Der Florian

Nu is er also weg, der Florian.
Wäre ja auch noch schöner gewesen, selbst Beraterverträge in Millionenhöhe abzuschliessen und die Arbeitslosenzahlen trotzdem nach oben zu drücken.
Immerhin hat er es in seiner Amtszeit geschafft, den Namen von Bundesanstalt für Arbeit in Bundesagentur für Arbeit zu ändern.

RESPEKT.

Danke Florian, Du wirst schon was neues finden und zur Not setzt Du Dich mit der Abfindung in Millionenhöhe die Du bestimmt bekommen wirst einfach zur Ruhe.
Kannst ja mit den Kollegen von Mannesmann,Ron Sommer und den alten Holzmann Vorständen irgendwo ne nette Strandbar aufmachen. Aber sucht euch ein Land, in dem man keine Steuern zahlen muss. Wäre doch schade um das schöne Geld.

So und nun zum Sinn des Potings:
Glaubt irgendwer, dass der neue es besser macht?
Kann sich durch die Ablösung was ändern und wieviel Mille bekommt er wohl von unseren Steuergeldern?

Schöne Grüße
Jörg

Ein paar Millionen sind angemessen.

So und nun zum Sinn des Potings:
Glaubt irgendwer, dass der neue es besser macht?

Die Arbeitsmoral und Arbeitsgeschwindigkeit der
( aehm… soll ich die BA-mit*arbeiter* nennen?
nennen wir sie lieber) BA-Beamte, wird sich durch
einen neuen Scheff nicht verändern. Da wird also
nichts zu holen sein, aber…

Das Bild in der Öffentlichkeit kann der Nachfolger
eigentlich gar nicht mehr schlimmer machen :smile:

Also: Ich glaube, er wird es besser machen.

Kann sich durch die Ablösung was ändern und wieviel Mille
bekommt er wohl von unseren Steuergeldern?

F. hats doch selbst gesagt: Die BA verpulvert sowieso
50 Milliarden Euro, da sind ein paar Millioenchen
absolut angemessen.

Gruss, Marco

Hi,

meine Meinung ist inzwischen daß nicht der Florian, der Gerhard oder die Ulla Schuld an allem sind, es ist die Entwicklung, in die dieses ganze Land inzwischen gedriftet ist.

Ich greife mir an den Kopf wenn ich lese daß 4 Millionen Arbeitslose auf der Straße stehen, aber andererseits nicht genügend Menschen arbeiten um demnächst alle Renten zu bezahlen.

Ich greife mir an den Kopf wenn ich lese daß 4 Millionen Arbeitslose auf der Straße stehen, aber der Wirtschaft die qualifizierten Mitarbeiter fehlen.

Ich greife mir an den Kopf wenn ich lese daß qualifizierte Facharbeiter fehlen, aber Menschen über 25 Schwierigkeiten haben einen Job zu finden - wegen ihres Alters.

Ich frage mich wieso in Skandinavien jeder Erwerbstätige innerhalb von 10 Minuten seine Steuererklärung übers Internet abgibt, während hier entweder stundenlange Arbeit oder Steuerberater vonnöten sind.

Ich frage mich wieso in mindestens 2 Unternehmen, die ich sehr genau kenne, aufwändige und teure Qualitäts-Sicherungssysteme eingeführt werden, außer dem immensen Aufwand für jeden Mitarbeiter die Qualität der Dienstleistungen und Produkte aber nicht gestiegen ist.

Und so könnte ich nur seitenweise weitermachen. Ich glaube daß, wenn man hierzulande nicht wesentlich lockerer und unkomplizierter wird, sich der ganze Laden hier früher oder später selber ausmendelt. Der Trend nicht mehr an der wirtschaftlichen oder technologischen Spitze zu sein - wo Deutschland seinerzeit mitgemischt hat - zeigt sich ja jetzt schon.

Diese Entwicklung ist aber gesamtgesellschaftlich zu sehen. Ein einzelner Florian ist daran nicht Schuld, obwohl er kräftig mitgemischt hat: wozu braucht seine Behörde überhaupt Beraterverträge? Gab es in seinem Laden unter 90.000 Mitarbeitern oder unter 4 Millionen Arbeitslosen niemanden, der die Kompetenz gehabt hätte genauso gut zu beraten wie man das nun mit den Verträgen, über die Florian gestolpert ist, erkaufen wollte? Kann ich mir nicht vorstellen…

Der Florian wird jetzt ausgetauscht gegen eine andere Figur, die genauso gut oder schlecht ist und am Ende auch nichts ändern wird.

