Depressive Phase?

Hallo zusammen,

ich hatte am WE so eine Art Nervenzusammenbruch, unkrontrollierte Weinkrämpfe, Antriebslosigkeit, Beklemmungsgefühle. Eigentlich gehts mir aber ganz gut, mein Leben läuft so gut wie nie. Ich habe den Mann meines Lebens kennen gelernt, er ist zu mir gezogen und wir sind richtig glücklich zusammen. Gut, es ist alles etwas viel, Stress in der Arbeit und viel privat zu erledigen, aber dieser Zusammenbruch kam für mich völlig unerwartet. Nun sagt meine Arzt es sei eine depressive Phase. Ehrlich gesagt tu ich mir mit dieser Diagnose etwas schwer. Gut, ich bin definitiv überarbeitet und erschöpft, aber eine Depression ist doch noch etwas anderes, oder? Bin verunsichert, auch ob ich die Medikamente nehmen soll und würde mich sehr über Erfahrungen von eurer SEite freuen,

Grüße von der etwas verwirrten S.

Hi!

Wäre eine Schwangerschaft möglich?

Gruß,
Sharon

Hi,

dachte ich auch, aber zwei Tests sind negativ, das ist es also nicht.

Hi,

Bin verunsichert, auch ob ich die
Medikamente nehmen soll und würde mich sehr über Erfahrungen
von eurer SEite freuen,

die Medikamente?

Welche?

Und vor allem, wurden sie Dir explizit für die momentanen Beschwerden verschrieben?

Wenn ja, solltest Du sie unbedingt nehmen. Und zwar werden Antidepressiva (wenn es denn welche sind) oft erst nach längerem Einnahmezeitraum als Langzeitpräparat wirksam.

Wenn nein. Laß die Finger von irgendwelchen Tabletten von denen nur Du meinst, daß sie vielleicht diesbezüglich helfen könnten. In Deinem Zusastand geht manch ein Schuß nach hinten los, da ist Selbstmedikation nicht wirklich angezeigt. Denn Verschlimmbessern kann weder Deine Absicht, noch irgendie dienlich sein.

Gruß und gute Besserung,
Gerhard
*der hofft, daß Dein Nickname bald wieder bei Dir Programm ist*

Hi,

dachte ich auch, aber zwei Tests sind negativ, das ist es also
nicht.

Hallo,
ich hatte so etwas vor ca. 15 Jahren auch. Bekam Beruhigungsspritze und Tabletten. Vor 5 Jahren stellte sich raus, dass das damals ein Herzinfarkt war, würde also unbedingt ein EKG machen lassen. Ich will ja keine Angst machen, aber besser vorsorgen.
Wünsche gute Besserung
Gartenfee

Hallo S.

ich hatte am WE so eine Art Nervenzusammenbruch,
unkrontrollierte Weinkrämpfe, Antriebslosigkeit,
Beklemmungsgefühle. Eigentlich gehts mir aber ganz gut, mein
Leben läuft so gut wie nie. Ich habe den Mann meines Lebens
kennen gelernt, er ist zu mir gezogen und wir sind richtig
glücklich zusammen.

Gegensätzlicher, paradoxer, geht es kaum auf den ersten Blick. Aber das sollte uns nicht irritieren, denn da steckt ja womöglich der Schlüssel zu Deinem Problem.
Das Bewusstsein sagt: Mensch, ist doch toll: Der Mann, mein Traummann, den ich liebe, zieht zu mir, mein Wunsch wurde Wirklichkeit.
Unbewusst ist es offenbar anders, zumindest komplizierter oder einfach ambivalenter. Das passt aber gerade nicht s Bild, ins Konzept, denn Du solltest - wolltest - ja überglücklich sein mit dem „Mann deines Lebens“.
Wie lange kennst Du den Mann deines Lebens? Was seckt alles dahinter an Wünschen, an Projektionen ? Was macht unbewusst Angst, Stess, Depression?
Das alles zu bearbeiten scheint mir näherliegend, bevor sich die Frage nach antidepressiver Medikation stellt.
An Deiner Stelle würde ich also kurzfristig einen Therapeuten aufsuchen, um mit ihm -etwa im Sinne einer Krisenintervention / Kurzzeittherapie- die Sache zu klären.
Gruß,
Branden

Hallo Gartenfee,

danke für den Hinweis, EKG wurde gemacht, ist unauffällig. Hm, ich werde diese Phase wohl annehmen müssen.

Gruß S.

Mahlzeit S.,

ich würde deine Phase vielleicht Burn-Out-Syndrom nennen… da ich nicht vom Fach bin, kann ich nicht sagen, ob das dann auch ne depressive Phase werden/sein kann.

Bisher hab ich aber „Burn out“ für mich persönlich nicht gleich als „Depression“ verbucht.

Gruß
und Kopf hoch!
Demenzia, der es im Moment ein bisschen ähnlich geht… auch wenn gar kein Grund (außer der bekloppte Chef) vorliegt

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Medikamente…
Hallo!

Nun sagt meine
Arzt es sei eine depressive Phase.

Das ist weit gefaßt, ist ja auch ein weites Feld.

Bin verunsichert, auch ob ich die
Medikamente nehmen soll und würde mich sehr über Erfahrungen
von eurer SEite freuen,

Welche Medikamente solltest Du denn nehmen? Vom Arzt verschrieben oder selbst in der Apotheke gekauft?

