Hallo zusammen. Ich hoffe ich bin hier richtig, mit den Thema.
Es ist sehr ernst, ein Freund von mir, leidet unter starken depressionen. Er war deswegen auch schon in einer Klinik. Nun machen ein Freund von mir, und ich uns gedanken wie wir ihn helfen können. Es ist echt alles verdammt anstrengend. Wir sind fast ratlos. Wir fragen ihn immer, ob er mit ins Kino möchte, raus möchte, Besuch möchte etc, doch er kommt einfach nicht aus seiner Wohnung. Es geht sogar teilweise soweit, (das ist bisher einmal passiert), das er sich, scheinbar wenn wir zu sehr versuchen etwas mit ihn zu unternehmen er Kontakt völlig abbricht, nicht zu erreichen ist übers Telephon, nicht mehr im Internet ist etc… Das ist echt eine Heikle Angelegenheit. Irgendwie haben wir das Gefühl, absolut nichts machen zu können. Zum Arzt kann man ihn einfach nicht zwingen, das geht nicht, wer weis was dann wieder passieren würde. Etwas unternehmen möchte er nicht, ja nicht mal sich mit uns Treffen. Auch wenn nur einer versucht etwas mit ihn zu machen… er blockt komplett ab.
Es ist zum verzweifeln. Wir können doch nicht einfach warten… die Situation bessert sich dadurch bestimmt nicht… Hat jemand Ratschläge?
Könntest du noch einmal genauer werden, ist es reine Antriebslosigkeit, dass dein Freund nichts mit euch unternehmen will (spräche für einen Depri) oder (kam mir beim Lesen so vor) kommt er generell nicht aus seiner Wohnung heraus (könnte eher ne Angsterkrankung sein)
Was ist, wenn ihr seine Bude bevölkert, ist ihm das auch unangenehm oder ist es eher das verlassen der gewohnten Umgebung, was ihm Probleme bereitet.
Geht er arbeiten/zur Schule oder sonst irgendwohin nach draussen.
Was genau sagt er denn so und wie ist er sonst drauf (niedergeschlagen oder eher ausweichend), was macht er den ganzen Tag denn so (computerspielen/Fernsehen, viel Schlafen, Grübeln, irgendwass merkwürdiges?)
War da früher irgendwas anders, könnte es auf irgendwas zurückgeführt werden (hat er evtl ein Problem, das dann jemand bestimmtes auch dabei ist, oder ist bei irgendeinem vorherigen „Ausflug“ mal was vorgefallen)
Kurzum es gibt soviele Möglichkeiten, weshalb er nicht mit euch losziehen möchte, ohne dass da gleich ein echte Depression dahintersteckt.
Also lass dir dass doch nochmal durch den Kopf gehen und versuch es noch mal im Psycho-Brett,
Gruß Susanne
Deine Sorgen sind berechtigt. Da Dein Freund ja bereits in einer Klinik war, scheint seine Erkrankung, die Du als Depression bezeichnest, diagnostiziert zu sein. Die Fragen, die sich mir stellen: ist er noch in weiterführender Behandlung? Bekommt und nimmt er Medikamente. Eine Depression sollte nicht unbehandelt bleiben, das endet selten gut.
Die Versuche von Dir und Deinem Freund, den Patienten aufmuntern zu wollen und zurück ins Leben zu locken sind verständlich und wirklich gut gemeint. Aber damit werdet ihr, solange eine Depression besteht, nichts bei ihm werden. Wie ihr selbst gesehen habt, blockt er dann ab. Mein Rat, laßt es bleiben, ihr helft ihm nicht.
Was ihr tun könnt, ist weiterhin regelmäßig den Kontakt zu ihm halten, einmal am Tag anrufen, wechselt euch ab damit, signalisiert, daß ihr da seid, auch wenn er zur Zeit nicht der Partykracher ist. Macht ihm keinen Druck, aber seid für ihn da. Sollte er nicht in Behandlung sein, dann versucht ihn dazu zu motivieren. Eine unbehandelte Depression kann lebensbedrohlich werden. Gibt es noch andere Leute, Familie oder Kollegen, die ihr in die Unterstützung mit einbeziehen könnt?
