Der einzig wahre Märtyrer

Am Anfang war er noch glücklich…
Es ging ihm ja auch gut…
Er zog friedlich seine geregelten Bahnen. Zufrieden und ungestört.
Gelegentlich fror er ein wenig und war einsam, doch die Sonne wärmte und umschmeichelte ihn.
Er hatte viel Platz für sich und andere und ein wohlwollendes und gutes Herz.
Seine Freunde waren um ihn herum.

Doch dann, eines Tages, geschah etwas. Eine Veränderung.
Unmerklich und doch spürbar.
Er hatte bis dato kaum schlechte Erfahrungen gemacht, deshalb liess er es zu – das Leben.

Er hatte einen Fehler begangen, der blaue Planet, aber das wusste er zu diesem Zeitpunkt noch nicht…
Mit seiner Standortwahl im Universum hatte er perfekte Lebensbedingungen geschaffen für diverse Spezies, die sich ungehindert auf seiner Oberfläche ausbreiteten.
Die verschiedenen Spezies lebten eine gewisse Zeit friedlich nebeneinander her, alles schien harmonisch und gut.
Doch dann geschah die Katasprophe! Eine neue Spezies machte sich auf ihm breit. Eine Spezies, die sich nur kurz entwickeln musste, bis sie sich endlich als das Maß aller Dinge betrachten konnte.

Von nun an war er nur noch Wirt für diese Spezies, nichts weiter – und darüber war er sehr traurig, denn diese Spezies war gemein, bösartig und kriegerisch. Sie hatte auch keinen Sinn für seine bescheidenen Belange, aber er war schon zu geschwächt für eine effiziente Gegenwehr.
Die Spezies beschloss, ihre Entstehung als göttlichen Willen zu erklären, um die Daseinsberechtigung der anderen Spezies als „Zufall“ zu deklarieren.
Dieser Gott war immerhin so weise, die einzig relevante Spezies nach seinem Abbild zu erschaffen.

Die Spezies war aber nicht sehr clever, denn schon bald stritt sie sich um ihren Schöpfer.
Nein, nicht um den blauen Planeten, sondern um ihren Gott.
Manche fanden, daß ein Gott nicht mächtig genug war, ein solches Wunder zu bewirken, deshalb hatten sie mehrere Götter, die sie anflehten.
Andere wiederum glaubten an denselben Gott, nannten ihn nur anders.

Da die Spezies nichts zu tun hatte, beschloss sie, sich zu bekriegen und gegenseitig zu töten, um herauszufinden, welcher Gott der Beste sei.
Keiner dieser Götter wollte sich selbst mit diesem Thema beschäftigen, deshalb liessen sie die Spezies gewähren.
Ein Teil der Spezies baute Kirchen, ein anderer Teil Moscheen, und wieder ein anderer Teil schnitt Hühnern die Köpfe ab.
Irgendwo mussten sie doch stecken, die angebeteten Götter…?

Als sich die Spezies keinen Rat mehr wusste und immer mehr Narben in das Gesicht des blauen Planeten schlug, beschloss dieser zu handeln.
Er löste ein One-Way-Ticket und mit einer letzten Träne im Auge raste er in Richtung Sonne, um dort in einem Feuerball zu verglühen.

Dies gefiel den Göttern und sie klatschten begeistert Beifall – auch wenn nur sie selbst ihn hören konnten…

von: VERITAS.

Wirres Zeug (oT)
.

Wenn Du meinst…
…Ich will Dir da in nichts reinreden

Nur eines - als Tip : Dein Motto in der Visitenkarte…

„Tempo fugit“ ???
Meinst Du echt „Die Geschwindigkeit verfliegt“ ???

Oder nicht eher doch :
„Tempus fugit“ oder ? „Die Zeit verfliegt“ ???

Klingt tiefschürfender…

Gruss,
Jürgen

Tempo fugit.
Hi, Jürgen.
Sooo tiefschürfend würde ich „Tempo fugit“ gar nicht deuten.
Im lateinischen darf man ja ruhig etwas „freier“ übersetzen :smile:) , deshalb würde ich eher sagen Zeit läuft.

Einverstanden?
Gruß und nettes WE von Veritas

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Ach, weisst du… (m.T.)
Hi, Django.

