Der Mensch als Tier?!

Hallo,

ich bin jetzt seit Tagen auf der Suche nach Info´s zu diesem wirklich
interessanten Thema.

Meine Thera hat mich darauf aufmerksam gemacht.
Und zwar, ging es um meine Chefin, mit der sich hier in der Firma niemand versteht, weil sie so eine arogante, dumme, hinterhältige (und noch viel mehr) Kuh ist.
Wo wir schon beim Thema sind.
Meine Thera hat mich dann gefragt, welches Tier ich in meiner Chefin sehe und sagte spontan: Eine Hyäne.
Sie meinte dann, ich solle mir mal Infos über Hyänen holen, vielleicht kann ich dann meine Chefin besser verstehen, wieso sie tickt wie sie tickt.

Nur mal einige Beispiele:
Katzen: sie schleichen sich an, mustern dich, schnurren, schmeicheln. Haben volles Vertrauen in Dich - doch sobald ihnen was nicht passt, schreine, beißen und pfauchen sie - hauen ab.

Und Hunde zb. unterwerfen sich: sind treue Wegbegleiter und tun (bei guter Erziehung) alles was man von ihnen will.
Hunde könnten in der Wildniss nicht so leicht überleben wie zb. Katzen.

Wenn ich mir das so ansehe, merke ich auch, wie viel man von Freunde/Familie mit Tieren vergleichen kann.

So, ich würde mich auf eine Diskussion zu diesem Thema freun… was ihr so dazu sagt…
und falls jemand Links weiß, oder einen Buchtipp hat, bitte ich darum…

lg
Novallee

Hallo Novallee,

Wenn ich mir das so ansehe, merke ich auch, wie viel man von
Freunde/Familie mit Tieren vergleichen kann.

es gibt sogar ein psychologisches "Test"verfahren, das darauf beruht, daß der Proband / die Probandin seine / ihre Familie in Tieren zeichnet. Sinnigerweise heißt das Verfahren auch so, „Familie in Tieren“, und wurde von Brem-Gräser in den 50er Jahren entwickelt. Hier mal ein Link dazu:

http://www.parnass.scram.de/printdetail.php?nr=70

Der Inhalt ist mit Vorsicht zu genießen. Denn obwohl sich „Familie in Tieren“ einiger Beliebtheit in der Praxis erfreut (ob es wirklich das am meisten verwendete Verfahren ist, halte ich für anzweifelbar), ist es testtheoretisch sehr mangelhaft und kann nicht zum Einsatz empfohlen werden. Allerdings kann man sich durchaus über so eine Zeichnung unterhalten. Wie viel Erkenntnis man daraus gewinnt, sei dahingestellt.

Grüße,

Oliver Walter

Hallo zusammen.

Ich muß zugeben, ich dachte bei dem Thema zuerst an den biologischen Aspekt.

Nun zum Thema: Ich denke, dass das Grundverhalten der Menschen, weil es ja den gleichen Gesetzen wie denen in der Tierwelt unterliegt, durchaus mit dem von Tieren zusammenhängt. Gefährlich sehe ich es nur, wenn man einem Menschen ein Tier absolut zuordnen will. Schließlich hat der Mensch viele Fassetten und diese lassen sich nicht immer auf EIN Tier übertragen.

Meine Meinung.

Dirk Andreas.Kening

Hallo,

der Vergleich mit Tieren ist relativ sinnfrei, denn die landläufigen Beschreibungen von Tieren (Katze = falsch, Hund = treu, usw.) sind nur oberflächliche Klischees, die daher stammen, dass der Mensch versucht das Verhalten eines Tieres mit menschlichen Beweggründen zu beschreiben.

Die menschlichen Beweggründe und Werte gelten für Tiere aber nicht. Tiere kennen keine Freundschaft und Liebe in dem Sinne wie Menschen. Tiere kennen kein gut und böse. Tiere werden vom Überlebenstrieb und Fortpflanzungstrieb gesteuert und sind Opportunisten.

Sie meinte dann, ich solle mir mal Infos über Hyänen holen,
vielleicht kann ich dann meine Chefin besser verstehen, wieso
sie tickt wie sie tickt.

Hyänen sind hochsoziale Tiere, die in einer matriarchalen Gemeinschaft leben. Das negative Image der Hyäne kommt vermutlich rein vom für Menschenaugen unattraktiven Äußeren und der Tatsache, dass Hyänen teilweise Aasfresser sind. Völlig daneben …

Nur mal einige Beispiele:
Katzen: sie schleichen sich an, mustern dich, schnurren,
schmeicheln. Haben volles Vertrauen in Dich - doch sobald
ihnen was nicht passt, schreine, beißen und pfauchen sie -
hauen ab.

