Der beste Weg Eigenkapital anzusparen

hallo liebe wissenden,

langsam komm ich in das alter in dem ich mir gedanken über ein eigenheim mache.
allerdings frag ich mich, welche anlageform die beste ist um geld für die eigenkapitalleistung anzusparen.
bausparvertrag ist mir irgendwie suspekt und was ich von der neuen riester-bauspar-förderung halten soll ist mir auch noch nicht so klar.

ich hoffe auf diesem weg ein paar anregungen zu bekommen
lieben dank, julii

Hallo Julii,

um es gleich vorweg zu sagen: Dabei wird man Dir hier nur sehr bedingt helfen können. Solche Entscheidungen hängen zu nahezu 90% immer von den individuellen Gegebenheiten des Einzefalls ab und diese können in einem Forum nicht einmal ansatzweise behandelt werden.

Allgemein lässt sich aber schon sagen, dass die Variante Bausparvertrag in den 1960er Jahren und auch danach sicher noch eine sinnvolle Alternative dargestellt hat. Heute muss man jedoch erkennen, dass sich die Finanzwelt auch in dieser Hinsicht stark gewandelt hat. Das Interesse einiger Bankberater, diese immer noch als „Top-Produkt“ vermarkten zu wollen, dürfte zu einem nicht unerheblichen Anteil daraus bestehen, dass hier „Abschlüsse“ getätigt werden sollen.

Allerdings muss man auch sehen, dass die „Entkräftung“ des BSV dazu gehführt hat, dass man auf andere Alternativen umsteigen muss. Hier beginnt aber das Problem: Es gibt schlicht und einfach zu viele und ständig kommen neue hinzu.

Die Frage die man sich nun stellen muss ist, inwieweit man selber nicht nur Geld sondern auch Zeit in die Vermögens- bzw. Eigenkapitalbildung investieren will. Nach dem Motto „Kleinvieh macht auch Mist“ könnte man etwa durch kurzfristige Anlagen in Rohstoffen mit einiger „Sicherheit“ erste Erfolge erzielen. Darüber hinaus bietet sich die Anlage in Aktien zu günstigen Zeitpunkten, wie etwa momentan im Bankensektor, an.
Hat man darüber hinaus bereits ein konkretes zukünftiges Investitionsziel (z.B. Eigenheim) und kann daher in etwa (!) abschätzen, was auf einen zukommt, so lässt sich wesentlich besser planen. Das Ausnutzen von günstigen Kreditkonditionen und auch die Möglichkeit von abgesicherten Fremdwährungskrediten könnten bei entsprechender vorausreichender Planung sinnvoll sein.

Auf jeden Fall muss der Zeithorizont abgeschätzt werden und eine Gesamtanlagestrategie sich dem unterordnen. Hier können dann auch private und ausgezeichnete Vermögensberater Hilfestellung geben. Dies umso mehr, je geringer der Anfangsbestand des Eigenkapitals ist.
Man sollte sich letztlich eher auf sich selbst oder eben gute Berater verlassen (diesen aber auch nie alles alleine überlassen). Staatliche Programme können nur bedingt und höchstens als Ergänzung betrachtet werden.

VG
Sebastian

Momentan würde ich auf kurzfristiges Festgeld und Bausparen setzen!

Bausparen bringt den Vorteil eines sicheren Zinssatzes!
und wer weiß wie es in 20 Jahren aussieht!
Allerdings nur zur Unterstützung, weil die Rückzahlungen höher sind wie bei einem Bankkredit. Achja und es gitb Zulagen!

Ansonsten? Wie schon gesagt, hängt von der persönlichen situation ab!

allerdings sollt man sich im klaren sein, dass man 40% der Gesamtkosten aus eigenen Mitteln finanzieren kann!
( Meine Meinung)

festgeld ist so ne sache wenn man nix hat was angelegt werden kann :wink:

also ich starte wirklich bei null da ich lange zeit durch ausbildung, kind, autokredit einfach nur ein paar kröten hatte mit denen ich ne rücklage für den notfall gebildet hab.

ich sag’s einfach mal so, ich hab 200 euro im monat die irgendwo hin sollen. wo, weiß ich eben nicht so genau.

Hallo Juli.

Folgende Anlagen gibt es grundsätzlich:

  1. Festverzinsliche

  2. Aktien

  3. Immobilien

Eine gewisse Sonderform bieten Rohstoffe.

Zu beachten gilt: Je mehr Rendite Du möchtest, desto mehr Rsisko musst Du dafür in Kauf nehmen.

So gesehen ist der BSV eine ziemlich sichere Sache, bringt aber wenig Rendite. Nach Abzug der Inflation bleibt da wenig übrig.
Ähnlich verhält es sich mit Banksparplänen jeglicher Art (z.B. Prämien- oder Bonussparen).
In die „richtigen“ Anlageformen kannst Du mit 200,- euro monatlich nicht direkt investieren. Dafür braucht es dann solche Hilsmittel wie Investmentfonds.

