Hallo, Biker!
Wenn ich meinen Roller beim Rangieren rückwärts schiebe, hat er einen deutlich kleineren Wendekreis, wenn ich ihn stark auf mich zu, also auf die Innenseite der Kurve, neige. (Gerade fällt mir auf, daß ich es vorwärts so noch nicht verglichen bzw. ausprobiert habe.)
Hat das jetzt mit dem Nachlauf in Schräglage (ändert sich der da überhaupt?) oder doch eher mit dem Lenkkopfwinkel zu tun?
Vielen Dank für Eure Antwort!
Kai-Reginald (der auch schon eine VT 500 E besaß - und auch fuhr)
P.S. Besonders bin ich auf die Antwort derer gespannt, die es empirisch mit der „Gold-Wing“ ausprobiert haben. Ist ja schließlich der gleiche Hersteller (fahre Honda Lead 100)
Öhm also, also Nichtfachmann sag ich jetzt mal, dass das mit dem Neigungswinkel und dem entsprechenden Winkel der Räder zur Straße zu tun hat.
Du belastet die Räder ja quasi noch weiter innen, hast also ergo nen kleineren Wendekreis ( als Du es beispielsweise beim Fahren zu Stande brächtest ). Die Innenseite der Reifen wird stärker belastet, hat also nix mit dem Lenkkopfwinkel zu tun.
Sag ich jetzt mal so aus der Logik raus ( und hat nix mit dem Hersteller zu tun!! ).
Greetings
funny
Moin!
Hat das jetzt mit dem Nachlauf in Schräglage (ändert sich der
da überhaupt?) oder doch eher mit dem Lenkkopfwinkel zu tun?
Stell’ Dir den Extremfall vor: Lenker Volleinschlag, Mopped liegt. Stell’ Dir weiterhin vor, daß durch den Lenkeinschlag das Hinterrad gerade noch den Boden berührt. Der Kurvenradius ist nun genau der Abstand zwischen den Aufstandpunkten.
Steht die Fuhre senkrecht, ist es hingegen ein Kreis, bei dem die Reifenfluchten Tangenten sind, also wesentlich größer. Fazit: Je mehr Schräglage, desto kleinerer Wendekreis.
Munter bleiben… TRICHTEX
Moin!
Hat das jetzt mit dem Nachlauf in Schräglage (ändert sich der
da überhaupt?) oder doch eher mit dem Lenkkopfwinkel zu tun?
Fazit: Je mehr Schräglage, desto kleinerer Wendekreis.
Übermoin!
Ich weiß, daß das von .„mojem Wind“ kommt, aber irgendwie machte Dein Schreibstil einfach Lust auf mehr!
Dein Fazit wiederholt doch genau, was ich gesagt habe. Ich suche aber Erleuchtung. Ich will Theorie! Also das große „Darum“. Wenn du jetzt denkst: Der Spinner gehört doch ins Religionsforum, liegst Du genau richtig
.
Nein, die endgültige Erklärung ist mir das irgendwie noch nicht, wenn auch der Ansatz zumindest interessant und zum Glück nachvollziehbar formuliert war. Danke erstmal
Kai-Reginald aus Franken
Du belastet die Räder ja quasi noch weiter innen, hast also
ergo nen kleineren Wendekreis.
Das würde sich jetzt aber im Zentimeterbereich abspielen (halbe Reifenbreite). Der Wendekreisunterschied ist aber viel deutlicher.
Die Innenseite der Reifen wird stärker belastet
Hat das mit dem Wendekreis zu tun?
hat also nix mit dem Lenkkopfwinkel zu tun.
Genau das denke ich aber, doch erklären kann ich es nicht.
( und hat nix mit dem Hersteller zu tun!! ).
Waaas, Honda hat nix mit Logik zu tun? 
Danke erstmal, Kai-Reginald, der weiter wartet
Hi!
Vielleicht hast du mit deiner Frage im Physik-Brett mehr Glück, solch eine Frage ist es ja im speziellen.
Ich möchte nur kurz anmerken, dass auch die Feder mitverantwortlich für den Kurvenradius ist.
Trial, 1. Stunde, wenn man das Gewicht nach vorne legt, lassen sich engere Radien fahren.
Grüße
Dusan
Hi!
