'Der Bundeskanzler gegen den Heimatdichter'

„Die Zeit“ von heute versucht für den Ausfall von der „Woche“ zu entschädigen. Viele gute Aufsätze.

In diesem

http://www.zeit.de/2002/20/Politik/200220_schroeder_…

wird die Position von Martin Walser mit seltener Klarheit analysiert.
Zum Beispiel:

"Walsers Frankfurter Sätze zum emotionalen Stellenwert des Völkermords in unserer Geschichte waren unmissverständlich, wenngleich er sich selbst als Opfer des Unverstands im Lager der Political Correctness fühlte: Erstens erklärte er, dass er sich „Übeln verschließe, an deren Behebung ich nicht mitwirken kann. Ich habe lernen müssen, wegzuschauen.“ Sein Kollege, der österreichische Schriftsteller Heimito von Doderer, nannte das „Apperzeptionsverweigerung“. Zweitens machte Walser klar, um welche Übel es sich handele: um die Verbrechen des Judenmords und die „Instrumentalisierung unserer Schande zu gegenwärtigen Zwecken“. Zwar verschwieg er, wer seiner Meinung nach in Deutschland wen instrumentalisiere, doch drittens ließ er keinen Zweifel daran, dass sich für ihn „Auschwitz nicht dafür eigne, Drohroutine zu werden, jederzeit einsetzbares Einschüchterungsmittel oder Moralkeule … Aber in welchen Verdacht gerät man, wenn man sagt, die Deutschen seien jetzt ein normales Volk, eine gewöhnliche Gesellschaft?“

Oder weiter:
„Walsers private Sehnsucht nach den Segnungen des Wegschauens erwies sich als geistiger Rückschritt in einer langjährigen Debatte über die moralisch-politische Herkunft der Bundesrepublik aus der Niederlage des Nationalsozialismus. Sein operettenhaftes Argumentationsgeheimnis lautete: „Glücklich ist, wer vergisst, was nicht mehr zu ändern ist.“ Zweifellos sprach er Tausenden, wenn nicht Hunderttausenden aus der Seele.“

Ich hätte da meine Zweifel, ob die Vermutung am Ende des Artikels stimmt:
„In Wirklichkeit prägt die anhaltende historische Selbstreflexion die besondere Art von deutschem Patriotismus, nach dem Schröder in seiner Debatte mit Walser fahndet. Er ist geschichtsfundierter, als es dem Dichter gefällt.“

Aber wie gesagt, die Analyse ist hervorragend.

Viele Grüße

Hallo,

um mit Martin Walser zu sprechen. Die Schnelllebigkeit kann man erst verstehen, wenn man heute früh einen Artikel über die Diskussin heute Abend liest. Ist Naumann ein Fälscher ?

„Die Zeit“ von heute versucht für den Ausfall von der „Woche“
zu entschädigen. Viele gute Aufsätze.

In diesem

http://www.zeit.de/2002/20/Politik/200220_schroeder_…

wird die Position von Martin Walser mit seltener Klarheit
analysiert.

Nauman, ist und bleibt was er ist. Heisse Luft und der Versuch, anderen zu erklären, was sie gedacht haben.

Zum Beispiel:

"Walsers Frankfurter Sätze zum emotionalen Stellenwert des
Völkermords in unserer Geschichte waren unmissverständlich,
wenngleich er sich selbst als Opfer des Unverstands im Lager
der Political Correctness fühlte: Erstens erklärte er, dass er
sich „Übeln verschließe, an deren Behebung ich nicht mitwirken
kann. Ich habe lernen müssen, wegzuschauen.“ Sein Kollege, der
österreichische Schriftsteller Heimito von Doderer, nannte das
„Apperzeptionsverweigerung“. Zweitens machte Walser klar, um
welche Übel es sich handele: um die Verbrechen des Judenmords
und die „Instrumentalisierung unserer Schande zu gegenwärtigen
Zwecken“. Zwar verschwieg er, wer seiner Meinung nach in
Deutschland wen instrumentalisiere, doch drittens ließ er
keinen Zweifel daran, dass sich für ihn „Auschwitz nicht dafür
eigne, Drohroutine zu werden, jederzeit einsetzbares
Einschüchterungsmittel oder Moralkeule … Aber in welchen
Verdacht gerät man, wenn man sagt, die Deutschen seien jetzt
ein normales Volk, eine gewöhnliche Gesellschaft?“