Falsch. Katzen lassen sich gerne streicheln, haben aber meist nach einer Weile genug. Sie senden subtile Signale, die den Menschen dazu bringen sollen, aufzuhören. Mit Katzen unerfahrene Menschen verstehen diese Signale nicht. Daraufhin geht die Katze zu härteren Bandagen über, um den blöden Menschen dazu zu bringen, sie endlich in Ruhe zu lassen.

Eine weitere konfliktbeladene Situation entsteht oft, wenn die Katze sich beim Gestreicheltwerden auf den Rücken rollt. Dies ist für die Katze eine aggressionsbeladene Haltung (im Gegensatz zum Hund, für den das Ergeben/Unterwerfung signalisiert). In dieser Haltung hat eine kämpfende Katze alle 4 Pfoten zum Kratzen zur Verfügung. Liegt die Katze auf dem Rücken und wird am Bauch gestreichelt, ensteht ein Konflikt verschiedener Zustände („ich werde liebkost“ vs. „ich bin in aggressiv-defensiver Kampfhaltung“). Nach einer Weile schlägt die Stimmung oft um, weil sich der Mensch der „Gefahr“ nicht bewusst ist.

Und Hunde zb. unterwerfen sich: sind treue Wegbegleiter und
tun (bei guter Erziehung) alles was man von ihnen will.

Das liegt aber nicht daran, dass Hunde charakterlich lieb und rein sind. Sie sind Opportunisten und haben gelernt, was gut für sie ist. Seit tausenden von Jahren werden Hunde danach selektiert, wie sehr sie sich am Menschen orientieren. Bei Katzen ist das nicht so.

Fazit: Vergleich mit Tieren als psychologisches Hilfsmittel ja, aber es wird nicht mit realem Tierverhalten verglichen, sondern mit dem Klischee, das Menschen davon haben. Solange man sich im selben Kulturkreis befindet, klappt das auch. Aber eine Ratte hat z.B. in Westeuropa einen ganz anderen Ruf (falsch, überträgt Krankheiten, etc.) als in China.

Gruß,

Myriam

hallo,

den gleichen Gesetzen wie denen in der Tierwelt…

bitte nicht vergessen: der mensch ist zoologisch ein tier, nämlich ein säugeTIER! was nicht heißt, das er sich in der einen oder anderen hinsicht ( qualitativ wie quantitativ ) von den anderen tieren unterscheidet, so wie die qualle vom sittich, der wal von der biene usw… nichts desto trotz unterliegt er den selben biologischen sowie evolutionären spielregeln wie alle anderen lebewesen auch. es ist also absolut zulässig den mensch mit anderen arten zu vergleichen ( nicht gleichzusetzen ! ) um sich anhand ähnlicher verhaltensweisen ( falls vorhanden ) das eigene verhalten zu verdeutlichen, sich also quasi einen spiegel vorzuhalten um besser verstehen und erkennen zu können. dabei sollte man die jeweiligen unterschiede und abweichungen im verhalten nicht negieren, da man sonst der starken vereinfachung wegen falsche schlüsse ziehen könnte.
das bei diesem beispiel an eine hyäne gedacht wurde, ist ja tatsächlich nahe liegend-zitat: „Den Kern des Verbandes formen die Weibchen, die auf der Rangleiter immer über den Männchen stehen. Da die Weibchen besonders viele männliche Hormone im Blut haben, sind sie stärker und schwerer als ihre männlichen Artgenossen und extrem aggressiv.“

fazit: gemeinsamkeiten, unterschiede und variationen von beidem bei anderen festzustellen und sich dabei selbst ein stück näher kommen ist lehrreich und macht viieeel spaß!

gruß,
susanne

und hier noch ein weiterführender link:

http://de.wikipedia.org/wiki/Ethologie

Am ehesten könnte man ihn noch mit einer verwundeten Giftschlange vergleichen. Er beißt bei der geringsten Verletzung seiner Eitelkeit kräftig zu.

…oh, weh.

sag mal sitzt Du grad auf dem Lokus??

,…hmm

Hallo Novalleee,

wie Myriam ja schon geschrieben hat, geht es hier wohl weniger um die tatsächlichen Eigenschaften von Tieren, als um diejenigen, die Menschen auf bestimmte Tierarten projizieren.

Und dabei lande ich in Gedanken dann bei einem Thema, dass man hier im Forum wohl am ehesten im Esoterik-Brett finden würde: Totemtiere und Schamanismus.

