Hallo zusammen,
mich würde mal interessieren, warum der Föhn der in die
Badewanne fällt tötlich sein soll.
Eigentlich hat das Wasser doch, wenn der Föhn in der Wanne
liegt überall das gleiche Potential. Dann sollten durch meinen
Körpen keine gefährlichen Ströme fließen können. Also wie beim
Faradayschen Käfig.
Wo ist mein Gedankefehler ?
Besser: Wie groß mein Gedankefehler ?
Antwort: Gewaltig
Stellen wir uns unseren Kosmos als einen gewaltigen Faradayschen Käfig vor. Da wir in unserem Kosmos wie in einer Badewanne sitzen, bräuchten wir uns, dem Gedankenfehler folgend, keine Sorgen mehr um terrestrischen Spannungs- und Blitzschutz machen.
Falls das nicht deutlich war: Nur weil die Fassade eines Hauses aus Blech ist, darf man im Innern nicht gleich auf den FI-Schutz verzichten.
Oder: Wer’s nicht glaubt, soll bei nächster Gelegenheit in seinem Auto seinen Finger in die Öffnung des Zigarettenanzünders stecken. (Bitte nicht tun - wenn doch, dann nur als Gedankenexperiment, denn die Folge könnte fatal sein bei 12 Volt und 8 Ampere!) Man stellt fest, dass das Blech im Äußeren nicht vor Dummheiten im Innern feilt.
Oder: Nur weil auf der Hülle eines Tankes „Hält Gase ab“ steht, bedeutet es nicht, dass man den Tank beim Reinigen mit dem Feuerzeug ausleuchten dürfte.
Ich gebe durchaus zu, dass eine gusseiserne Badewanne als Faradayschen Käfig wirken kann. Aber eher für den, der den Föhn hinein wirft, nicht für den, der dort im Wasser sitzt.
Der Faradayschen Käfig ist eine geschlossene Metalloberfläche. Löst man das elektrostatische Problem: Ladungen im ÄUSSERN + geschlossene Metalloberfläche, dann stellt man fest, dass sich im LADUNGSFREIEN INNERN die Kräfte durch das äussere Feld aufheben.
Sind hingegen die Ladungen im Innern, werden deren Feldkräfte nach außen abgeschirmt. Das Phänomen setzt man z.B. bei den Schaltnetzteilen ein und bei PC’s ein - den PC würde man sonst im Radio hören, wenn man {unsigned long x = 0; while(!(x++