Was hat Walser hier für sich persönlich erklärt ? Wenn ich als Deutscher Kritik an der Politk Scharons übe, kann ich mit 99,9 % Sicherheit damit rechnen, dass man mich, um micht mundtot machen zu können, mit dem Begriff Nazis tituliert. Hat er nicht genau dies gemeint und ist dies nicht genau auch die Praxis ?

Oder weiter:
„Walsers private Sehnsucht nach den Segnungen des Wegschauens
erwies sich als geistiger Rückschritt in einer langjährigen
Debatte über die moralisch-politische Herkunft der
Bundesrepublik aus der Niederlage des Nationalsozialismus.
Sein operettenhaftes Argumentationsgeheimnis lautete:
„Glücklich ist, wer vergisst, was nicht mehr zu ändern ist.“
Zweifellos sprach er Tausenden, wenn nicht Hunderttausenden
aus der Seele.“

Deartiges hat Walser nicht gesagt, nicht gemeint und ist auch nicht dessen Auffassung. Sind wir bereits wieder soweit, dass bei uns Hetze gegen Schriftsteller betrieben wird, oder will man bei uns aus ganz gewissen Gründen lediglich die Meinungsfreiheit ändern und die deutsche Bevölkerung kommandieren ? Wann werden jene, die zur Hetzjagd gegen Waler aufrufen, seine Bücher verbrennen ?

Ich hätte da meine Zweifel, ob die Vermutung am Ende des
Artikels stimmt:
„In Wirklichkeit prägt die anhaltende historische
Selbstreflexion die besondere Art von deutschem Patriotismus,
nach dem Schröder in seiner Debatte mit Walser fahndet. Er ist
geschichtsfundierter, als es dem Dichter gefällt.“

Aber wie gesagt, die Analyse ist hervorragend.

Die Analyse einer erst heute Abend gehaltenen Rede mit der Verlogenheit der Interpretation von Walser Rede in der Paulskirche und dem hierzu heute morgen erschienen Bericht zeigt nur, welchen geistes Kind der Autor Naumann ist. Naumann hätte vielleicht in seiner früherne Tätigeit mehr leisten sollen, dann hätte er solchen Schwachsinn nicht nötig.

Ich bin der Auffassung, dass wir uns in DE ab heute von niemand mehr etwas vorschreiben lassen dürfen. Was heute am Rande der Veranstaltung geschehen ist, fordert alle Demokraten heraus, verlangt von allen Demokraten Wachsamkeit gegen Feinde dieses Staates. Wer Grundrechte unserer Verfassung durch Demo behindern will, ist ein Feind unseres Volkes, unseres Staates und von uns Bürgern.

Hier wurde der Angriff auf die Meinungsfreiheit geprobt. Die Person Walser wurde vorgeschoben. Dies ist und war ein Angriff auf unser Land. Ein Angriff auf die Verfassung. Ein Angriff auf jeden von uns, der dieses Land - ungeachtet auch der Mängel die es hat - als seine Heimat im Rahmen der europäischen Staaten betrachtet.

Gruss Günter

Keine Rede, ein Gespräch!
Hi GünterW!

Ohne Krankenschwester wage ich kaum, mich zu wagen. Ich fasse es kurz: zuerst lesen, dann Rhethorik üben, dann schreiben. Wenn’s geht.

Hallo,

um mit Martin Walser zu sprechen.

Dieses erste Zitat von Martin Walser hat mich zutiefst beeindruckt.

Die Schnelllebigkeit kann
man erst verstehen, wenn man heute früh einen Artikel über die
Diskussin heute Abend liest. Ist Naumann ein Fälscher ?

Nein. Er ist ein Hellseher.

