eine Freundin von mir ist seit etwa einem Jahr Mitglied im Club Bertelsmann. Jetzt hat sie sich nicht gerade klug angestellt: daß man einmal pro Quartal etwas bestellen muss, war ihr offensichtlich nicht bewusst. Und so kamen hübsch die Vorschlagbücher des Clubs, die sie allerdings ungeöffnet zurückgehen ließ - sie nahm die Pakete nicht an. Auch die Zahlungsaufforderungen des Clubs wies sie zurück, da sie ja nichts angenommen hat - und immer noch nichts von der Regelung der obligatorischen Quartalsbestellung wusste.
Jetzt ist es so weit: ein Inkasso-Unternehmen hat ihr geschrieben und einen saftigen Inkasso-Aufschlag auf die Rechnung der vier zu zahlenden Bücher gepackt. Daher ist meine Frage: wie soll sie jetzt weiter vorgehen? Schnellstens Zahlen, um weitere Probleme zu vermeiden - immerhin hat sie selber Schuld, da sie die Geschäftsbedingungen nicht gelesen hat? Oder gibt es einen Ansatz bei der Tatsache, daß sie die Bücher, die sie jetzt bezahlen soll, nicht angenommen hat?
deine Freundin hat einen rechtsgültigen Vertrag abgeschlossen, in dem sie sich verpflichtet, pro Quartal mind. ein Teil aus dem Club zu kaufen. Verträge müssen nun mal eingehalten werden, solange sie nicht sittenwidrig oder so sind.
Dass die Bücher nicht angenommen wurden, ist unerheblich, vielmehr wurde ihr vom Club die vertragliche Leistung angeboten und deine Freundin ist somit in Annahmeverzug geraten.
M.E. sollte deine Freundin zahlen und das Geld unter dem Konto „Lehrgeld“ verbuchen. Dann schnellstmöglich zum nächstmöglichen Zeitpunkt kündigen.
Bis dahin ein mal pro Quartal in einen der Shops gehen und eine Leerkassette oder so (unter Vorlage der clubkarte) kaufen - dann hat sie bis dahin ihre Verpflichtung erfüllt.
ich selbst halte nix von solchen Clubs. Meine verstorbene Mutter war derzeit auch Clubmitglied bei Bertelsmann und hat mit denen vereinbart, daß sie keine Vorschlagsbände bekommt und vierteljährlich nichts abnehmen muß. Zahlen mußte sie den Vierteljahresbeitrag natürlich trotzdem.
Wenn sich dann genügend Guthaben angesammelt hatte, schlug meine Mutter kumuliert zu und leistete sich auch Bücher, die sonst wohl ihren angedachten Etat überschritten hätten. Über die Jahre wurde es eine richtige Schatz-Sammlung und die vierteljährlichen Zahlungen dafür waren keine wirklich spürbare Belastung.
Vielleicht wäre das ja eine Alternative für Deine Bekannte, denn die Vorschlagsbände können gar nicht jedem gefallen.
Gruß
Easy
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
oh Mann, meine Mutter ist leider schon einige Jahre tot, damals war der Bertelsmann Verlag noch die Reinhard Mohn KG. Reinhard Mohn, heute 80 Jahre alt, war damals noch telefonisch für Kunden direkt erreichbar, was es wohl heute nicht mehr wirklich gibt.
Sei´s drum. Die Vereinbarung hatte meine Mutter in einem Bertelsmann-Verkaufsshop in Lübeck getroffen, ein offizielles Angebot von Bertelsmann war das nicht, aber man hat sich wohl gern darauf eingelassen, denn verzinsen mußten die das Guthaben ja nicht.
Denke auch heute würde man sich bei Bertelsmann auf sowas einlassen, wäre dumm von denen, wenn nicht.
Gruß
Easy
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
ich bin selbst seit einiger Zeit Club-Mitglied. Es steht überall geschrieben, dass man alle 3 Monate was kaufen muss, es wurde demnach nicht verschwiegen oder irgendwo „unter Kleingedrucktes verbucht“.
Man bekommt sogar, wenn man versäumt hat, was zu kaufen, rechtzeitig eine Postkarte, wo draufsteht, dass man bis dann und dann was kaufen kann, ansonsten schicken sie den und den Clubvorschlag.
Wenn ich mal keine Zeit habe, mir ein Buch auszusuchen, gehe ich in einen Club-Laden und kaufe einfach eine Postkarte oder einen Stift oder so, damit hat sich der „Vertrag“ meinerseits schon erfüllt. Es steht nirgends geschrieben, für wieviel Geld man mindestens einkaufen muss.
Und bevor ein Inkassounternehmen kommt, bekommt man sicherlich auch Mahnungen oder so - sie hätte vielleicht mal dort anrufen können und das klären, dann wär’s vielleicht nicht soweit gekommen…
Grüße Annette
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]