Der Reisende, Teil 4

So liebe Freunde, die Einleitung geht langsam dem Ende entgegen. Die turbulenten Ereignisse können bald beginnen.
Eine Fundsache: „Die Neugier des Publikums ist das einzige wovon was zu hoffen ist“ (Friedrich Schiller)
Nun, ich bin neugierig ob Ihr neugierig seid? Bitte schreibt mir, es wäre sicher ein Antrieb für mich.

Aber jetzt zur Geschichte.

Meine Eltern wurden als Astronauten ausgewählt. Mein Vater Ben Miller stammt aus den USA und ist Arzt und Politiker. Er lebte Zeit seines Lebens in New York wenn man von ausgedehnten Reisen und Arbeitsaufenthalten im Ausland absieht. Seine Auswahl zur Belegschaft des Raumfluges verdankt er nicht seiner ärztlichen Kunst, obwohl die sicher in Ordnung war. Er verdankt sie seiner Beliebtheit weil er politisch die Krankenversicherung für alle durchsetzte. Und seiner Besessenheit für Spekulationen über außerirdisches Leben.
Meine Mutter Sarah Miller stammte ursprünglich aus Israel, kam aber schon mit vier Jahren in die USA. Sie war die Bordingenieurin. Sie kannte das Schiff praktisch auswendig. Dank ihres fotografischen Gedächtnisses brauchte sie keine Pläne um Reparaturen auszuführen. Das war auch mit ein Grund warum sie mit von der Partie war.
Weiters von der Partie war Boris Miron aus Moskau und seine Frau Kajal Chawla-Miron aus Indien. Sie waren die ausgebildeten Astronauten, oder soll man Kosmonauten sagen?
Dann noch das Ehepaar Wang aus China und das Ehepaar Babatola aus Nigeria.
Die ersten Jahre des Raumfluges verliefen ohne große Ereignisse. Naja, wenn man auf die schnelle Alterung einiger Organe der Astronauten absieht. Mein Vater kam leider sehr spät auf die Ursachen. Eine Ursache war die geringe künstliche Schwerkraft, die andere einseitige Ernährung. Und noch etwas passierte, oder sollte man sagen, passierte nicht. Die Kinder blieben aus. Die nächste Generation die das Raumschiff zum Silberstein bringen sollte. Naja, nicht ganz, ich wurde ja geboren. Mein Vater kam auch auf den Grund. Es war die latent vorhandene Radioaktivität. Ich habe mich das ganze Leben lang ausgenutzt gefühlt. Ich wurde nicht geboren um mein Leben zu leben, sondern um diese Mission zu erfüllen. So starben meine Eltern mit nicht einmal 50 Jahren. Die Familie Wang und Miron wurden nicht einmal 45 Jahre alt. Nur bruchstückhafte Erinnerungen habe ich an sie, ich war ja nicht älter als 6 Jahre als das passierte. Nur Sarah Babatola wurde älter. Wir regulierten die Schwerkraft des Raumschiffes auf fast 0,8 g hinauf. Das war anfangs fast unerträglich. Und wir ernährten uns von wirklich allem was unser Biotop hergab. Auch von Schnecken und Insekten. Sarah lebte mit 44 wieder auf. Ihr Kreislaufsystem regenerierte sich und sie wurde auch etwas älter als ihre Kollegen und Kolleginnen, 64 Jahre. Sie hieß nicht nur wie meine leibliche Mutter, sie wurde meine Mutter. Ein feierliches Zeremoniell machte uns zu Mutter und Sohn. So unterschiedlich wir aussahen, ich habe schneeweiße Haut und rote Haare, sie war auch für eine Schwarze ungewöhnlich dunkel, so ähnlich waren unsere Gefühle und Interessen. Da hatte ich doch wirklich Glück im Unglück. Sie war mir nicht nur Mutter sondern auch eine Freundin. Und von ihr habe ich alles gelernt was ich weiß. Sie war ein Genie in sehr vielen Dingen. Medizin, Astrophysik, Ingenieurwesen, Philosophie und Theologie. Um so schmerzlicher war es für mich als sie vor zwei Jahren unterwartet verstarb. Ich erzähle vielleicht etwas später von ihr. Und auch von meinen Eltern. Jetzt wo ich von ihnen schreibe erinnere ich mich an immer mehr. Trotz der Umstände hatte ich doch eine ganz gute Kindheit und das habe ich sicher meinen Eltern zu verdanken. Aber jetzt muss ich mich und das Raumschiff vorbereiten. Es dauert nicht mehr lange und das Raumschiff gerät in den Einflussbereich von Alpha Centauri.

