Hallo Olli.
Warum sollten sie?
Die Juden sollten dies deshalb, da sie an
das Kommen eines Messias glauben,
der für die Christen eben Jesus ist.
Für Juden ist es offensichtlich, dass Jesus nicht der Moschiach war und sich auch nicht so verstanden hat. Aus diesem Grund hat man sich nur kurz mit ihm beschäftigt und anschliessend wichtigerem zugewahnt. Das Christentum kann keinen Beitrag für das Judentum leisten.
Umgekehrt stellt sich aber die berechtigte Frage, warum die Christen sich nicht mit der jüdischen Lehre beschäftigen, da diese ihren Messias ablehnt und gleichzeitig das Christentum zum Teil auf dieser Lehre aufbaut. Also wie ist es damit?
Dies meint, daß bei Grundlage von richterlichen Entscheidungen
Liebe und Barmherzigkeit sein sollten und nicht
Rachgier.
Ja.
Im AT heißt es doch „Die Rache ist mein, spricht der Herr“.
Eben, sind wir das, was hier mit „der Herr“ gemeint ist?
„Auge um Auge…“ würde sicher bedeuten, daß der Mörder
direkt exekutiert würde.
Nein, da dieses, wie geschrieben, nichts mit Strafrecht zu tun hat. Dazu gibt es zahlreiche anderen Stellen mit entsprechenden Kommentaren.
„Vergeßt ‚Auge um Auge…‘“ bedeutet, daß der Mörder
die Möglichkeit hat,in den harten Gefängisjahren zur rechten
Einsicht zu kommen, wenn er sich nicht gerade als
unverbesserlich erweist. Er kann sich also durch
Läuterung Gnade erwerben.
Interessant hierbei ist vielleicht, dass diese in den Städten lagen und sie dort mit den Lewijim zusammen gelernt haben.
Ein alltägliches Beispiel für den Sinn des obigen Lehrsatzes:
Wenn Dich jemand beleidigt, dann beherrsche Dich
und frage den „Übeltäter“, inwiefern du ihn möglicherweise
verärgert hast, wodurch er solches tat.
Solche Demut ist dem Judentum sehr wohl bekannt.
Gib einem Menschen, der um eine Gefälligkeit bittet, und
verschließe dein Ohr nicht demgegenüber, der von dir borgen
möchte.
Das ist nichts neues und ich bin dazu verpflichet.
Gut.
Was soll denn das jetzt heissen, hälst Du hier Gericht oder was? Wie ist es denn mir dir? Gehst Du an einem Bettler vorbei? Lädst Du Obdachlose zu dir nachhause ein? Wieviel Geld spendest Du für die Armen?
Auch nichts neues, wiederum eine Mitzwa (Gebot)
Gut.
Findest Du deine Behandlung hier angemessen? Willst Du so von mir behandelt werden?
Wir befinden uns gerade im Monat Elul, wo in diesem Sinne noch
stärker als sonst gehandelt wird. Vielleicht willst Du Dir
u.a. einmal folgende Seite im Internet ansehen?
Gut, das ist eine Sitte von Euch, die möchte ich unkommentiert
lassen.
Nein, äusserst schlecht dieser Kommentar. Ich bin nicht „Euch“ und ich will hier auch von niemanden so behandelt werden. Wenn das deine Sicht auf Juden ist, dann können wir hiermit eigentlich aufhören.
Dazu bin ich verpflichtet.
Deinem Gewissen zu gehorchen!
Einen Begriff von Gewissen gibt es im Judentum nicht. Was soll das Sein? Ich folge meinem Verstand und meinem Herzen 
Na, also, Du fühlst Dich wie zuhause! Du bist
gar nicht so weit von Jesus weg wie Du denkst.
Hahahahahaha. Ich bin davon soweit weg, wie du von der Jüdischkeit von dieser Figur Jesus. Das was Du hier zur Gewissensprüfung herangezogen hast, ist nur einer kleiner Teil, dessen was Jüdischkeit ausmacht und das auch noch recht oberflächlich. Umgekehrt gibt es recht viel im Christentum, was mir schlicht verboten ist.
Falsch. Ich halte es für gut möglich, daß Du
bereits ein besserer Mensch bist, als ich es bin.
Nach der jüdischen Lehre würde das aber heissen, dass es nicht gut um dich steht. Für einen Nichtjuden ist es nämlich leichter, ein gerechter Mensch zu sein, da er wesentlich weniger und auch recht allgemeine Gebote halten muss.
Schalom,
Eli