Der Gral: Wie kommt man bei anderen 'an' wer hilft

Hallo

ich bin, im Gegensatz zu meinem Bruder, ein absoluter Einzelgänger.
Im Vergleich zu meinen ehemaligen Klassenkameraden kann ich aber sagen das meine Freundschaften, wenn auch wenige, noch existent sind und deren nicht mehr. Wobei auf der anderen Seite sie ( die Kameraden) natürlich neue und wahrscheinlich mehr aufbauten als ich in der Zeit.
Mache ich eine Schulung (und davon mache ich recht viel) bin ich schwer intigrierbar in die Klasse. Ist zum Beispiel ein zweier-Team angesagt dann begnüge ich mich mit dem Rest der Selektion oder der Rest mit mir (sichtweise). Das Schlimme daran ist dass das System hat: Ich lege auf wichtige Rituale keinen Wert und die Konsequenz ist das was ich bekomme.
Die Komplexität des Ganzen jedoch ist vielleicht zuviel um es hier zu beschreiben und es geht auch nicht um mich.

Es geht um einen 10 jährigen der gemobbt wird, das heisst sowohl psychisch wie auch physische Gewalt ausgesetzt ist.
Ich habe eine ganz konkrete Frage:
Der Junge interessiert sich nicht für die „normalen“ Sachen wie Fussball oder zocken. Wenn er in einer Gruppe ist z.B. in einem Verein dann findet er schlecht Anschluss. Wenn er dann in einem zweier Team starten soll dann findet er keinen Partner. Die anderen sind in dem Verein weil der Freund da rein ist, somit haben die ihren festen Partner. Um dann mitzuspielen muss er sich mit wesentlich jüngeren abgeben.

Da ich selbst diese „Probleme“ hatte bin ich recht ratlos.

Das Problem mobbing interessiert mich im Moment nicht so.
Mich würde viel mehr interessieren wie oder ob ich ihn dahin führen kann dass er mehr ankommt.

Meine Meinung: er ist sehr glücklich wenn er Experimente ausführen kann. Wenn er sein Ding machen kann.

Es kann nun sein das er recht intelligent ist. Ich bin aber der Meinung dass Intelligenz schwer zu bewerten ist. Wenn jemand gezwungen ist zu rennen dann braucht man sich nicht wundern wenn er schnell rennen kann. Er beschäftigt sich sehr viel mit Physik, Technik und Chemie, das er da gut ist ist also m.M nach kein Wunder.

Die Frage ist wie eröffne ich ihm den Weg in die soziale Welt?

Danke Daniel

Hallo,

ist er denn mit seiner situation (vom mobbing natürlich mal abgesehen) zufrieden, also ist er gerne einzelgänger ? Bist du es?
und wo genau liegen deine probleme genau? machst du dinge mit absicht „falsch“, um allein zu bleiben? dann wüßtest du ja, was er anders machen kann.

lg

brenna

es geht um einen 10 jährigen Schüler! bitte lesen
Hallo

nein ich bin es nicht.
Es geht um einen 10 jährigen Schüler in der Grundschule.

Sein Verhalten müsste man genauer analysieren. Aus meiner (kein fachmann) Meinung heraus kann es durchaus sein dass die Aktivitäten mit denen er sich beschäftigt eine Flucht sind.
Er hat schlafstörungen.

Er findet keinen Anschluss, er ist übrigens nicht mit mir verwandt.
Das sage ich deshalb weil ich ähnliche Kontaktprobleme in meiner Kindheit (bin mitte 30) hatte. Ich kann ihm deshalb keine Lösung für das Problem anbieten.
Ich habe die Erkentniss das ihm „Männerdinge“ vollkommen unbekannt sind, er wurde alleinerziehend erzogen. Ich bin Ausbilder kann also Jugendliche motivieren, kann in einer Gruppe Menschen „verdrahten“ und einbinden.

Was ich aber nicht kann ist jemanden beibringen wie man selbst zum Kontaktfreudigen Menschen wird.
Fachbezogen kann ich Kontakte knüpfen aber wenn ich irgendwo reingeschmissen werde (in eine Gruppe) habe ich selbst probleme, also kann ich nicht coachen.

Und ich denke bei einem Kind sind die Ratschläge auch anders.

Er ist in keinem Verein, neu zugezogen, und macht zwar einen Sport findet aber dort keinen Anschluss.

Würde mich wirklich freuen wenn mir jemand ein paar sinnvolle Tips geben kann. Er reichen auch Stichworte um zum Beispiel geeignete Literatur zu finden.

Im Konkreten geht es mir nur darum zu erfahren ob es eine Möglichkeit gibt ihn dahin zu führen das er Kontaktfreudiger wird das er seinen Stil etwas verändert. Klar ist es nicht sinnvoll ihm etwas aufzuzwingen, darum geht es nicht das will ich nicht, sondern ich will mit ihm etwas unternehmen um ihm Angst zu nehmen sein selbstwert zu steigern.
Ich denke das er sich etwas verändern muss, das er Dinge nicht erlebte und deshalb mit bestimmten Situationen nicht umgehen kann.

es geht mir nicht um das Mobbing das versuchen wir im Moment mit dem Lehrer in den Griff zu kriegen. Außerdem steht bald der Schulwechsel auf die weiterführende Schule bevor.

Hallo Daniel!

Super daß es so Menschen wie dich gibt!

Bin in meinem früheren Leben auch in diese Aussenseiten-Sitation gelangt und habe rausgefunden warum ich dort gelandet bin!

War als Kind immer der Meinung - andere Menschen wissen nicht wie ich über Sie denke und bin in eine Klasse gelandet die nicht so meine Interessen hatten wie ich und deshalb denkte ich über meine Schulkamaraden immer schlecht

Hätte ich das Bewerten meiner Kamaraden gelassen - hätte ich keine Probleme gehabt auch wenn ich es mir nur gedacht habe - denn Kritik kommt immer zurück

  • Das ist der Gral -

Mfg