Der Nachbargans und mein Sohn

Hallo Ihr alle!

Seit neuem wohne ich in einem Viertel von Nürnberg, wo es nur Häusern mit größeren Gärten gibt.

Die nachbarschaftliche Beziehung soll hier auch toll sein und man sieht immer wieder, wie vor vielen Jahren aufs Land mal, daß sie sich alle kennen und mal Pause in ihren Alltag machen, um ein Plauderchen mit dem Nachbar zu machen. Alles schön und nett.

Jetzt hat sich aber ergeben, daß unser unmittelbarer Nachbar einen Gans hat. Und mein Sohn, gerade 27 monate alt, besucht ihn äusserst gerne. Dieser Gans ist vollständig umzäunt und zwar ist die Gehege rechteckig. Das problem jetzt liegt darin, daß eine der Seiten nur mit dem „Abgrenzungszaun“ zu unserem Garten, umgeben ist.

Ich hoffe Ihr wißt was und wie ich das meine!..

Mir ist bewußt, daß sollte mein Sohn über den Zaun springen (für einen ca 160 mtr großer Mensch gerade hüfthoch), ich die ganze Verantwortung trage. Ich habe David bereits mehrmals erwischt, daß er versucht, über diesen Zaun zu klettern und zum Gans zu kommen. Es dauert bestimmt nicht lange, bis er das schafft.

Meine frage ist nun folgende:

Wie kann ich verhindern, daß mein Sohn zum Gans geht und ihn „streichelt“?
Wie kann ich verhindern, falls überhaupt möglich, daß der Gans meinen Sohn irgendwie weh tut?
Welche Vorschläge kann ich dem sehr netten, freundlichen Nachbarn machen, damit dieses Gefahr für mein Sohn nicht mehr besteht?

Für eure Vorschläge und tipps bin ich schon dankbar!
Alles Gute und einen schönen Gruß
Helena

Hi Helena,

Dein Sohn muss nicht nur behütet werden, der muss auch was lernen - zur Not nach dem alten Sprichwort „Wer nicht hören will, muss fühlen!“

Mach Dir keine unnötigen Sorgen. Eine Gans kann einem Kind weh tun, ernsthaft verletzen kann sie es nicht. Sie beißt nicht, sondern zwickt. Wenn sie sich aufbäumt und mit den Flügeln schlägt, sieht das zwar zum Fürchten aus, tut aber nicht weh.

Dies schreibt Dir kein Rohling, sondern einer, der im zarten Alter von 3 Jahren nicht kapieren wollte, dass sich keine Gans freiwillig den Hals umdrehen lässt und kein Hund sich ins Ohr beißen lässt.

Gruß Ralf

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Hallo Helena,

wie Ralf schon schrieb:
Versuch mach kluch!
Und Gänse machen zwar viel Lärm und hacken mit dem Schnabel wenn man sie bedroht, aber richtig gefährlich sind sie nicht.

Mein jüngster ist trotz mehrfachen Ermahnens immer wieder ins Hühnergehege um die Hühner aufzumischen. Er fand es toll, wenn die armen Tiere aufstoben.
Bis er einmal als er in das Gehege ging einigen Kücken zu nahe kam. Die Henne haute diesmal nicht ab, sondern hackte dem jungen Mann ziemlich heftig auf die Hand und ans Knie.
Effekt: Mehrere Schrammen und blaue Flecken, viiiiiiel Tränen aber auch ein Erziehngseffekt; laß Tiere besser in Ruhe, wenn sie nicht gestreichelt werden wollen.

Unsere Tiere (und davon haben wir einige) haben nach diversen Erfahrungen unserer Jungs nur noch wenig zu befürchten.

Gandalf

Hallo Helena,

hast du schon mal dran gedacht, den Nachbarn zu fragen, ob dein Sohn zusammen mit ihm mal die Gans besuchen darf ?

Gruß
Marion

Hi Helena,

nachdem ich mir die Sache noch mal durch den Kopf hab gehen lassen, frag ich mich, ob nicht Du diejenige ist, die Angst vor der Gans hat.

Übrigens finde ich Marions VOrschlag sehr erwägenswert.

Gandalf

Hallo Helena!

Wie kann ich verhindern, daß mein Sohn zum Gans geht und ihn
„streichelt“?

Wir haben als kleine Kinder immer Respekt vor den gar nicht freundlichen Gänsen gehabt. Die fauchen ganz ordentlich und das beeindruckt kleine Kinder doch schon erheblich.

Wie kann ich verhindern, falls überhaupt möglich, daß der Gans
meinen Sohn irgendwie weh tut?

