Hallihallo, Sonja,
da hast du dir ein kniffliges Problem ausgesucht.
Dänemark hieß schon in althochdeutscher Zeit (ab 950 n. Chr.) so und vermutlich war es damals auch feminin.
Nun vermute ich, dass es im Laufe der Zeit an die allgemein übliche Neutrumsform bei Ländernamen angeglichen wurde. Wann genau und wie das geschah, weiß ich nicht zu sagen.
Der Name Steiermark müsste, dieser Argumentation entsprechend, jüngerer Herkunft sein, so dass sich das Femininum erhalten hat. Das ist aber meines Wissens nicht der Fall.
Weil Ländernamen immer neutrum sind?? Was ist mit der Schweiz
und der Slowakei?
Die Schweiz ist da wieder was ganz Besonderes. Es gibt da die Erklärung:
Der Name Schweiz war ursprünglich der Name einer Stadt (Schwyz). Der ursprüngliche Landesname war die schwyzerische Eidgenossenschaft, lateinisch Confoederatio Helvetica, daher die Abkürzung CH und der italienische Name Svizzeria.
Der deutsche Name die Schweiz scheint aus dem längeren Landesnamen gekürzt, daher der Artikel. Wenn der Name mit dem anord. Femininum sveit ‚Mannschaft, Kriegerschar, Bezirk‘ zusammenhängt, dann war Schweiz immer weiblich.
Die Länder auf -ei sind wegen diese Bildesilbe feminin. Du kennst das:
Wo der Bäcker ist, ist die Bäckerei.
Wo der Schneider ist, ist die Schneiderei,
usw
Wo Türken sind, ist die Türkei.
Wo die Tschechen sind, ist die Tschechei
Wo die Slowaken sind, ist die Slowakei.
usw
Und frag jetzt nicht nach dem Sudan, dem Iran, dem Irak, dem Jemen, dem Libanon
usw
Gruß Fritz