Das alles ist nicht einfach und ihr werdet viel Geduld im Umgang mit eurem Freund brauchen.
Was ihr tun könnt, ist weiterhin regelmäßig den Kontakt zu ihm
halten, einmal am Tag anrufen, wechselt euch ab damit,
signalisiert, daß ihr da seid, auch wenn er zur Zeit nicht der
Partykracher ist. Macht ihm keinen Druck, aber seid für ihn
da.
Genau. Nicht übertreiben mit der ‚Fürsorge‘, aber klar machen, dass Ihr da seid, wenn er reden will oder sonst etwas ist. Mit zu viel Druck wird nur das Gegenteil erreicht, und er zieht sich immer weiter zurück.
Es ist so, es ist eigentlich der Freund meines Freundes der nun auch zu meinen Freund wurde, so wie es ja nun mal vorkommt. Ich sage das, weil die beiden sich sicher näher stehen denn die kennen sich schon seit der Kindheit. Es ist recht unwahrscheinlich das es an mir liegt, darüber hab ich mir auch schon gedanken gemacht sicher, aber auch mit seinen Kindheitsfreund geht er nicht mehr weg redet nur selten mit ihn etc. Mich schreibt er ab und zu mal an aber auch das wurde immer weniger.
Es ist gerade das Schlimme das er keinerlei weiterführende Behandlungen hat, er nimmt keine Medikamente, und ist auch bei keinen Psychologen oder ähnliches. Das meinte ich ja damit, ich weis das es wichtig ist, aber man kann ihn weder versuchen darauf anzusprechen (abblocken) und zwingen erst recht nicht (was wir aber auch nie versuchten natürlich)…
Seit wann ist es so? Seit… also es ist recht auffällig das es alles nach seinen Abarbeitung des Wehrdienstes. Ich weis wie einfach es ist denen den Schwarzen Peter zu zu schieben, aber das ist ziemlich exakt der Zeitraum wo es anfing. Er geht nicht vor die Tür, er hat keine Ausbildung, Schule hat er hinter sich… Sprich er hat nichts zu tun und auch keinen Grund vor die Tür zu gehen. Was sicherlich auch zu alle dem beiträgt. Das mit den Anrufen könnte man mal in Angriff lesen, da ich es schon mehrfach gelesen habe. Das werden wir sicher machen. Wenn wir uns vor sein Haus stellen fühlt er sich „bedrängt“ so kommt es mir vor. Er ist nicht faul, ich weis das hat niemand behauptet, aber es war ja die Frage in wie weit er sich zu früher änderte… Er ist wie ein anderer Mensch, gut ich kenne ihn erst seit… mmh ca 4 Jahren und seit ca 2 Jahren besser… aber es ist einfach kein Unterschied. Früher ist er sozusagen jeden Tag irgendwo hin, hat viel unternommen, er war sogar der der solche Sachen vorschlug wie „lasst uns dort und dorthin gehen“…
Was er zuhause macht, kann ich nicht sagen. Ich würde sagen, das er viel schläft trifft zu, zumindest schrieb er oftmals schon 20:00 das er sich ins Bett legt obwohl er eindeutig ein Nachtmensch ist und überall bis spät in die Nacht geblieben ist, zu früheren Zeiten eben. Er zockt am PC… und ja… ist schwer zu sagen was er den ganzen Tag macht, wiegesagt er lässt sich immer weniger blicken etc.
Ich habe das Gefühl, dass dein Freund jemand ist, den man als „Anti“ bezeichnen könnte. Sprich, wenn ihr versucht ihm zu helfen, dann blockt er umso mehr ab, weil er keine Hilfe möchte.
Vielleicht solltet ihr ihm vielmehr signalisieren, dass ihr euch solange von ihm fern haltet, bis er wieder auf euch zukommt. Ich weiss, das klingt krass, aber ich kann mich an meinen Kumpel erinnern, der hatte auch sehr viele Probleme, die ich ihm unbedingt ausreden wollte, und ich habe ihm immer wieder versucht zu helfen. Das hat jedoch nichts gebracht. Dann hatte ich ihm gedroht, meine Freundschaft zu ihm zu beenden, wenn er sich nicht ändert. Und das hat ihm schon gewissermassen einen Aha-Effekt gegeben, und er hatte sich sogar ein wenig geändert
Also, wenn dein Freund sich sicher sein kann, dass er immer Hilfe hat, dann wird er sich selbst vielleicht ja gar nicht dazu ermutigen können, sich zu ändern und auch mal wieder etwas zu unternehmen.
