Der, Die, Das (im Vergleich mit 'the')

Hallo zusammen,
dies ist mein erster Eintrag und ich hoffe, jemand kann mir einen Tip geben.

Wie kann ich einem Amerikaner am Besten erklaeren, wann, welcher Artikel zu benutzen ist? Leider kann ich keine Regel dafuer finden (ausser natuerlich: „Der“ Maskulin, „Die“ Feminin, „Das“ Neutrum) Aber woher sollen meine Studenten wissen, ob „Tisch“ oder „Lampe“ maskulin oder feminin oder neutrum sind? Bis jetzt konnte ich ihnen nur sagen, dass sie am besten immer den Artikel mit dem Wort zusammen lernen. Hat jemand eine bessere Idee?
Leider sind meine Kurse nur ueber zwoelf Stunden, so dass ich nicht zuviel Zeit mit Grammatik verbringen kann. Es handelt sich um Anfaengerkurse (wobei auch ich Anfaengerin bin, da dies das erste Mal ist, dass ich jemandem versuche Deutsch beizubringen, also bitte nicht schimpfen, wenn mein Deutsch schlecht ist).

Vielen Dank and have a nice day :smile:
Andrea

Hi Andrea,
da hilft nur pauken.
Ich komme heute noch ins Schleudern im Französischen bei Worten, die ich selten benutze…
*Der* Arbeit z.B. *g
*Die Mond*
nur um zwei zu nennen.
Das ist wie mit den unregelmäßigen Verben, die kann man auch nur pauken…
Gruß,
Anja

Hi Anja,

hmmm… hab’ mir fast sowas gedacht. Meine armen „Amis“ :wink:

Gruss,
Andrea

Hallo Andrea,

dies ist mein erster Eintrag und ich hoffe, jemand kann mir
einen Tip geben.

Ich probiere es mal :wink:

Wie kann ich einem Amerikaner am Besten erklaeren, wann,
welcher Artikel zu benutzen ist? Leider kann ich keine Regel
dafuer finden (ausser natuerlich: „Der“ Maskulin, „Die“
Feminin, „Das“ Neutrum) Aber woher sollen meine Studenten
wissen, ob „Tisch“ oder „Lampe“ maskulin oder feminin oder
neutrum sind? Bis jetzt konnte ich ihnen nur sagen, dass sie
am besten immer den Artikel mit dem Wort zusammen lernen. Hat
jemand eine bessere Idee?

Es ist schon richtig, dass man den Artikel immer gleich mitlernen sollte. Es ist die beste Methode.
Was aber weniger bekannt ist, ist die Tatsache, dass es auch im Deutschen einige Regeln gibt, die für einen Anfänger ganz nützlich sein können:

Maskulin sind Substantive mit folgenden Endungen:
and (z.B. Doktorand), ant (Praktikant), ent (Kontinent), et( Planet), eur (Regisseur), ismus (Egoismus), ist (Maschinist), or (Doktor), ling (Feigling), rich (Gänserich)

Feminina sind:
ade (Schokolade), age (Garage), ei (Bücherei), heit (Dummheit), ie (Fantasie), in (Schülerin), ine (Maschine), ion (Nation), keit (Fähigkeit), schaft (Gesellschaft), tät (Spezialität), ung (Versammlung),

und Neutra:
um (Album), ma (Klima)

Damit hättest du schon eine schöne Liste zusammen, die man sicher in der so knapp bemessenen Unterrichtszeit kopieren und verteilen kann.

Gruß
Roland

Super, vielen Dank fuer die schnelle Hilfe, werde versuchen es noch schnell fuer morgen in meine Stunde einzubauen, ansonsten naechsten Freitag.
Thank you very much :smile:
Andrea

aber Roland,
um bei meinen Beispielen zu bleiben:
Warum dann „der Mond“ - „die Arbeit“

  • kommt bei Deinen Beispielen nicht vor.
    Also doch büffeln - oder gibt’s eine darüber hinaus gehende Begründung?
    Interessiert:
    Anja

Kuckstu FAQ 188
Bernhard

Der Mann im Mond ist ein Mann im germanischen
Kulturraum, darum ist auch der Mond ein Mann.
Bei den Griechen und Römern war es Madam Artemis und Frau Selene, darum sind sie dort Frauen und feminin.

Warum dann „der Mond“

„die Arbeit“

ist mit dem Suffix -t vom Verb „arbeiten“ gebildet.

Solche Bildungen sind immer feminin. => schreiben => die Schrift; fahren => die Fahrt; kommen =

Bis jetzt konnte ich ihnen nur sagen, dass sie
am besten immer den Artikel mit dem Wort zusammen lernen.

Das ist die beste Methode!

Hat jemand eine bessere Idee?

Nein!