Nauman, ist und bleibt was er ist.

Ok, GünterW, du auch, du bist auch ein Hellseher.

Was hat Walser hier für sich persönlich erklärt ? Wenn ich als
Deutscher Kritik an der Politk Scharons übe, kann ich mit 99,9
% Sicherheit damit rechnen, dass man mich, um micht mundtot
machen zu können, mit dem Begriff Nazis tituliert. Hat er
nicht genau dies gemeint und ist dies nicht genau auch die
Praxis ?

Nein, Walser sprach 1998 nicht über Sharon, über dich hat er sich auch noch nicht geäußert.

Deartiges hat Walser nicht gesagt, nicht gemeint und ist auch
nicht dessen Auffassung. Sind wir bereits wieder soweit, dass
bei uns Hetze gegen Schriftsteller betrieben wird, oder will
man bei uns aus ganz gewissen Gründen lediglich die
Meinungsfreiheit ändern und die deutsche Bevölkerung
kommandieren ? Wann werden jene, die zur Hetzjagd gegen Waler
aufrufen, seine Bücher verbrennen ?

Wie lange eigentlich noch, GünterW, willst du unsere Geduld mißbrauchen? Wie lange noch wird diese deine Wut uns verspotten? Bis zu welchem Ende wird sich deine zügellose Frechheit brüsten? Fühlst du nicht, daß deine Pläne offenbart sind, siehst du nicht, daß deine Verschwörung schon lahmgelegt ist und nun niedergehalten wird durch unser aller Kenntnis? Wer von uns, glaubst du, weiß nicht, was du letzte Nacht, was die Nacht davor getan hast, wo du gewesen bist, wen du zusammengerufen hast, welchen Plan du gefaßt hast?

Erste Information danach
Nur zwei Meldungen habe ich gefunden:

http://de.news.yahoo.com/020508/249/2rbzn.html

http://www.faz.net/IN/INtemplates/faznet/default.asp…

Der Naumann hatte doch Recht! *g*

Hallo Peet,

Deine Polemik und Deine Verschwörungstheorien in Ehren. Du irrst - glücklicherweise - .

Natürlich ist es unbequem, wenn man hinweist, dass ein solches Verhalten gegenüber einem Schriftsteller wie Walser in unserem Land nicht nur nicht angemessen ist, sondern den Verdacht verfassungsfeindlicher Aktionen enthält. Es sei dahin gestellt, ob beabsichtigt oder im Hass auf Männer wie Walser durch einen Unverstand erzeugt. Wir benötigen jedoch in unserem Land niemand, der den Versuch unternimmt, die Verfassung und die Grundrechte ausser Kraft setzen zu wollen.

Die Bürger dieses Landes, die sich zu diesem Land bekennen und nicht gegen dieses Land hetzen, haben Ihr eigenes Gewissen. Es muss ihnen nicht von denen vorgeschieben werden, die dieses Land und seine Bürger bekämpfen.

Wer Politik etwas realistisch betrachtet kann doch kaum an der Tatsache vorbei kommen, dass das 3. Reich und die Verbrechen in Zusammenhang mit vielen anderen Tatsachen, Umständen und Situationen auch mit Versailles zu tun hat. Dann kam später die Weltwirtschaftskrise. Dies alles hat doch Hitler begünstigt.

Was auch Du versuchst, wie auch Naumann, ist die Theorie, dass die Deutschen eben so sind.

Dies würde bedeuten, dass alle Deutschen und zwar ohne jede Ausnahme - versuche nun nicht auf das auch mir nicht sehr symphatische braune Randgeflecht der Politik zu verweisen - von Natur aus Verbrecher sind.

Wer behauptet, dass die Ursachen vor dem 3. Reich nichts mit dem 3. Reich zu tun haben, beschuldigt jeden Deutschen kollektiv ein potentieller Rassist, potentieller Mörder und potentieller Faschist zu sein.

