und wieder einmal jährt sich völlig überraschend der Geburtstag meines Stiefvaters, und zu allem Überfluss rundet er sich dabei auch noch (der Geburtstag, nicht der Stiefvater).
Nun ist der Guteste einer jener Männer alten Schlages, welche sich für nichts, aber auch gar nichts interessieren - außer vielleicht Alkoholika.
Weshalb ich auch irgendwann begonnen habe, ihn mit selbst hergestellten Likören zu beglücken.
Diese Tradition möchte ich gerne fortsetzen (schon allein, weil mir immer noch nichts Besseres einfällt), allein es soll doch ob des besonderen Festtages auch ein besonderes Gesöff werden, sprich: auf jeden Fall die trinkbare Schwarzwälder Kirschtorte von letztem Jahr toppen.
Zusatzanforderungen wären: möglichst badisch und möglichst schnell zubereitbar.
Hat einer von Euch eventuell eine glorreiche Idee?
Wenn Cassis de Dijon als Likör durchgeht, muss Limoncello auch. Und Limoncello ist das herrlichste, was ein Sprit-Kabinett zu bieten haben kann! In der Schweiz ist er zwar gewöhnlich, in Deutschland aber vielleicht besonders, ich weiss es nicht …
Meine Kollegin hatte letztens nen leckeren dabei (zum Probieren natürlich, nicht dass ihr meint, wir würden trinken auf Arbeit :
Spekulatius-Likör (zB http://www.chefkoch.de/forum/2,2,496586/SpekulatiusL…) das Rezept in Klammern kommt ohne Nutella Nuss-Nougat-Creme aus, meine aber, dass in dem den ich probiert habe, welches drin war. musst du, wenn´s in Frage kommt vielleicht mal googeln.
Hat einer von Euch eventuell eine glorreiche Idee?
zwar kein Likör, aber so was von WUMM!
Doppelkorn und eine Knolle Knoblauch.
Etwas Doppelkorn aus der Flasche kippen und mit geschälten Knoblauchzehen auffüllen.
Wenn es wirklich krachen soll, die Zehen halbieren.
Vorsicht! Waffenscheinpflichtig!
Aber im Umkreis von Meilen wird sich kein Vampier mehr blicken lassen
hmm, also mit nem Rezept kann ich Dir nicht weiterhelfen. Die Eltern haben mal irgendwas mit Sauerkirschen und Vodka veranstaltet, das bei ziemlich allen Leuten ausser mir tierisch gut ankommt. Wenn sich niemand mehr rührt, kann ich das Rezept gern mal erfragen.
Aber wie wäre es denn, wenn Du dem guten Herrn nicht nur eine Flasche Likör (egal nu was für einer) überreichst, sondern einen „Sonderjahrgang > Spätbadenser Alptraumquell“ oder so. Dieses Gebräu wird dann in kleine Fläschle abgefüllt und den stolzen Partygästen dann entweder als Tischkärtchen oder zum Abschied oder sonstwann überreicht. Und er kriegt das gleiche dann in ner grossen Pulle.
Weiss nicht, ob Dir das weiterhilft, ich wollte’s einfach loswerden.
Und wenn ich dann noch Deinen mit Petzis Vorschlag verwurste und das Gesöff in guter badischer Bauerntradition in üppigen Mengen in der versammelten Familienrunde herumreiche, kann es sehr gut sein, dass die Festivität ein erfreulich vorzeitiges Ende findet. ;o)
da ich, wie ich gestehen muss, ein derart gestörtes Verhältnis zu Autoritäten habe, dass ich mich grundsätzlich an kein Rezept halten kann, so wie es auf dem Papier steht - noch nicht einmal dann, wenn ich diejenige war, die es aufgeschrieben hat - habe ich, ehrlich gesagt, einfach den Likör zusammengerührt, ohne irgendwelche Notizen zu machen. *schäm*
Es war aber ein Likör auf Eigelb-Sahne-Basis, dazu Puderzucker, Kakao und Vanille, und aufgefüllt wurde das Ganze mit gutem Schwarzwälder Kirschwasser.
Am Anfang war das Gesöff sehr flüssig, aber nach ein paar Wochen war es so fest, dass man es im Glase vorsichtig mit Sahne und Schokosplittern dekorieren konnte.
Schnurrigsten Dank an alle!
Da sind ja schon ein paar leckere Sächelchen zusammengekommen.
Allerdings würde ich mich noch über Vorschläge freuen, welche den ‚badischen‘ Aspekt etwas betonen würden - der gute Mann ist bekennender Lokalpatriot und trinkt aus Prinzip keinen ‚welsche Seich‘.
Mir schwebt da vage etwas auf Basis eines Obstschnapses vor, allein, die Inspiration will nicht so recht über mich kommen…
Hier noch etwas von mir, braucht aber etwas Vorlaufzeit:
Nussgeist
½ kg reife Nüsse
1 l Ansatzkorn (38 – 42 %)
Nüsse auslösen, Kerne mit Korn für 6 – 8 Wochen im geschossenen Gefäß warm stellen und wöchentlich schütteln.
Der Ansatz wird schön braun und sollte intensiv nach Nüssen duften. Filtrieren und in Flaschen abfüllen, einige Wochen im Keller nachreifen lassen. Schmeckt leicht bitter, herb und ölig. Eventuell nach Geschmack nachzuckern.
Betont vielleicht Lokalaspekt, alles heimische Zutaten.
den Limoncello mache ich ganz gerne selbst. Allerdings geht das auch mit Orangen oder Basilikum. Sehr gerne mache ich Nusslikör (aus grünen Walnüssen). Das derzeit schärfst was ich anzubieten habe, ist ein Chilli-Likör. Da brennen die Augen schon beim Einschenken. Demnächst versuche ich mal, den calabresischen Lakritzlikör nachzumachen.
Danke, berechtigter botanischer Einwand! Hab das Rezept aus einer Radiosendung und bin sicher, dass man die Frucht der Walnuss, Juglans regia, gemeint hat.