Eigentlich wollte ich mein obiges Posting nicht großartig erklären (müssen), aber irgendwie habe ich jetzt aufgrund deines aussagefähigen Antwortpostings doch Lust dazu bekommen :smile:

Unschwer geht aus meinem Posting hervor, daß ich gläubiger (kein fanatischer) Atheist bin - und das eigentlich schon immer.
Nach den Terroranschlägen in den USA, hinter denen eindeutig auch religiöse Motive stecken, habe ich mich (wieder einmal) gefragt, wozu die Menschheit eigentlich Religionen - noch dazu verschiedene - braucht?

Die Geschichte lehrt, daß sich die Menschen seit Jahrtausenden aufgrund ihrer unterschiedlichen Glaubensrichtungen immer wieder gegenseitig abschlachten.
Und seit Jahrtausenden lernen wir nichts dazu. Jetzt ist es also wieder so weit…
Wieder ein heiliger Krieg , den die Menschheit nicht braucht!!!

Ich habe nichts gegen den friedvollen Muslim, der sich x-mal täglich nach Mekka verbeugt. Oder gegen den Christen, der 1-mal im Jahr (nämlich Weihnachten) die Kirche stürmt, um sich vor Gott als guter Christ zu präsentieren.
(„Hoffentlich sieht Gott, daß ich eine Kerze für ihn anzünde…“
„Hoffentlich hat Gott die Hand, die jetzt die Kerze entzündet, vorhin nicht unterm Christbaum wichsen sehen…“)

Sollen sie sich an ihren Glauben klammern, wenn´s Ihnen hilft.
Dagegen habe ich nichts einzuwenden. Wohl aber, wenn man für seinen Glauben bereit ist, andere Menschen in die Luft zu sprengen!!

Ab hier kann ich nichts gutes mehr an diesen religiösen Ansichten finden!.
Ich zum Beispiel würde für meinen „Glauben“ nicht wirklich mit einer Bombe unter´m Kittel zum Oktoberfest schleichen, um mich im Looping des EuroStar mit UNGLÄUBIGEN zusammen in die Luft zu jagen…
Entschuldigung, ich schweife ab…
Mit meinem Posting wollte ich in Form einer kleinen Fabel bildlich darstellen, wohin religiöser Wahn führen kann. Denn wenn wir uns schon nicht mit Klimakatastrophen, Rinderwahn und Schweinepest schnell genug ausradieren können, dann vielleicht mit einem weiteren Krieg (der dann im Unterschied zu früher sicherheitshalber heute mit Atombomben, chemischen und biologischen Waffen ausgetragen wird, damit´s schneller und effizienter geht).

Dies zu beschreiben (und natürlich auch zu dramatisieren) war mein Ziel.
Die Sichtweise mag zwar pessimistisch sein - aber wirklich „wirres Zeug“?
Oder lag´s an der Uhrzeit? Oder am Plant? War ich unzurechnungsfähig?
Daß dir meine Geschichte nicht gefallen hat, damit werde ich in Zukunft leben müssen (und können). Aber deiner ViKa entnehme ich, daß du Rechtsanwalt von Beruf bist, und da hätte ich von einem Guten wenigstens ein kurzes Plädoyer für seine Behauptung erwartet.

Meine Ausführungen sind damit vorerst beendet.

Allen Anwesenden ein nettes und friedvolles WE.

Veritas.

…Ich will Dir da in nichts reinreden

…aber inspiriert hast du mich…

Nur eines - als Tip : Dein Motto in der Visitenkarte…

„Tempo fugit“ ???
Meinst Du echt „Die Geschwindigkeit verfliegt“ ???

Oder nicht eher doch :
„Tempus fugit“ oder ? „Die Zeit verfliegt“ ???

Klingt tiefschürfender…

Gruss,
Jürgen

…die Bemerkung zugunsten einer Sinnverdeutlichung abzuändern…
…aber sieh selbst… (*g*)

Gruß und Dank von
Veritas.

…Ich will Dir da in nichts reinreden

…aber inspiriert hast du mich…

Dann bin ich ja zufrieden… wenns was Gutes bewirkt hat.

Gruss,
Jürgen