Wie kann man aber in einem Staat, der angeblich nur aus Verbrechern besteht - genetisch bedingt das Gen in sich trägt, leben und dorthin sogar flüchten ? Oder hat Stoiber recht, wenn er sagt, zusammen mit Koch, in Begleitung von Schily, dass im Kreis der Asylbewerber zu viele Wirtschaftsflüchtlinge sind ?

Wer Versailles und die Weltwirtschaftskrise ausblendet, auch das Versagen der Mächte beim Einmarsch in die frühere CSSR durch Hitler, behauptet, dass der Deutsche genetisch bedingt ein Verbrecher ist. Dass einzig und allein auf dessen geistigen Ursprung in der Gesamtheit des Volkes der Holocaust geplant, gebilligt und letztlich durchgeführt wurde. Der behauptet auch, dass dieser geistige Urspung weiterhin im Volke herrscht und jederzeit durch die Mentalität der Deutschen erneut wie im 3. Reich geschehen wird. Dann sei die Frage erlaubt, wie wohl fühlen sich alle, die in diesem freien Land ihrem ganz persönlichen Rassismus gegen alles DE freien Lauf gegen können.

Walser sagt mit Recht, dass nicht jedes Handeln deutscher Politik Rücksicht nehmen kann und darf auf die Vergangenheit.

Walser hat nie aufgefordert, wie dies aus dem Zentralrat zur Verächtlichmachung von Walser getan wurde, den Holocaust und die Geschichte zu vergessen. Er hat sich jedoch zurecht dagegen gewandt, dass wir in Deutschland schweigen, wenn es notwendig ist, Kritik auch an Israel zu üben.

Die Kritik ist aber weniger gen Israel gerichtet - im Gegenteil, ich glaube, Walser hat mehr die Regierung als die Juden gemeint- sie ist an die Regierung gerichtet worden.

Hier mit dem Ziel nicht alles was auf der Welt geschieht, nicht alles wo die Bundesregierung tätig werden will, soll oder muss mit Ausschwitz zu verbinden. Es ist ja auch krotesk. Was hat der Einsatz deutschen Militärs mit dem Holocaust zu tun ? Was hat der Einsatz unseres Militärs an der Südspitze Afrikas mit dem Holocaust zu tun.

Wir erleben aber, mangels Geschlossenheit und mangels eigener Kraft, dass diese Bundesregierung alle ihre Auslandseinsätze, insbesondere jene in Serbien nicht mit der Notwendigkeit der Freiheit und des Friedens begründet, sondern die Hauptwaffe war und ist, auf Grund der Geschichte, wegen des Holocaust hier sich einzumischen und militärisch präsent zu sein.

Ich kann nicht feststellen, dass Walser in seiner Rede die Juden beschuldigt hat, sie würden den Holocaust zur Durchsetzung von Interessen, die nicht durchsetzbar wären, instrumentalisieren.

Er hat aber sicher zurecht darauf verwiesen, dass in DE eine Vielzahl von Entscheidungen getroffen wird, die mit dem Holocaust und dem 3. Reich nichts zu tun haben, aber gerade damit begründet werden.

Gruss Günter

Ohne Krankenschwester wage ich kaum, mich zu wagen. Ich fasse
es kurz: zuerst lesen, dann Rhethorik üben, dann schreiben.
Wenn’s geht.

Hallo,

um mit Martin Walser zu sprechen.

Dieses erste Zitat von Martin Walser hat mich zutiefst
beeindruckt.

Die Schnelllebigkeit kann
man erst verstehen, wenn man heute früh einen Artikel über die
Diskussin heute Abend liest. Ist Naumann ein Fälscher ?

Nein. Er ist ein Hellseher.

Nauman, ist und bleibt was er ist.

Ok, GünterW, du auch, du bist auch ein Hellseher.

Was hat Walser hier für sich persönlich erklärt ? Wenn ich als
Deutscher Kritik an der Politk Scharons übe, kann ich mit 99,9
% Sicherheit damit rechnen, dass man mich, um micht mundtot
machen zu können, mit dem Begriff Nazis tituliert. Hat er
nicht genau dies gemeint und ist dies nicht genau auch die
Praxis ?