Die Gänse drohen normalerweise nur. Ich schätze, daß ein Kind dann so laut schreit, daß die ganze Straße zusammenläuft. :wink: Ich bin übrigens auf dem Dorf groß geworden und habe auch nie gehört, daß ein Gans oder ein Ganther (so das männliche Tier) jemandem ernstlich etwas zu Leide getan haben. Schlimmer als Gänse waren die Puter (Truthähne), die sind schon mal richtig auf uns losgegangen, so daß wir lange nur mit Stöcken bewaffnet unseren Hühnerhof querten.

Solange die Gans Deines Nachbarn nicht grade kleine Gänsekücken hat (dann würde ich denen nicht trauen!) solltest Du Dich nicht sorgen.

Ansonsten müßt Ihr eben von Eurer Seite den Zaun erhöhen.

Gruß Maid :wink:

Bei uns in der Klinik auf dem Hof sind drei echt böse Gänse…holla …da geht aber keiner lang. Ich dachte…das sind nur Gänse,sie machen nur Alarm…aber sie gehen einem nach und beissen in die Hose.
Ich denke ,wenn du den Zwerg mal so nah dran lässt ( mit Zaun dazwischen ) dass sie anfangen zu schimpfen ,wird er schnell feststellen ,dass das da kein Streichelzoo ist.
Sie verschaffen sich echt Respekt durch Krach und bisschen Beissen.
Vergleichbar mit dem ersten KOntakt eines Kleinkindes mit einem Ofen oder Herd. Da brauchst du nichts mehr zu zu sagen.

Kosmokatze

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Hallo helena,
solange sich dein Nachbar nicht über den ramponierten Zaun aufregt…
Im Ernst: Du schreibst nicht, wie die Gans (oder ein Ganter?, hat sie Küken?) reagiert, wenn Dein Sohn versucht, zu ihr zu gelangen? Wird sie aggressiv (Hals hoch und vor, Flügel ausbreiten, auf ihn zukommen…?), oder ist ihr das schnuppe? Wenn sie sich passiv verhält, ist doch alles „ok“. Falls nicht, wird Dein Sohn sicher lernen, wann er zu weit geht.

Oder meinst Du, dass er ihr unabsichtlich wehtun wird, weil Du das von ihm bei anderen tieren kennst? Manche Kinder wissen nicht, warum man manchmal einem Tier wehtut (am Schwanz ziehen usw.), oder ist Dein Sohn ein provokatuer und er würde ihr absichtlich wehtun? dann würde ich ihn schon von ihr abhalten. Aber wie gesagt: vielleicht würde er dann auch aus dem scahden klug werden, denn eine Gans beisst nichts ab oder irgnedwo rein, aber ihre „Zähne“ können trotzdem zupacken und unangenehm werden.

Vorschlag: geht doch mal zusammen die Gans besuchen, nicht über den Zaun, sondern durch die Gartentür, nach Absprache mit dem Halter (ich meine, wahrscheinlich müsst ihr sowieso bei ihm klingeln :wink: . Vielleicht ist der Nachbar so nett und lässt Deinen Sohn öfter mal diesen Wg gehen. Vielleicht kannn er die Gans auch mal füttern, usw. usf…

Und dann fällt mir noch Nils Holgersson ein…

Gruss,
Kleiner-König

Hier ist die Lösung:
Gänsebraten

Folgende Früchtefüllungen sind möglich: 1. Geschälte Äpfel und Orangen in mundgerechte Stücke schneiden. Dazu Zwiebeln schälen und würfeln, alles mit getrocknetem Majoran und schwarzem Pfeffer würzen.

  1. Getrocknete, entkernte Pflaumen mit getrockneten Aprikosen mischen. Mit gemahlenem Zimt und Nelkenpulver, Salz und Pfeffer würzen. Dazu in Olivenöl angeröstete Pinienkerne geben.

  2. Geschälte Äpfel mit getrockneten und in Rum eingeweichten Rosinen vermengen und mit klitzeklein geschnittenem Ingwer würzen.

Mengen für die Füllung nach Lust, Laune und Größe der Gans.

Die Gans mit Zahnstocher verschließen und mit Bindfaden wie einen Schuh verschnüren.

Der Gänsebraten gehört immer noch zu den Klassikern an Festtagen. Knusprig gebraten mit feiner Füllung macht er einen schönen Winteroder Weihnachtstag zum Höhepunkt. Einige Regeln für einen perfekten Braten sollte
man unbedingt beachten:
Nur frische und freilaufende Gänse verwenden, diese rechtzeitig beim Geflügelhändler bestellen. Die Sauce muß immer eigenständig hergestellt werden - keine Saucenrührereien mit dem Fettsud. Mindestbratzeit 2,5 bis 3 Stunden. Scharfes Tranchierbesteck oder Geflügelschere bereithalten. Nur Füllungen mit fruchtigen Zutaten wählen, durchgedrehte Fleisch- oder Leberfüllungen sind out.

Die Gans innen und außen salzen und pfeffern, mit einer Früchtemischung gut füllen und zunähen. In den vorgeheizten Backofen geben, die erste Stunde bei
250°C, dabei die Gans einmal wenden, dann weitere 1 ½ bis 2 Stunden bei 190°C.