Wenn Du nicht gerade eine Hundehütte auf dem Mittelstreifen einer sechsspurigen Autobahn erwerben möchtest, wirst Du kaum unter 100.000 euro Kaufpreis auskommen. Mindestens 20% Eigenkapitalquote + Kosten (Makler, Steuern) sollten vorhanden sein.
Also reden wir wohl über eine Ansparphase von mindestens 10 Jahren?

Folgendes kann ich mir als sinnvolle Vorgehensweise vorstellen:

  1. Die 200 Euro solange auf ein Tagesgeld oder einen Geldmarktfonds einzahlen, bis mindestens drei Monatsnettoeinkommen als flexible Rücklage vorhanden sind.

  2. 100 Euro in einen offenen Immofonds über einen Fondsdiscounter ohne Ausgabeaufschlag einzahlen.
    Ziemlich risikolos, ca. 5% mögliche Rendite im Schnitt p.a.

  3. 100 Euro in einen Aktienfonds. Durch den Durchschnittskosteneffekt wird das Risiko-Chancenverhältnis recht günstig, wenn man nach ein paar guten Jahren den angesparten Betrag in Sicherheit bringt.

Sollte der Immobilienerwerb konkreter werden, kann z.B. fünf Jahre zuvor immer noch ein BSV abgeschlossen werden und das angesparte Geld als Anschub eingezahlt werden.

Viel Erfolg wünscht der Money-Schorsch

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So blöd wie es sich anhört, aber ich würde es mit Ebay machen. Spezialisiere dich auf ein Produkt z.B. Alufelgen, Schreibgeräte, Lederwaren, Uhren usw. Suche dir 3-5 Sparten raus und überwache die Preise. Du wirst feststellen, dass Produkte aus derselben Sparte zu völlig unterschiedlichen Preisen auslaufen. Kaufe Auktionen auf, die schlecht auslaufen (aufgrund schlechter Fotos, schlechter Beschreibung, falsche Zeit, kein Versand) und verkaufe Sie aufpoliert, mit guten Fotos und zur richtigen Zeit weiter in Ebay. Benutze 2 Accounts. Einen zum Kaufen und einen zum Verkaufen. Wenn du es gescheit machst, kommen 50-100% Rendite im Monat raus! Das kann dir niemand bieten. Kalkuliere aber die hohen Ebaygebühren mit ein. Es ist ein bisschen mehr Arbeit, aber mit deinen geringen finanziellen Mitteln die schnellste Möglichkeit, Geld zu machen. Auch nach ordnungsgemäßer Versteuerung bleibt da genug Cash hängen!

Hallo Juli,

da könnte die klassische Vermögensbildung nach Fritz passen.
Diese basiert zunächst auf den drei Säulen:

  1. Verfügbarkeit (Geld, auf das man jederzeit zurückgreifen können möchte, - der berühmte Notgroschen),
  2. Sicherheit (nur von Geld, auf das man voraussichtlich mindestens 5, besser 10 Jahre verzichten kann) und
  3. Rendite (nur von Geld, das man voraussichtlich für mindestens 10, besser 20 Jahre nicht benötigt).

Später kommt als vierte Säule noch eine angemessene, selbstgenutzte Immobilie dazu.
Beim Eintritt in den Ruhestand sollte jede Säule zwischen 20 und 50 % des Gesamtvermögens abbilden.

Konkreter Vorschlag eines Nicht-Fachmanns:

  1. Verfügbarkeit:
    Von Deinen „paar Kröten“, also von Deinen bereits vorhandenen Ersparnissen, die neue Tagesanleihe des Bundes, [http://www.deutsche-finanzagentur.de/cln_109/nn_1034…](http://www.deutsche-finanzagentur.de/cln_109/nn_103492/DE/privateAnleger/Bundeswertpapiere/Tagesanleihe/tagesanleihe node.html? nnn=true), kaufen.
    Zusätzlich von Deinen künftigen Sparleistungen, für mindestens 50,-- EUR im Monat weitere Tagesanleihen kaufen.

  2. Sicherheit:
    Künftig für 110,-- EUR im Monat Bundesobligationen, [http://www.deutsche-finanzagentur.de/cln_109/nn_1034…](http://www.deutsche-finanzagentur.de/cln_109/nn_103492/DE/privateAnleger/Bundeswertpapiere/BundesobligationenBobls/bundesobligationen-bobls node.html? nnn=true), kaufen.

  3. Rendite:
    Sobald Du Deinen Sparerfreibetrag ausschöpfst, für 50,-- EUR im Monat Anteile eines internationalen, Welt-Index nahen, Aktienfonds kaufen.

Bei Unklarheiten, - einfach nachfragen.
Ich wünsche Dir viel Erfolg!

Gruß Fritz

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