Antidepressiva können ein Segen sein, das vorweg. Nach einem Jahr Seroxat muß ich aber sagen: Es hat mich am Laufen gehalten, meine Probleme hat es aber nicht gelöst. Und die Nebenwirkungen und Absetzerscheinungen werden meiner Erfahrung nach heruntergespielt. Wenn man sich vor Augen führt, wo diese Medikamente wie wirken, wird deutlich, dass sie einen erheblichen Eingriff darstellen. Johanniskraut würde ich da auch nicht von ausnehmen, nur weil es pflanzlich ist, ist es nicht harmlos.

Für mich gilt seitdem: Medikamente nur bei anderweitiger therapeutischer Begleitung, wenn der Therapeut mir sagt, dass er ohne mit mir nicht weiterkommt.

Wenn Du ausgebrannt und gestreßt bist, würde ich zuerst andere Wege ausprobieren: Ganz profan Urlaub machen, z.B. einen Yogakurs anfangen, autogenes Training, bewußt langsam treten, Sport machen, Spazieren gehen, in die Sauna, evtl. Solarium (ich bin da kein Fan von, aber bei so Stimmungstiefs wirkt das bei mir Wunder), wenn Du der Typ dazu bist: Malen, Basteln, schreiben, Einkaufsbummel mit der besten Freundin etc etc., Du kennst Dich selbst ja am Besten.

Tu Dir was Gutes!

kernig

Das Bewusstsein sagt: Mensch, ist doch toll: Der Mann, mein
Traummann, den ich liebe, zieht zu mir, mein Wunsch wurde
Wirklichkeit.
Unbewusst ist es offenbar anders, zumindest komplizierter oder
einfach ambivalenter. Das passt aber gerade nicht s Bild, ins
Konzept, denn Du solltest - wolltest - ja überglücklich sein
mit dem „Mann deines Lebens“.

„Am Ziel deiner Wünsche wirst du jedenfalls eines vermissen: das
Wandern zum Ziel.“

Vielleicht ist es ja das? Wenn der Lebensinhalt bisher hauptsächlich
in diesem Hinarbeiten oder auch im Warten aufs Ziel bestand (ich weiß
nicht, wie lange und wie intensiv), dann ändert sich jetzt
möglicherweise plötzlich die gesamte Einstellung - man hat nichts
mehr zum Wünschen?

Judith

Hallo pudelwohl!

Ich weiß ja nicht welche Medikamente es sind und was dein Arzt so psychologisch drauf hat. Bevor ich aber Psychopharmaka einnehme, würde ich mir immer eine zweite Meinung von einem ausgewiesenen Fachmann einholen.

Liegt bei dir eine Depression vor, dann muss das ja keine wie man früher sagte „reaktive Depression“ sein, die sich also aus einer unmittelbar vorausgehenden traumatischen Erfahrung erklärt. Sie kann sich auch weitgehend unabhängig von äußeren Faktoren entwickeln und es kann auch sowas wie ein psychischer Ermüdungsbruch sein.
Wenn äußere Ansprüche und innere vielleicht verdrängten Wünsche über lange Zeit nicht zu integrieren waren, dann ist einfach irgendwann die Batterie leer und die innere Regulation kann sogar aus einem freudigen Überschwang heraus ins Gegenteil überkompensieren.

Ich kennne dich nicht darum kann alles weitere dich natürlich weit verfehlen. Dann ignorier es. Ich konstruiere also mal was, dass passen könnte
Vielleicht löste gerade das freudige Ereignis "Mann-Des-Lebens-zieht-ein, den Kollaps aus, weil ein innerer Zwiespalt jetzt endlich nach Heilung velangte.
Nun sollte, musste endlich alles gut sein.
Nur wurde nicht plötzlich alles besser, das Leben unhinterfragt sinnvoll und der Stress auf einmal weniger.
Eine weitere entäuschte Erwartung, ein weiterer Tropfen Hilflosigkeit.
Du schriebst zwei Schwangerschaftstests waren negativ.
Warum hast du denn überhaupt zwei Tests gemacht?
Woher kam der Gedanke es könnte sein (wie war er emotional besetzt? Freude? Angst?), und dann der Unglaube, dass es doch nicht ist?
Noch eine enttäuschte Erwartung? Ein verbauter Ausweg aus sachlogischen Zwängen?

Gruß
Werner

Zusätzlich zu den zwei Vorpostings könnte es auch sein, dass sich eben alte, unterdrückte Schmerzen und Spannungen nun einfach lösen. Du kannst jetzt rauslassen, woran du lange Zeit unbewusst gelitten hast.

Vollkommen laienpsychologisch dahingeraten,

Livia

Hallo,

ich kenne jemanden, der auf Medikamente allergisch reagiert, er wird davon depressiv (nicht umsonst stehen Depressionen in manchen Beipackzetteln als mögliche Nebenwirkungen). Genauso reagiert er auf manche Chemikalien (Formaldehyd, Lindan).
Es könnte ja bei Dir auch so was sein, z.B. neue Medikamente, neue Rezeptur eines alten Medikaments, neue Möbeln, Rasierwasser Deines Freundes…

Lida