann, was ich ändern muss/kann.
Meinen 2. Tiefpunkt (wie auch immer man die Täler in die man so fällt auch nennen mag) habe ich damals mit Antidepressiva und Gesprächstherapie (25h) überwunden. Und da ich fest der Überzeugung bin, dass die Tabletten zwar mithelfen, doch aber die Gespräche ausschlaggebend waren, denke ich über diese nach.
Was ist damals besprochen worden, welche Fragen sind bei mir entstanden in Bezug auf die Hauptfrage „wieso geht es mir so schlecht“ und was waren meine Antworten.
Außerdem weiß ich, dass ich damals schleichend aufgehört habe meine Gedanken/Ängste/Erfahrungen mit meinem Mann zu teilen. Das passiert jetzt nicht mehr.
Ansonsten bin ich felsenfest der Überzeugung „alle anderen kochen auch nur mit Wasser“, heißt haben diesselben Selbstzweifel (mehr oder minder ausgeprägt halt nur). Aber das hat mehr mit der Ursache für meine schwarzen Gedanken damals zu tun.

Gruß!
T.