Nein, Walser sprach 1998 nicht über Sharon, über dich hat er
sich auch noch nicht geäußert.

Deartiges hat Walser nicht gesagt, nicht gemeint und ist auch
nicht dessen Auffassung. Sind wir bereits wieder soweit, dass
bei uns Hetze gegen Schriftsteller betrieben wird, oder will
man bei uns aus ganz gewissen Gründen lediglich die
Meinungsfreiheit ändern und die deutsche Bevölkerung
kommandieren ? Wann werden jene, die zur Hetzjagd gegen Waler
aufrufen, seine Bücher verbrennen ?

Wie lange eigentlich noch, GünterW, willst du unsere Geduld
mißbrauchen? Wie lange noch wird diese deine Wut uns
verspotten? Bis zu welchem Ende wird sich deine zügellose
Frechheit brüsten? Fühlst du nicht, daß deine Pläne offenbart
sind, siehst du nicht, daß deine Verschwörung schon lahmgelegt
ist und nun niedergehalten wird durch unser aller Kenntnis?
Wer von uns, glaubst du, weiß nicht, was du letzte Nacht, was
die Nacht davor getan hast, wo du gewesen bist, wen du
zusammengerufen hast, welchen Plan du gefaßt hast?

Selig die Armen im G… denn ihrer ist das Himmelreich.

Ideologische Basis eines Staates
Hallo Günter,

unser Staatswesen ist eine streng philosemitische und antivölkische Zwinge, ohne welche das deutsche Volk sofort alle greifbaren Juden massakrieren und einen Angriffskrieg gegen Resteeuropa und die Welt begönne. Das ist nunmal unsere Staatsideologie, und ihre propagandistische Durchsetzung ist in den Jahrzehnten nicht milder sondern stetig schärfer geworden.

Glaubt man der einen Seite, dann müssen die Deutschen den Siegermächten dafür dankbar sein, denn unter deren Führung haben die Deutschen in der Tat viele Verbrechen nicht begangen.
Glaubt man der anderen Seite, dann ist die Bundesrepublik ein fortdauernder Akt der psychologischen Kriegführung gegen das deutsche Volk.

Eigentlich ergibt es aus beiden Richtungen heraus wenig Sinn, durch Kritik eine Verschiebung der extremen Ideologieposition der BRD nach der Mitte hin oder auch nur mehr Meinungsäußerungsfreiheit bewirken zu wollen. Denn entweder ist solche Kritik an sich verwerflich, oder sie ist ein läppischer Appell an den Feind zu mehr Milde im Krieg.

Gruß,

T. Wolfgang Aberger

Walser, Naumann und… Aly
Hallo GünterW!

Da die Krankenschwester nicht zur Verfügung steht, muß ich wohl oder übel selbst deine Wunden heilen. Ich tue nur das nötigste, den Rest sollst du schon selbst übernehmen.

Wer Politik etwas realistisch betrachtet kann doch kaum an der
Tatsache vorbei kommen, dass das 3. Reich und die Verbrechen
in Zusammenhang mit vielen anderen Tatsachen, Umständen und
Situationen auch mit Versailles zu tun hat. Dann kam später
die Weltwirtschaftskrise. Dies alles hat doch Hitler
begünstigt.

Michael Neumann hat in dem oben gelinkten Artikel wichtige Topoi Walsers analysiert, wie sie sind. Wenn du mit ihm nicht einverstanden bist, kannst du das gerne noch einmal mit Zitaten ausprobieren.

Jetzt steht auch Walsers neue Rede zur Analyse frei da:
http://www.faz.net/IN/INtemplates/faznet/default.asp…

Und sie ist keinesfalls harmlos. Ich bin gespannt, wie schnell profesionelle Historiker sich melden werden, um Widersprüche und gefühlesbetonte Maximen aufzudecken, die der Schriftsteller für seine Geschichtstheorie ausgibt. Ein Schrifsteller hat darauf ein Recht, seine Kritiker ihrerseits - auf die Kritik.