Meine Antwort ist natürlich mit Vorsicht zu geniessen, denn da ich mir jetzt ja noch kein richtiges Bild von eurem Kumpel machen kann, ist das nur eine Vermutung.
Ach, und auf lange Sicht empfehle ich eurem Kumpel mal zu meditieren, und sich ein wenig mit sich selbst zu beschäftigen. Depressionen kommen nämlich nicht so schnell, wenn man mit sich selbst im reinen ist.
Woh… was war das bitte? Fallen lassen wie eine heiße Kartoffel? Bist wohl einer, der seinen KUMPEL hängen lässt wenn er z.B. einen Unfall hatte und im Rollstuhl sitzt richtig?
Ich hätte mal noch eine generelle Frage. Wegen den telefonieren. Wie rufen wir denn an? Sagen wir „Hey na wie gehts?“ Oder sollte man gleich sagen, das man weis das er Probleme hat und dass man helfen will? Ich glaub das erfordert mehr Geschick als ich hab.
Woh… was war das bitte? Fallen lassen wie eine heiße
Kartoffel?
Bist wohl
einer, der seinen KUMPEL hängen lässt wenn er z.B. einen
Unfall hatte und im Rollstuhl sitzt richtig?
Nee du, die Antwort von dem, der das geschríeben hat ist gar nicht so schlecht. „fallen lassen wie eine heisse Kartoffel“ ist vllt. krass ausgedrückt, aber lies dir durch, was ich verfasst habe, dann verstehst du was ich meine
lg
„Freundschaften sind eben nicht unbedingt für ewig.“
Fand ich schon nen bisschen derb, das klang nicht danach das wir ihn ein Ultimatum stellen damit er sich selbst motiviert, sondern danach ihn einfach ziehen zu lassen. Wir haben ihn ja auch schon in Ruhe gelassen nur gebracht hat es auch nichts. Mag schon sein das manche vielleicht ein bisschen Druck brauchen, aber ich würde nicht wollen das wir jetzt ein Ultimatum stellen obwohl kaum etwas anderes probiert wurde als „Hey kommst du mal raus“…
das hat er unglücklich ausgedrückt : nimm soviel Abstand, dass er dich nicht mit runterzieht ist glaub ich etwas besser formuliert
Der Umgang mit Depressiven ist superschwierig wenn man selber noch nie eine Depressioon hatte (oder beruflich damit zu tun hat) weil man sich nicht so recht hineinversetzen kann in das, was da im Kopf des depressiven abgeht - der Helfenwollende steht dann oft davor bemüht sich und tut und macht … und bekommt nicht nur keinen Dank sondern mitunter auch noch eine Zurückweisung / Zurechtweisung dafür
Depressive „wollen“ sich nicht helfen lassen weil sie selber ja schon alles durchdacht haben und „keinen Ausweg sehen“ - sie KÖNNEN keinen sehen - das ist ja eben dsa schlimme an dieser krankheit dass sie das normale gefühlsleben komplett ausblendet und damit auch den „gesunden Menschenverstand“ genau DEN hat man danbn nicht mehr und deswegen reagiert man dann auch auf Hilfsangebote nicht „adäquat“
das ist für den helfenwollenden mindestens genauso frustrierend wie für den depressiven - dessen Seele (!) genervt ist von den Hilfsangeboten und genervt von den Freunden, die ihn einfach nicht in ruhe lassen wollen ;o)
Wie rufen wir denn an? Sagen wir „Hey na wie gehts?“
Wie wäre es mit "hey ich wollte mich mal melden und schauen was du so machst? warst du heute schon unterwegs ? ich war heute im blabla udn hab xyz … und stell dir vor wen ich getroffen, den kennst du doch auch … blabla " smalltalk eben :o) der dem kranken das Gefühl gibt, doch noch ein bisschen ein normales leben zu führen