Falls du in diese Richtung weiterlesen möchtest, findest du mit diesen Stichworten im INet sehr viele Infos und Hinweise auf Bücher.

Grüße
Christiane

danke susanne,
ich dachte schon, das sagt hier niemand.

wieso denken die menschen immer, sie seinen keine tiere:smile:?

der mensch gehoert zur natur,er ist ein teil davon wie jedes andere lebewesen auch und jedes stueck stein und jeder grashalm. deshalb ist der satz, wir kaempfen gegen die natur totaler quatsch:smile:

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

ich neige eher dazu, menschen nach bestimmten koerperoeffnungen zu nennen:smile:))

was macht eine hyaene?also ist deine chefin wirklich so?

ein tier mit einem wort zu beschreiben, ist ja auch nicht soooo gut oder?

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Thera als Peut?!!

Meine Thera hat mich dann gefragt, welches Tier ich in meiner
Chefin sehe und sagte spontan: Eine Hyäne.
Sie meinte dann, ich solle mir mal Infos über Hyänen holen,
vielleicht kann ich dann meine Chefin besser verstehen, wieso
sie tickt wie sie tickt.

deine thera sollte ihr eso-bewußtsein mal nicht aus bastei-lübbe-
büchern ziehen, sondern ihre channels mal erden und die beste frage
aller zeiten stellen:

warum tickst DU so, wie DU tickst?

SCNR,
e.c.

Hallo und Danke für die vielen Antworten…

warum tickst DU so, wie DU tickst?

NATÜRLICH!
Ich bin nun seit 1/2 Jahr in Therapie und die beschränkt sich auf meine Panikattacken. Und natürlich auf das: WIE ICH TICKE!

Das mit meiner Chefin (die tatsächlich eine Hyäne ist) war nur ein nebenbei Gespräch, dass zu Stande kam, weil ich mich wieder einmal fürchterlich geärgert habe.
Meine Thera u ich sprachen da einige Minuten drüber, um festzustellen wie sehr mich das ganze belastet und als klar war, dass meine Chefin nur ein kleines Stück des Kuchens in meinem Leben ist und mir bei Gott nicht den ganzen, durch ihren herben Geschmack versaut - liesen wir das Thema wieder und haben mit schmunzeln mit dem Tier im Mensch abgeschlossen. „Ohhh ja, sie ist eine Hyäne“ *lach* usw…

Ich nehem dies keines Falls zu ernst und lebe mich da jetzt auch nicht streng hinein. Es hilft mir nur, etwas darüber zu lächeln - mir eins zu grinsen und zu sagen: „Ach, die blöde Hyäne, soll mir den Buckel runter rutschen“

Ich sehe schon das ich hier drinnen, auf ganz hohem Niveue geplaudert wird, was ich auch besonders gut heiße. Aber das Thema mit dem „Mensch als Tier“ sollte eher in die Richtung des „sich Amüsierens“ gehen und nicht zu überschwenglicher Thematik…

Hoffe, dass ich niemanden auf den Schlips getreten bin…
Dachte halt, dass so Antworten - wie: „jaja, genau meine Schwester ist ein Huhun, die brütet den ganzen Tag vor sich hin, und hat einen Mann (Gockel) der neben ihr noch einen Harem hat…“ kommen…

Versteht ihr? Es sollte mehr als kleines Amüsement betrachtet werden.

Sorry, dass ich mich da eventuell ein wenig falsch ausgedrückt habe.
Aber nichts desto Trotz werde ich mir das Buch und die Links anschauen und mit Interesse lesen…

Danke
Lg
Novallee
PS(bin ich ein lustige Esel)

Hallo,

Versteht ihr? Es sollte mehr als kleines Amüsement betrachtet
werden.

das sehen Tiefenpsychologen aber ganz anders. Für sie sind „Familie in Tieren“ und Co. ernsthafte Versuche, etwas über das „Seelenleben“ ihrer Patienten herauszufinden. :wink:

Grüße,

Oliver Walter
(kein Tiefenpsychologe)

1 „Gefällt mir“

feeling like a dog
hi, da hab ich zufällig doch was amüsantes dazu…

es bedarf jedoch sicher eines tierischen maßes
an tiefenpsychologischer erkenntnis,
um sich in die situation einzufühlen…

https://fotoalbum.web.de/gast/f.harvey/www

wau,
franziska

Moin,

es bedarf jedoch sicher eines tierischen maßes
an tiefenpsychologischer erkenntnis,
um sich in die situation einzufühlen…

https://fotoalbum.web.de/gast/f.harvey/www

seltsam. Ich versteh´s auch so …

Danke. :smile:

Grüße

Oliver