So… also nicht mehr lange. Unser ?Held? gerät zum ersten Mal in Turbulenzen. Sehen wir wie er sie übersteht und welche Überraschungen das Leben für ihn übrig hat. Ich bin auch schon neugierig.
Wie hat es Euch bis jetzt gefallen? Naja, wir sind ja noch nicht über die Einleitung hinaus. Für mich sind Eure Meinungen wichtig, ich bin ja Amateur. Aber urteilt bitte nicht zu streng, man legt ja nicht die selben Maßstäbe an Hausmusik und einer Sinfonie an.

Achja, meine Hompage wird gerade ‚migriert‘. Das dürfte etwas aufwändiger sein als einfaches kopieren und sie müssen es für einige 100 Leute machen. Dabei kann ich mich nicht beschweren, sie ist ja kostenlos, und ich habe sie noch immer, obwohl ich schon lange nicht mehr für die Uni arbeite. Aber wenn sie das geschafft haben stelle ich meine Geschichte rein und veröffentliche meinen Link.

Servus
Herbert

Hallo Herbert,

ich lese immer noch mit, weil mir deine Geschichte gut gefällt. Das Problem ist nur, dass ich diese Fortsetzungsgeschichten eigentlich überhaupt nicht mag! Immer nur diese kleinen Häppchen. Und wenn dann der nächste Teil kommt, weiß man nicht mehr so genau was man vorher gelesen hat. Ich bin halt der Typ Leseratte, der am liebsten ein 600-Seiten-Buch in drei Tagen liest. :smile: Aber wenn mal deine ganze Geschichte online ist, gibts ja das Problem nicht mehr. Übrigens les ich die „Häppchen“ trotzdem. Ich könnt ja auch warten, oder zumindest mehrere Teile auf einmal lesen. Aber dazu bin ich wieder zu neugierig *g*

Gruß
Michaela

…immer neugierig auf Fortsetzung warte [owT]
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Liebe Michaela,
danke dafür dass Dir meine Geschichte gut gefällt.
Und tut mir leid, dass es so lange dauert.
Gerade hab ich den 5. Teil wieder weggeworfen, er wird voraussichtlich morgen neu geschrieben. Ich muss morgen um 4h raus sonst wüde ich es jetzt noch tun. Bis jetzt hab ich so geschrieben: Wenn ich einen Einfall hatte schnell aufs Papier oder in den Computer, was ich halt zur Hand hatte. Wenns irgendjemanden gefallen hat (einschließlich mir) habe ich es dann aufgehoben. Das war aber höchstens bei jeder fünften Geschichte der Fall. Jetzt schreibe ich einen Teil und werfe ihn wieder weg. Durchschnittlich 3 mal bis ich ihn veröffentliche. Und ich habe selten eine Einleitung geschrieben die länger als ein Satz war. Und jetzt wird sie mir (beinahe) zu lang. Eigentlich gibt es noch viel zu schreiben wie ich mir das Raumschiff vorstelle. Und vor allem die Situation unseres ?Helden?. Aber ich fühle: die Ereignisse sollten jetzt beginnen und das werden sie.
Ach ja. Am meisten auf die Folter hat mich bisher Stephen King mit seinem 7-teiligen dunklen Turm. Eigentlich mag ich seine Grusel-Romane nicht aber diese Bücher unterschieden sich. Das ist pure Phantasie. Bis auf das erste (ein ganzes Buch Einleitung) waren alle erstklassig. Schade dass dieser begnadete Geschichtenerzähler so viel Zeit mit Gruselzeugs verplempert hat. Über 15 Jahre hat mich seine Phantasie heimgesucht, habe ich Roland, Eddie, Susannah, Jake und Oy begleitet. Wie gesagt, ich habe nicht viel von dem begnadeten Schreiberling gelernt, mein Geschreibsel bleibt Hausmusik. Aber eines weiß ich jetzt: Auf das Ende warten ist grausam, aber noch grausamer ist die letzte Seite eines Buches zu lesen das einem gefesselt hat. Oder besser mit seinen Worten: ‚Das Ende ist immer grausam.‘ Also zum Trost: ich bin ein langsamer Schreiber und das Ende lässt noch auf sich warten.

Servus
Herbert

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danke für die Neugier - nunu - :smile:
Servus
Herbert