Manchmal überlege ich mir ob ich nicht auch weggehen sollte, irgendwohin, wo vielleicht die Infrastruktur nicht so ausgebaut ist wie hier, wo man aber unter dem Strich wesentlich angenehmer und ruhiger leben kann und den ganzen Zirkus nicht mehr mitmachen muß.

MecFleih

Hi!

Nu is er also weg, der Florian.
Wäre ja auch noch schöner gewesen, selbst Beraterverträge in
Millionenhöhe abzuschliessen und die Arbeitslosenzahlen
trotzdem nach oben zu drücken.

Das sind doch alles nur vorgeschobene Gründe, dieses ganze Getue um die Beraterverträge, um die Millionensummen und was sonst noch durch den Blätterwald rauschte. Wann fängt man endlich an - hier und auch anderswo -, mal darüber nachzudenken, wer wirklich einen Vorteil davon hat, dass Gerster gegangen wurde?

Die BA war und ist eine Gelddruckmaschine auf Staatskosten für bestimmte Kreise - und Vertreter dieser Kreise sitzen in jenem Aufsichtsrat, der jetzt angeblich zu keiner vertrauensvollen Zusammenarbeit mit Gerster in der Lage war (logisch, wenn Gerster denen den Geldhahn zudrehen will).

Ich jedenfalls habe laut gelacht, als Gewerkschaftstante Engelen-Kefer loswetterte. Ausgerechnet die!

Nur zum Verständnis: jedes Jahr gibt die BA zig Millionen für die Weiterbildung von Arbeitslosen aus. Wer ist Hauptempfänger dieser Gelder? Richtig, Weiterbildungsunternehmen, die den Gewerkschaften nahe stehen oder gar den Gewerkschaften gehören, z.B. die Deutsche Angestellten-Akademie (DAA), die zur mittlerweile im DGB aufgegangenen DAG gehört. Nun taucht da ein Florian Gerster auf und zieht drastisch die Zügel an: die Weiterbildungsveranstaltungen werden nur noch dann von der BA bezahlt, wenn von den Teilnehmern ein bestimmter Prozentsatz in die Berufswelt vermittelt wird. Boing! Plötzlich müssen Gewerkschaftsunternehmen erfolgsorientiert arbeiten. Hussa! Das gefällt den Gewerkschaftern aber gar nicht. Und schwupps sitzen sie bei Tante Engelen-Kefer auf dem Schoß, greinen und machen Randale: „Da brechen dem DGB ganze Pfründe weg!“

Logisch, dass Tante Engelen-Kefer Himmel und Hölle in Bewegung setzt, um den Verursacher der Millionenausfälle aus Amt und Mandat zu mobben. Irgendwo lässt sich doch bestimmt was finden, was man der Öffentlichkeit zum Fraß vorwerfen kann. Beliebt sind in solchen Fällen Beraterverträge. Denn Berater sind Blutsauger, Arbeitsplatzvernichter, Hassobjekte. Das ist es doch. Hosianne, kreuziget ihn!

Der Rest ist schnell vollbracht. 39 öffentliche Peitschenhiebe für Gerster, Schulterschluß der Beteiligten mit Neuverteilung der Pfründe nach dem altbekannten Krähenprinzip (vermutlich einer der Gründe, warum auch die letzten Unterstützer im Aufsichtsrat umgefallen sind). Es muß sich was ändern, und doch bleibt alles, wie es ist. Die drohenden Konkurse der gewerkschaftsnahen Weiterbildungsinstitute sind abgewendet, der Beelzebub ist ausgetrieben, ein neuer König von Engelen-Kefers Gnaden kann gewählt werden.

Es ging weder um die Berater noch um irgendwelche rechtlichen Fehler in den Verträgen oder um die Person Florian Gerster. Es ging ausschließlich um einen dicken, fetten Geldtopf, der plötzlich gedeckelt werden sollte.

Wer also zieht seine Vorteile daraus, dass Gerster gegangen wurde?

Grüße
Heinrich

Bauernopfer
Gerster hat sich einfach selbst viel zu schlecht beraten lassen. Jemand hätte ihm mal sagen sollen, dass Arroganz immer schlecht rüberkommt.
Ich hoffe, die Bundesregierung setzt dieser verkrusteten BA jetzt einen vor die Nase, der noch viel krasser durchgreifen will und den Leuten, die jetzt den Gerster gemobbt haben, zeigt, dass das Spielchen nicht von Erfolg gekrönt sein wird.
Aber tjaha, wo kämen wir denn da auch hin, wenn Beamte auf einmal Leistung bringen müssten. Erfolgsquoten aufweisen sollen. Aktiv sein sollen. Egal, wer da jetzt hinkommt, er wird vor dem gleichen Problem stehen - einer Behörde, die sich Reformen verweigern will.

Gruß

FULL ACK !!!

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