Tatsächlich ist ein Wurmloch eine
besondere Form eines Schwarzen Loches.
Wuerde ich nicht so ausdruecken.
Es ist einfach eine Erweiterung der
„konventionellen“ Schwarzschildloesung,
welche schwarze Loecher beschreibt. Das
ganze ist so: In der allgemeinen
Relativitaettheorie gilt jedes Bezugssystem,
wirklich jedes, egal wie verrueckt ich die
Koordinatenachsen waehle, als gleichberech-
tigt, d.h. die physikalischen Gesetze sind
immer die gleichen. Nur um ein Beispiel zu
nennen, auch bei der Vetrauschung der Zeit-
koordinate mit einer Raumkoordinate muessen
die selben Gesetze herauskommen. Dies bringt
ein prinzipielles Problem der Wahl von
Koordinaten mit sich. Die Schwarzschild-
Loesung (schwarze Loecher) operiert mit
gewoehnlichen Kugelkoordinaten und einer
Weltzeit (die Zeit, die ein Beobachter in
Ruhe zum schwarzen Loch misst). Zu den
Kugelkoordinaten gehoert u.a. der Radius,
der von 0 bis Unendlich definiert ist.
Der Ereignishorizont R=2GM/c^2 ist eine
Stelle, an der die Schwarzschildloesung
singulaer ist (Ergebnis Unendlich). Es ist
jedoch moeglich, dieses Singularitaet
hinfortzufegen, indem man andere Koordinaten
anwendet. Durch ebensolche Koordinatentrans-
formationen ist es weiterhin moeglich, den
„Gueltigkeitsbereich“ der Schwarzschild-
Loesung zu erweitern (z.B. indem man, rein
theoretisch natuerlich, auch negative Radien
erlaubt).
Einstein und Rosen zeigten die Endform
der Raumkrümmung in einem Schwarzen Loch.
Zu Ihrer Überraschung öffnete sich das
Diagramm wieder und verband den Raum mit
einem anderen Paralleluniversum.
Genau das, was ich oben angedeutet habe,
ist hier zum Ausdruck gebracht. Die Idee
Paralleluniversum ist eine moegliche
Deutung der Rechenergebnisse. Jedoch die
Deutung von Ergebnissen in der allgemeinen
Relativitaetstheorie ist eine Wissenschaft
fuer sich, da ja, wie oben erwaehnt, die
Wahl des Koordinatensystems fernab von
jedem Bezug zu den gewohnten Raum- und Zeit-
koordinaten erfolgen kann.
Weiter Überlegungen zeigten, daß unter
bestimmten Umständen der Ausgang eines
solchen schwarzen Loches nicht in ein
Paralleluniversum enden muß, sondern auch
im eigenen Universum enden kann. Die
Grundidee eine Wurmlochs war geboren.
Hier gibt es jedoch ein gravierendes
Problem für einen potentiellen Reisenden.
In einem statischen Schwarzen Loch muß
auf dem Weg ins andere Universum die
Singularität gekreuzt werden muß.
Genau.
Die Singularitaet beim Radius 0 ist von
einer Natur, die nicht durch Koordinaten-
transformation beseitigt werden kann. Dies
ist keine Koordinatensingulatitaet (wie die
am Ereignishorizont) sondern eine
Singularitaet der Raumzeitkruemmung.
Nicht darueber nachdenken, einfach
schlucken!
Ein Ding der Unmöglichkeit derartiges zu
überleben. Aufregend ist jedoch, daß
dieses Problem theoretisch umgangen
werden kann wenn man dem Schwarzen Loch
eine Rotation zuordnet (Kerr-Newmann
Black Hole).
Kerrs Loesung zeigt, dass die Singularitaet,
die urspruenglich bei Radius=0 ist
ringfoermig wird. Durch den Ring koennte
man durchschluepfen, falls man die Gezeiten-
kraefte ueberlebt…
In diesem Objekten sind
Reisen in Paralleluniversen theoretisch
zulässig. Allerdings muß man dabei
bedenken, daß ein solches Objekt auch
eine wahre Zeitmaschiene ist. Denkbar
ist, daß man unser eigenes Universum
wieder betritt jedoch zu einem oder
verschiedenen Zeitpunkten.
Liegt daran, dass auf beiden Seiten
(schwarzes und weisses Loch) Ereignis-
horizonte sind. Ein Beobachter in Ruhe zu
einem nichtrotierenden schwarzen Loches
wird z.B. niemals sehen,
wie ein Raumschiff in ein schwarzes Loch eindringt. Das Schiff, bzw. dessen
Steuermann, wird sehr wohl erleben, dass
er den Ereignishorizont innerhalb einer
bestimmten Zeit durchschreitet. Der
Raumfahrer, der eine solche Reise wagt,
erlebt also einen voellig anderen
Zeitverlauf als ein Beobachter aussen.
Die Wissenschaftler gehen heute davon aus
das in der Realität fast alle Schwarzen
Löcher eine Eigenladung oder eine
Rotation besitzen. Kandidaten für
Schwarze Löcher kennt man heute zu genüge
und in den letzten Jahren erhärten sich
die Indizien, daß es sich bei den
Objekten tatsächlich um Schwarze Löcher
handelt. Das gilt vor allen Dingen für
die riesigen Objekte im Zentrum unserer
und anderer Galaxien.
Weisse und Schware Löscher bilden
demzufolge wahrsceinlich eine Einheit die
zwischen zwei Raum/Zeit-Gebieten
gleichzeitig existiert und dieser Zweite
Ort könnte in unserem oder einem
parallelen Universum sein und somit ein
und das selbe.
O.K.
Ich glaube das die Weissen-Löscher die
den Schwarzen-Löschern unseres Universums
zugeortnet sind, nur in einem parallelen
Negativuniversum mit negativer Raum/Zeit
liegen können.
Nacvh koennte die Erweiterung des
Loesungsgebietes auf negative Radien als
„negativen“ Raum ansehen. Doch das sind
alles nur Begriffe, die Frage ist doch, was
druecken die Loesungen aus, welche Dinge der
Realitaet beschreiben sie?
Die Weissen-Löscher
unseres Universums könnte man als
negative Schwarze-Löscher ansehen, die
sich von unserer Raum/Zeit und Materie
abstoßen.
Auch eine Frage der Vorstellung.
Abstossen wuerde ich nicht sagen, eher
ausstossen. Ich muss jedoch betonen, dass
weisse Loecher und Wurmlocher (Einstein-
Rosen-Tunnel) sehr theoretische Gebilde
sind. Nicht jede Loesung, die die allgemeine
Relativitaetstheorie erlaubt, muss real
existent sein. Schliesslich ist die
allgemeine Ralativitaetstheorie, trotz ihrer
Brillianz, auch nur ein Modell, welches mit
anderen darum konkurriert, die Realitaet
am besten zu beschreiben.
Nun eine revolutionäre abenteuerliche
These. Die abstoßenden Gravitationskräfte
zwischen den Weissen und
Schwarzen-Löchern führen zur Expansion
des Raumes. Expansion durch negative
Gravitation.
Noch nie davon gehoert.
MEB