Es ist sehr gut, daß dieselbe FAZ, die den vollständigen Text Walsers Rede publiziert hat, auch den ersten Versuch unternommen hat, Naumanns Kritik zu entkräften:

http://www.faz.net/IN/INtemplates/faznet/default.asp…

Dieser Versuch scheitert aber, denn der O-Ton Walsers entspricht dem, was Neumann kritisiert. Wie gesagt, du musst nur lesen. Wenn du mit den Zitaten kommst, können wir gerne hier dieses Thema fortsetzen.

Was auch Du versuchst, wie auch Naumann, ist die Theorie, dass
die Deutschen eben so sind.

Hmmm, ich dachte, du wärest ein Hellseher, aber es ist schlimmer: du bist ein Lügner. Ich habe es nie behauptet.

Damit du aber auch diese Nacht ruhig schlafen kannst, bringe ich - nicht nur für dich - hier noch einen Hinweis auf eine schreckliche Lektüre. Seit langem schon habe ich keinen Text gelesen, der mich so erstarren lässt.
Das ist die Rede des Historikers Götz Aly bei seiner Heinrich-Mann-Preisverleihung:
http://www.sueddeutsche.de/aktuell/sz/artikel1499.php

Auch da wird nicht das behauptet, was du Neumann und allen anderen deinen Feinden unterstellst, aber es wird darauf aufmerksam gemacht, wie Nazis ihre Ziele erreichten, z.B.:
„Die Mehrheit der Deutschen empfand die Zeit als Epoche besonders schneller Veränderung, sozialer Umschichtung, breiter Aufwärtsmobilisierung, oft auch hoher individueller Verantwortung. In einer Orgie von Krieg und Expansion, Zerstörung und Selbstzerstörung erfüllten sich die gegen die Klassenschranken gerichteten Ziele der Volksgemeinschaft. Und das selbst noch in der Niederlage.“
Es gab Intellektuelle und „intellektuelle Intellektuelle“ (Walser). Es gab Gefühle und Gefühle. Und Heinrich Böll hat einen anderen Weg gemacht als Martin Walser. Das Zitat aus seinem Brief bei Aly („Ich sehne mich sehr nach dem Rhein, nach Deutschland, und doch denke ich oft an die Möglichkeit eines kolonialen Daseins hier im Osten nach einem gewonnenen Krieg.“ 1943) zeigt den Anfang des Weges. Der Weg Bölls führte ihn zur Erkenntnis und Folgerungen, er hat etwas gelernt. Der Weg Walsers führte woanders hin:
„Er habe dies nicht gelernt, sondern erfahren. Gelernt habe er vielleicht nichts.“(FAZ, s.o.)

Es ist eine sehr wichtige Diskussion, und Walsers Stimme ist von großer Bedeutung. Schade, daß die meisten Zeitungen in ihren Berichten diese Gesprächsrunde bis jetzt verharmlosen.

Walser hat nie aufgefordert, wie dies aus dem Zentralrat zur
Verächtlichmachung von Walser getan wurde, den Holocaust und
die Geschichte zu vergessen. Er hat sich jedoch zurecht
dagegen gewandt, dass wir in Deutschland schweigen, wenn es
notwendig ist, Kritik auch an Israel zu üben.

Zitat bitte.

Die Kritik ist aber weniger gen Israel gerichtet - im
Gegenteil, ich glaube, Walser hat mehr die Regierung als die
Juden gemeint- sie ist an die Regierung gerichtet worden.
Ich kann nicht feststellen, dass Walser in seiner Rede die
Juden beschuldigt hat, sie würden den Holocaust zur
Durchsetzung von Interessen, die nicht durchsetzbar wären,
instrumentalisieren.

Zitat bitte.

Er hat aber sicher zurecht darauf verwiesen, dass in DE eine
Vielzahl von Entscheidungen getroffen wird, die mit dem
Holocaust und dem 3. Reich nichts zu tun haben, aber gerade
damit begründet werden.