Vielleicht hast du mit deiner Frage im Physik-Brett mehr
Glück, solch eine Frage ist es ja im speziellen.
Danke für den Tip, aber ein Motorradfahrer, der das Wort Physik schreiben kann ist mir immer noch lieber als ein Physiker, dem man erstmal ein Motorrad erklären muß 
Ich möchte nur kurz anmerken, dass auch die Feder
mitverantwortlich für den Kurvenradius ist.
Trial, 1. Stunde, wenn man das Gewicht nach vorne legt, lassen
sich engere Radien fahren.
DAS klingt doch schon mal gut, wohin führt das wohl noch? Ändert sich in diesem Moment nicht auch der Radstand? Der Lenkkopfwinkel auf jeden Fall, er wird bei eintauchender Gabel steiler, aber das könnte jetzt auch vom eigentlichen Thema wegführen.
Danke erstmal, Kai-Reginald
Moin!
Fazit: Je mehr Schräglage, desto kleinerer Wendekreis.
Dein Fazit wiederholt doch genau, was ich gesagt habe. Ich
suche aber Erleuchtung. Ich will Theorie!
Forscherdrang? Finde ich gut. Also betrachten wir die Beschreibung des Wendekreises als Kreis, bei dem die Radfluchten Tangenten sind, mal genauer. Lege ich die Fuhre schräg, ändert sich an der Radflucht des Hinterrades nichts wesentliches. Wohl aber an der des Vorderrades. Der Aufstandspunkt wandert weiter nach vorn, bezogen auf die Lenkachse, zwischen Lenkachse und Aufstandspunkt bildet sich also ein Winkel, der zu berücksichtigen ist. Das wiederum beeinflußt den Winkel beider Radfluchten derart, daß mehr Schräglage zu einem spitzeren Winkel führt.
Um nun eine Formel aufzustellen, wäre es sinnvoll, möglichst viele Variablen auszuschalten. Lenkwinkel, Federweg, Reifenbreite und was es sonst noch so gibt, sollen als konstant angenommen werden. Variabel sei nur die Schräglage.
Und was wollen wir ausrechnen? Genügt der Tangentenwinkel in Abhängigkeit von der Schräglage oder muß aus dem Tangentenwinkel der Durchmesser des Wendekreises berechnet werden?
Ist nicht ganz trivial, vielleicht genügt es aber auch, das Ganze an einem simplen Modell zu veranschaulichen - ein Stück Pappe, das auf einer Seite rund geschnitten wurde und vor der Rundung geknickt wird (das ist unser Lenkeinschlag). Zwei Lineale, geschickt an die Pappe angelegt, geben den jeweiligen Tangentenwinkel wieder. Mit einem Zirkel und einem Lineal werden dann die Kreismittelpunkte ermittelt und daraus die Kreise konstruiert. Dürfte recht anschaulich sein.
Munter bleiben… TRICHTEX
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oder muß aus dem Tangentenwinkel der Durchmesser des Wendekreises berechnet
werden?
Nein, rechnen muß ich nicht, aber die Ausschaltung von Variablen ist eine gute Idee! Mir geht es um das Verstehen des Prinzips, das hier vorzuliegen scheint.
vielleicht genügt es aber auch, das
Ganze an einem simplen Modell zu veranschaulichen - ein Stück
Pappe, das auf einer Seite rund geschnitten wurde und vor der
Rundung geknickt wird (das ist unser Lenkeinschlag). Zwei
Lineale, geschickt an die Pappe angelegt, geben den jeweiligen
Tangentenwinkel wieder. Mit einem Zirkel und einem Lineal
werden dann die Kreismittelpunkte ermittelt und daraus die
Kreise konstruiert. Dürfte recht anschaulich sein.
Wow - das ist einer der Gründe, warum ich so gern auf diese Webside komme! Vielen Dank, gehe jetzt basteln. Nur wo ich den Knick ansetzen muß, werde ich wohl erst herausfinden müssen.
Kai-Reginald
Munter bleiben… TRICHTEX
Diesen Gruß hätte ich auch gerne einmal verstanden!
Moin!
Munter bleiben… TRICHTEX
Diesen Gruß hätte ich auch gerne einmal verstanden!
Kein Problem, wenn Du Günther, den Treckerfahrer kennst: http://www.plattenguelle.de/html/home.html
Munter bleiben… TRICHTEX