ich weiss nicht, ob ich hier richtig bin.
Wieso wird bei „dem Brockhaus“ der männliche Artikel verwendet?
Laut Wikipedia wurde 1928 aus dem „Konversations-Lexikon“ „Der Große Brockhaus“, allerdings steht da auch nicht, wie der Wandel zustande kam. Bei Google konnte ich auch nichts sinnvolles finden (evtl such ich da auch nach den falschen Begriffen).
Da das Lexikon neutral ist und die Enzyklopädie (wie „der Brockhaus“ inzwischen heisst) weiblich, wüsste ich gern, woher der männliche Artikel kommt.
ich weiss nicht, ob ich hier richtig bin.
Wieso wird bei „dem Brockhaus“ der männliche Artikel
verwendet?
Nur zur Ergänzung: Das ist ja nicht auf den Brockhaus beschränkt, sondern gilt wohl für jedes Buch, das einen bestimmten Stellenwert erreicht hat und offensichtlich einen Familien- oder Personennamen trägt. Der Duden. Der Knigge. Der Pschyrembel. Und es fallen mir noch etliche aus meinem Fachbereich ein.
vielleicht hat es was mit den Autoren zu tun, die waren in den genannten Fällen ja alle männlich (Knigge, Brockhaus, Pschyremberl, Duden). Da bräuchte man jetzt als Vergleich ein von Frauenhand geschriebenes bleibendes Werk (gibt’s das?).
Da bräuchte man jetzt als Vergleich ein
von Frauenhand geschriebenes bleibendes Werk (gibt’s das?).
Aus meinem Fachbereich kenne ich ein sprachwissenschaftliches Lexikon, geschrieben von Hadumod Bußmann (dass das eine Frau ist, muss man bei dem Vornamen dazusagen). Da ich das nicht besitze und auch nicht so doll finde, sag ich das weniger häufig, aber ich denke, es ist als die Bußmann bekannt: „Kannste das mal kurz in der Bußmann für mich nachschlagen?“
Evtl. kann man hier Parallelen ziehen zu allgemeinen Werken, man sagt ja auch, man hat ja evtl. auch einen Picasso in der Küche hängen, oder kann einen Rittberger vollführen, einen doppelten. Aber bei einer Zeichnung von Käthe Kolwitz (oder wie schrieb sich die gute Frau?) spräche man wohl auch von einer echten Kolwitz. Oder? Kommt mir das nur so vor?
Hängt vllt. wirklich nur vom Geschlecht des Autors ab.
das bezieht sich beim Brockhaus auf den Verfasser bzw. Verleger.
Bei anderen (wie Pschyrembel) auf den Autor.
Wird ganz oft gemacht; übrigens auch bei Namen die sich nicht gut eignen. Dazu gehört neben dem Pschyrembel auch der Hoffmann-LaRoche und der Hollemann-Wiberg.
Es gibt auch die Juchli; eine Schweizerin die Lehrbücher der Krankenpflege schreibt…
Wer darauf gekommen ist, bleibt wohl ein Geheimnis. Vielleicht wurde das klassische Lehrbuch so personifiziert weil man ja auf den Autor unmittelbar Bezug nehmen konnt: Was sagt der Herr Duden dazu? Daraus wurde dann: Was sagt der Duden?
Die Metonymie: Goethe lesen, Shakespeare übersetzen, den Brockhaus kaufen, die Bußmann ins REgal stellen (letzteres geht ganz leicht, ohne dass die … äh, Frau Schwarzer sich wehrt )