Hallo,
Tja, da darf man nur nicht vergessen dass es auch Leute gibt,
die eine Autobatterie beim Abklemmen schonmal versehentlich
mit dem Schraubenschlüssel dabei kurzgeschlossen haben.
nicht zu schweigen von jenen, denen eine auf ihren Fuß fiel, oder die gar einen Finger in die Säure gehalten haben
. Allerdings sind das andere Sachverhalte, als ihre Pole anzufassen. Dasselbe gilt für einen Kurzschluss, auch wenn ich zugebe, dass das nicht jeder technisch Unkundige auseinanderzuhalten vermögen dürfte.
Jetzt erklär jemandem der diese Erfahrung gemacht hat dass 30 V,
also zwei Autobatterien in Reihe, bedingungslos ungefährlich
sind! Es kommt dabei wohl doch sehr darauf an von was, über
was und mit wem man spricht.
Selbstverständlich, und aus diesem Grund muss dem Adressat klar sein, dass sich die Ungefährlichkeit auf die Berührung zweier Leiter mit 30 V Potentialdifferenz bezieht – nichts sonst. („Potentialdifferenz? Hä?“ lach)
Natürlich ist es bedingungslos ungefährlich mit den beiden Fingern
Deiner Hände an die Pole einer Autobatterie zu fassen.
Ich fühle mich verstanden 
Daraus darf man aber nicht schließen dass eine Autobatterie an sich
ebenfalls ungefährlich ist wenn es beispielsweise zu einem Kurzschluß
kommt.
Nein, natürlich nicht.
Aus diesem Grund bin ich mit solchen Pauschalaussagen
inzwischen sehr vorsichtig geworden und verwende Sie meist nur
noch in entsprechenden Schachtelsätzen mit ergänzenden
Hinweisen, damit sie nicht mißverstanden werden.
„Pauschalaussage“… *grmpf* Berücksichtige mal, dass mein Posting ja auch nicht an irgendeinen Laien, sondern einen – immerhin – theoretischen Physiker gerichtet war. Ich denke, da darf man die Kenntnis des Unterschieds zwischen Anfassen und Kurzschließen erwarten.
Und jetzt drück mal Deine Zunge auf die beiden Kontakte.
Spürst Du immer noch nichts? 
Oh doch, es „schmeckt“ und zwar sauer-salzig, weil die Rezeptoren auf der Zunge für diese beiden Geschmacksqualitäten über sogenannte Ionenkanäle funktionieren. Deshalb reagieren sie empfindlich auf einen elektrischen Strom durch das Zungengewebe und leiten einen entsprechenden Reiz an das Gehirn.
Der Strom, der durch Deine
Arme fließt, ist zu klein.
Aber auch nur weil ein menschlicher Arm im Durchschnitt einen
Widerstand von 1000 Ohm hat und bei zwei Armen somit ein
Gesamtwiderstand von 2 kOhm zwischen den Polen der Batterie
liegt.
„…auch nur…“? R ist doch neben U die einzige Größe, die I bestimmt.
Beim Zigarettenanzünder verhält es sich genauso.
Bei dem Zigarettenanzünder liegen aber immerhin keine zwei
Arme zwischen den beiden Kontakten sondern nur ein nasser
Finger, der eine Strecke von einigen wenigen Zentimetern
überbrückt. Lassen wir es mal eine Salzlösung sein - einen
Unterschied zum vorherigen Beispiel wirst Du sicher spüren.
Auch wenn es nicht tödlich ist, es ist auf jeden Fall nicht
ungefährlich und kann bei längerem Kontakt unter Umständen
auch zu Verbrennungen auf der Haut führen, je nachdem wie groß
der Widerstand dieser Finger-Strecke ist.
Hm, da fehlt mir ehrlich gesagt doch ein wenig der Glaube. Verbrennungen? Hast Du einen Beleg dafür?
Arms oder Beins, und zwar schreibt man jeder Extremität einen
Widerstand von 600 Ω zu.
Zu meiner Lehrzeit waren es noch 1000 Ohm,
Hoppla…
aber vielleicht sind die Menschen heute doch schon leitfähiger als
früher geworden weil sie dauernd mit Handys, MP3-Playern und anderem
Schnickschnack verkabelt sind.
.
Also ich tippe eher auf dieses Fastfood… oder so… 
Gruß
Martin