Meinst du diese Stelle bei Walser?
„Wer die deutsche Teilung so oder so zu einem geschichtlich Vernünftigen machen wollte, der hat übersehen, daß diese Teilung keine Kriegsfolge war, in keiner Weise mit Auschwitz zu tun hatte, sondern ganz und gar eine Folge des Kalten Kriegs war.“

Das ist wie mit Versailles. Walser: „Versailles ist sicher nicht die einzige Ursache für 1933, aber daß Versailles auch eine der Ursachen ist für Hitlers Erfolg, darf man wohl sagen.“

Dieses „darf man wohl sagen“ ist eine rhethorische Perle. Du, GünterW, solltest noch lernen, mit solchen Feinheiten umzugehen.

Wie lange eigentlich noch, GünterW, willst du unsere Geduld
mißbrauchen? Wie lange noch wird diese deine Wut uns
verspotten? Bis zu welchem Ende wird sich deine zügellose
Frechheit brüsten? Fühlst du nicht, daß deine Pläne offenbart
sind, siehst du nicht, daß deine Verschwörung schon lahmgelegt
ist und nun niedergehalten wird durch unser aller Kenntnis?
Wer von uns, glaubst du, weiß nicht, was du letzte Nacht, was
die Nacht davor getan hast, wo du gewesen bist, wen du
zusammengerufen hast, welchen Plan du gefaßt hast?

Selig die Armen im G… denn ihrer ist das Himmelreich.

Was hast du verstanden? Was ist dein G?

Gute Nacht und gute Besserung

Hallo peet,

im Gegensatz zu jenen, die sich verfolgt glauben, gibt es für mich keine Feinde.

Ich habe in einer zivilisierten Welt gelernt, mich zu ärgern, meine Meinung zu äussern, aber keine Feinde zu haben. Meine Wunden muss niemand heilen, ich kann selbst für mich sorgen.

Ich muss den Diskussionsbeirag, wenn es denn einer von Walser und Schröder war, nicht lesen, ich habe ein Fassung auf Video.

Jetzt steht auch Walsers neue Rede zur Analyse frei da:
http://www.faz.net/IN/INtemplates/faznet/default.asp…

Was auch Du versuchst, wie auch Naumann, ist die Theorie, dass
die Deutschen eben so sind.

Gerade im Gegenteil, ich äussere mich zu den Thesen von Naumann nicht, weil Naumann für mich nicht die gerade beste Adresse ist.

Hmmm, ich dachte, du wärest ein Hellseher, aber es ist
schlimmer: du bist ein Lügner. Ich habe es nie behauptet.

Dank, ohne Beleidigungen kommst Du wohl nicht klar !

G

schmerzlich…aber wahr! o.w.T.
.

Das freut mich aber, …
…weil das das erste Mal ist, daß du etwas gelesen und begriffen hast, wenigstens einen Teil des Textes, das erste Mal, daß du antwortest und nicht nur vorbei am Ausgangsposting deine tägliche Übung in den rhethorischen Fragen ablieferst.

Ich schliesse daraus, daß du nur auf Beleidigungen reagierst. Auf der sachlichen Ebene ist ein Dialog mit dir leider weniger erfolgreich. Du verdrehst Tatsachen, zeigst keine Bereitschaft mit den Zitaten und Texten zu arbeiten.

Ich muss den Diskussionsbeirag, wenn es denn einer von Walser
und Schröder war, nicht lesen, ich habe ein Fassung auf Video.

Das freut mich auch zu wissen, ich beneide dich dafür.

Was auch Du versuchst, wie auch Naumann, ist die Theorie, dass
die Deutschen eben so sind.

Das hast du geschrieben, nicht ich, hast du es schon vergessen?

Gerade im Gegenteil, ich äussere mich zu den Thesen von
Naumann nicht, weil Naumann für mich nicht die gerade beste
Adresse ist.

Noch einmal, du hast dich dazu genug geäussert, in deinem ersten Posting in diesem Thread, und ich habe dich dazu nicht gezwungen. Hast du das auch schon verdrängt?

GünterW, du musst nicht auf jeden Posting hier reagieren, wenn du nicht argumentieren kannst.

Gute Nacht