Aber es gilt: etwa 60% der deutschen Nomen sind abgeleitete Formen. Bei ihnen kann man also an der Endung das ´Geschlecht’ erkennen.

Das kann man lernen.
Fritz

off-topic

Hallo zusammen,

Hallo zurück

dies ist mein erster Eintrag und ich hoffe, jemand kann mir
einen Tip geben.

Willkommen an Bord! Schön, dass du w-w-w entdeckt hast. Ich bin auch noch nicht so lange dabei, und war anfänglich etwas ängstlich, ob meine Fragen 'dumm’sein könnten. Ich merkte aber schnell, es gibt keine dummen Fragen, nur faule oder sarkastische Antworten auf ungenaue Fragen.

Wie kann ich einem Amerikaner am Besten erklaeren, wann,
welcher Artikel zu benutzen ist? Leider kann ich keine Regel
dafuer finden (ausser natuerlich: „Der“ Maskulin, „Die“
Feminin, „Das“ Neutrum) Aber woher sollen meine Studenten
wissen, ob „Tisch“ oder „Lampe“ maskulin oder feminin oder
neutrum sind? Bis jetzt konnte ich ihnen nur sagen, dass sie
am besten immer den Artikel mit dem Wort zusammen lernen. Hat
jemand eine bessere Idee?

Ist schon toll im thread beantwortet worden.

Leider sind meine Kurse nur ueber zwoelf Stunden, so dass ich
nicht zuviel Zeit mit Grammatik verbringen kann. Es handelt
sich um Anfaengerkurse (wobei auch ich Anfaengerin bin, da
dies das erste Mal ist, dass ich jemandem versuche Deutsch
beizubringen, also bitte nicht schimpfen, wenn mein Deutsch
schlecht ist).

Keinesfalls schimpfen…
Du machst das schon, mein erstes Märchenseminar war auch ‚mit grummeln im Bauch‘. In deiner Visitenkarte steht übrigens ein Satz, den du wohl 1:1 aus dem Englischen übersetzt hast. Schreib doch:
„Ich wohne in den USA und bringe Amerikanern die deutsche Sprache (und Kultur?) näher.“; das liest sich m.E. netter und du vermeidest Dopplungen (Beruf-Bemerkung-Vita).

Vielen Dank and have a nice day :smile:
Andrea

So long

MainBrain

Hi!

Wie kann ich einem Amerikaner am Besten erklaeren, wann,
welcher Artikel zu benutzen ist? Leider kann ich keine Regel
dafuer finden (ausser natuerlich: „Der“ Maskulin, „Die“
Feminin, „Das“ Neutrum) Aber woher sollen meine Studenten
wissen, ob „Tisch“ oder „Lampe“ maskulin oder feminin oder
neutrum sind? Bis jetzt konnte ich ihnen nur sagen, dass sie
am besten immer den Artikel mit dem Wort zusammen lernen. Hat
jemand eine bessere Idee?

Das ist m.E. die einzige Lösung.

Randbemerkung:
Der Vergleich von „the“ mit „der, die, das“ als „einfachere Welt“ hinkt
etwas. Sicher, im Englischen gibt es nur einen Artikel, trotzdem müssen auch im Englischen Personalpronomina geschlechtsspezifisch gelernt werden („he, she, it“). Interessant dabei, dass mit Namen versehene Schiffe nicht „it“, sondern „she“ erhalten (gleiches gilt wohl auch für Staaten - Englischkenner, verbessert mich, falls ich Müll verbreite! :wink: )
Frag deine Amerikaner mal, woran sie den Unterschied von „it“ und „she“ festmachen - vermutlich wird man das auch nur auswendig lernen müssen.

Grüße
Heinrich

Ergaenzung
Hallo Andrea!

Es ist schon richtig, dass man den Artikel immer gleich
mitlernen sollte. Es ist die beste Methode.
Was aber weniger bekannt ist, ist die Tatsache, dass es auch
im Deutschen einige Regeln gibt, die für einen Anfänger ganz
nützlich sein können:

Maskulin sind Substantive mit folgenden Endungen:
and (z.B. Doktorand), ant (Praktikant), ent (Kontinent), et(
Planet), eur (Regisseur), ismus (Egoismus), ist (Maschinist),
or (Doktor), ling (Feigling), rich (Gänserich)

Feminina sind:
ade (Schokolade), age (Garage), ei (Bücherei), heit
(Dummheit), ie (Fantasie), in (Schülerin), ine (Maschine), ion
(Nation), keit (Fähigkeit), schaft (Gesellschaft), tät
(Spezialität), ung (Versammlung),

Und genau hier fehlen noch die Worte auf -e. Die sind bis auf wenige Ausnahmen alle weiblich. Ausnahmen sind etwa „das Auge“, „der Loewe“, „der Doge“ und substantivierte Adjektive wie „das Gute“ und „das Boese“.

und Neutra:
um (Album), ma (Klima)

Damit hättest du schon eine schöne Liste zusammen, die man
sicher in der so knapp bemessenen Unterrichtszeit kopieren und
verteilen kann.