Die Gans ständig mit dem Bratensaft und Wasser begießen, den Bratensatz immer mit frischem Wasser aufgießen, damit er nicht anbrennt. Während der Bratzeit die Gans an Keule und Bauch anstechen, damit das Fett abfließt. Zum Ende der Garzeit die Gans mit folgender Mischung einpinseln und bei Oberhitze weiterschmoren lassen vorsichtig - es verbrennt schnell. Zutaten für´s Einpinseln: 1. EL Honig in einem Stieltopf auflösen. 30 g Butter und den Saft einer Orange dazu geben - mit einem TL Kräuter der Provence würzen gut verrühren
und einpinseln.

  1. EL brauner Zucker mit 1 EL Sojasauce und den Saft einer Orange im Topf erhitzen, verrühren und einpinseln.

Der angesetzte Bratensaft auf dem Backblech ist als Sauce nicht zu gebrauchen. Unbedingt während der Bratzeit im Topf folgende Sauce herstellen:
1 kg Gänseklein, Hals, Magen von der Gans und zusätzlich Geflügelknochen kaufen - insgesamt 1 kg.

1 Suppenbund
1 Flasche Rotwein, Chianti, Cotes du Rhone 1 Lorbeerblatt, 5 Pfefferkörner
2 Wacholderkörner
0,5 l Wasser, Olivenöl oder Pflanzenöl 1 EL Tomatenmark
Knochen, Magen und Hals vom Fett befreien - kleinhacken, Suppenbund putzen. Alles in Öl kräftig anbraten, mit Rotwein ablöschen, Tomatenmark, Gewürze und 0,5 l Wasser dazu und ohne Deckel mindestens 1 Stunde köcheln lassen. Dann durch ein Sieb passieren- noch etwas einkochen lassen und mit Mehl-Buttermischung binden. Dann mit Salz, Pfeffer, etwas Orangensaft oder frei nach Lust und Laune die Sauce würzen. Mehlbutter:
50 g Butter

30 g Mehl
fein mit einer Gabel zerkneten
Viel Spaß beim Gänsebraten. Wenn Sie Füllung, Sauce und Bratzeit einhalten, steht dem Hochgenuß nichts mehr im Wege.

Hallo Helena,

entschuldigung,

aber das mußte raus…

Gruß
Manfred, der auf den Anruf wartet, dass er seine Lieblingsfrau in die Frauenklinik bringen soll [breit grins]

Hallo Manfred,

Gruß
Manfred, der auf den Anruf wartet, dass er seine
Lieblingsfrau in die Frauenklinik bringen soll [breit grins]

Du solltest nicht so oft von Deinem Hobby probieren…:wink:)

Gruß Stefan
(mußte jetzt sein…)

HI Helena

ich bin sehr versucht zu sagen, lass ihn doch.
Jedes Kind muss den Umgang mit Tieren lernen, und solange es sich nur um eine
Gans handelt und nicht um einen Tieger… Gänse drohen viel, aber wenn die mal
beissen,dann zwickt das eher, als das es weh tut. Kleiner Schreckensmoment, dann
ist alles vorbei.
Du soltest ihn nicht davon abhalten zur Gans zu klettern, irgendwann wird er auch
auf Bäume steigen und die kannst du ja auch nicht alle fällen.
Geh am besten mit deinem Sohn die Gans besuchen, schaut sie euch an, wie sie
reagiert, erklär deinem Sohn, das sich Tiere über Überraschungsbesuche nicht so
freuen wie die Oma.Und das er die Gans sehen darf, wenn er mit den Nachbarn
hingeht.
Aber im Endeffekt muss dein Sohn lernen, damit umzugehen, du kannst ja nicht alle
Gefahren aus dem Weg räumen.
Und für Kinder ist vieles nicht so dramatisch wie für uns Erwachsene.

Also dann auf gehts zum Gänsebesuchstag.

Julia

VIIIIIIIIIELEN HERZLICHEN DANK an alle, die…
Hallo!

…mir eine Antwort gegeben haben!

Es waren mir eine große Hilfe und Ihr habt mir die Angst, großtenteils, auch genommen.

Und um die entsprechende Frage zu beantworten, hat mein Sohn David, logischerweise keine Angst. Denn natürlich, wenn ER Angst vor dem Vieh hätte, würde er sich nicht so nahe an ihn herantrauen. Ausserdem erkennt er den Gefahr, der aus dem Tier evtl, kommt, noch nicht.

Ansonsten bin ich auch eure Meinung, daß man am ehesten durch Eigenerfahrung lernt. Und wenn Ihr mir so versichert habt, daß das Tier keine richtige Gefahr für das Kind ist, glaube ich es Euch auch!

Deshalb nochmals herzlichen Dank an alle!

Schöne Grüße
Helena