Der Neid, mein Kind, zaehlt unsre Kuesse
drum gib mir schnell 1000 Kuesse
1000 du mir, 1000 ich dir,
damit er sich verzaehlen muesse…
oder so aehnlich. Verbesserungen sind willkommen, ich schreibe
aus dem Gedaechtnis…
Ich glaube, Obenstehendes stammt von Goethe, und wenn ich mich
recht erinnere, hat er sich durch Ovid zu diesem Gedichtchen
inspririeren lassen. Ich versuche vergeblich, die
Ovid-Originaltextstelle zu finden (wo denn? amores? ars
amatoria?)…kann mir da jemand helfen?
Lass uns leben, mein Mädchen, lass uns lieben
Und der mürrischen Alten Tadel
Eines kupfernen Asses würdig achten.
Sieh, die Sonne geht unter und kehrt wieder:
Wir nun, geht uns das kurze Licht des Lebens
Unter, schlafen dort eine lange Nacht durch.
Gib mir tausend und hunderttausend Küsse;
Noch ein Tausend und noch ein Hunderttausend.
Wieder tausend und wieder hunderttausend.
Sind viel Tausend geküsst, dann mischen wir sie
Durcheinander, dass keins die Zahl mehr wisse
Und kein Neider ein böses Stück uns spiele,
Wenn er weiß, dass der Küsse so gar viel sind.
Diese Eindeutschung stammt von Karl Wilhelm Ramler