Gruß
Roland

Mausi

Hallo Mausi,

Und genau hier fehlen noch die Worte auf -e. Die sind bis auf
wenige Ausnahmen alle weiblich. Ausnahmen sind etwa „das
Auge“, „der Loewe“, „der Doge“ und substantivierte Adjektive
wie „das Gute“ und „das Boese“.

Das ist mir natürlich bekannt. Ich wollte genau das vermeiden, wieder mit allen möglichen Ausnahmen zu kommen, die für den knapp bemessenen Unterricht der Fragestellerin weniger dienlich sind.

Genauso hätte man dann noch anführen müssen, daß Substantive, die auf er enden in der Regel maskulin sind und anschließend hätte man wieder die ganzen Ausnahmen behandeln müssen (die Mutter, die Butter).

Mir ging es um klare (und rel. einfache) Regeln für Anfänger, die es nunmal gibt, aber eben wenig bekannt sind.

Gruß
Roland

aber Roland,

aber Anja,

um bei meinen Beispielen zu bleiben:
Warum dann „der Mond“ - „die Arbeit“

  • kommt bei Deinen Beispielen nicht vor.

wie sollten sie denn auch. Endet Mond etwa auf and? Oder Arbeit auf keit?

Ich weise hiermit ausdrücklich darauf hin, daß Substantive, die andere Endungen haben als die unter den Regeln aufgeführten, dann natürlich auch nicht unter die genannten Regeln fallen.

Also (für dich): Alles was unter eine Regel fällt ist regelmäßig!! Alles was nicht unter eine Regel fällt ist nicht regelmäßig!!!

Aber ich bin sicher, daß das sogar die Amis im Anfängerunterricht verstehen ohne darauf explizit hinzuweisen.

Also doch büffeln - oder gibt’s eine darüber hinaus gehende
Begründung?

Da mein erstes Posting für manche User wohl aus zu vielen Informationen bestand, erlaube ich mir daraus zu zitieren:

Es ist schon richtig, dass man den Artikel immer gleich mitlernen sollte. Es ist die beste Methode.

Interessiert:

Das ist schön :wink:

Gruß
Roland

Hallo Heinrich!

Interessant dabei, dass mit Namen versehene Schiffe nicht
„it“, sondern „she“ erhalten (gleiches gilt wohl auch für
Staaten - Englischkenner, verbessert mich, falls ich Müll
verbreite! :wink: )

Nö, das ist schon richtig. Bezieht sich außerdem auch auf das Boot oder Schiff als solches, also nicht nur auf die mit Namen. „Look at this boat! Isn’t she beautiful?“
Außerdem ist’s auch so, dass sich auf Tiere, die ja offiziell Neutrum sind, im Alltagsgespräch meist mit „he“ oder „she“ bezogen wird. Und das nicht nur bei Haustieren, wie ich es schon mal gelesen habe, sondern auch bei wilderen Arten. The spider - he. The tiger - he. etc.

Schönen Gruß,
Christiane

Hi Harald,

vielen Dank fuer Deine Ermunterung.

Meinen Eintrag in „Persoenliches“ habe ich auch schon geaendert.

Nochmals, thanks
Andrea

Bernhard

Hi Bernhard,
vielen Dank fuer Deinen Eintrag, falls ich es richtig gemacht habe (bei Experten FAQS unter Suche 188 eingegeben). Weiss ich jetzt auf jeden Fall in allen Sprachen der Welt was „Ich liebe Dich“ heisst. Sowie den Unterschied zwischen Hochdeutsch und Dialekt.

Habe ich jetzt was falsch gemacht oder ist es evtl. eine andere „frequently asked question“ Nummer?

Andrea

Hallo Andrea,

vielen Dank fuer Deinen Eintrag, falls ich es richtig gemacht
habe (bei Experten FAQS unter Suche 188 eingegeben). Weiss ich
jetzt auf jeden Fall in allen Sprachen der Welt was „Ich liebe
Dich“ heisst. Sowie den Unterschied zwischen Hochdeutsch und
Dialekt.

Das war nicht meine Absicht. Ich hatte bei „Experten FAQs“ die „deutsche Sprache“ angewählt, und da steht ziemlich weit unten „Genusregeln der Deutschen Sprache [FAQ:188] (13.5.2002)“. Jetzt muss ich es doch mal mit deiner Methode probieren.

Gruß, Bernhard

Hallo Andrea,

gern geschehen.

So long

MainBrain

Hi!

Feminina sind:
ade (Schokolade), age (Garage), ei (Bücherei)…

Wachtelei?
:wink:))

Gruß,
Iceman