Moin
Ein Kumpel von mir hat mit seiner Freundin einen Wortwechsel betrieben - das Thema weiß ich nicht mehr, aba das ist hier nicht relevant.
Sie haben sich dann um einen Satz „gestritten“ den er zum besten gab den seine Freundin, und ich ebenfalls, für unmöglich hielten - zumindest was den Ausdruck betrifft:
" … "
„Dem ist nicht so!“
"Wenn dem nicht so ist, wie ist dem denn dann?"
Es geht um den letzten Satz!
Kann man das so stehen lassen?
Also ich bin der Meinung da gehört ein dickes, fettes „A“ dahinter, oda?
Er war der Meinung der Ausdruck wäre OK!?
Ich bin dankbar für jede Meinung (vorallem diejenigen, die mir Recht geben! *g*)
Jim
Hallo Jim!
"Wenn dem nicht so ist, wie ist dem denn dann?"
In meinen (österreichischen) Ohren klingt dieser Satz nicht befremdlich.
Hanna
Hi Jim,
"Wenn dem nicht so ist, wie ist dem denn dann?"
klingt für mich auch ungewöhnlich, aber nicht falsch.
Mit den Ausdrucksfehlern ist das immer so eine Sache. Ich finde, so etwas sollte es gar nicht geben. Entweder es ist falsch geschrieben, dann ist es ein Rechtschreibfehler. Oder es ist inhaltlich Humbug, dann ist es ein inhaltlicher Fehler. Oder es falsch konjugiert/dekliniert/…, evtl. sinnentstellend, dann ist es ein Grammatikfehler. Aber Ausdrucksfehler? Da finde ich es sinnvoller, am Ende die Stilnote entsprechend zu vergeben, als einzelne Passagen anzustreichen. Ich habe oft gar nicht verstanden, was meinen Deutschlehrern missfallen hat, wenn sie einen Ausdrucksfehler moniert haben.
Noch einmal zur Sache: Wie würdest Du denn Satz denn formulieren? Einfach das Problem umschiffen à la „Wenn dem nicht so ist, wie verhält es sich dann?“?
Gruß
Chris
Noch einmal zur Sache: Wie würdest Du denn Satz denn
formulieren? Einfach das Problem umschiffen à la „Wenn dem
nicht so ist, wie verhält es sich dann?“?
Moin
Das wäre ein Ansatz.
Eben weil der Satz in den Ohren etwas befremdlich wirkt würde ich ihn umformulieren - z.B. den Bezug zum Sachverhalt (wieder)herstellen um nicht zweimal „dem“ zusagen.
Wenn dem nicht so ist, wie ist / wo ist … … dann?"
Ich kann auch nicht sagen wie ich es genau sagen würde. Für mich steht nur fest, dass es so unverständlich ist - schon fast abstrus.
Zum Thema Noten für Ausdruck muss ich deina eina zustimmen.
Denn Ausdruck ist etwas persönliches das man ebensowenig stur benoten kann/sollte wie Kreativität.
Eine alles übergreifende Note für den Stil … naja, wäre ein Ansatz.
Thx
Jim
Nabend!
" … "
„Dem ist nicht so!“
"Wenn dem nicht so ist, wie ist dem denn dann?"
Es geht um den letzten Satz!
Kann man das so stehen lassen?
Der Satz ist in Ordnung; er zeugt sogar von einer sprachspielerischen Fähigkeit - die Alliteration mit drei „d“ - und einer feinen ironischen Haltung zur Sprache.
Und Ausdrucksfehler kann man sehr wohl festmachen, wenn man sich fragt: Kann man das so sagen?
Oder: Hätte Thomas Mann, Arno Schmidt, Johny Wolferl, (und hier kann man nun seine eigenen Sprachheroen einsetzen, mainzwegen auch Verona F und Helmut K. oder Boris B. oder andere gegenwärtigen Sprachkünstler.) so etwas sagen können?
Fritz
Hallo Gemeinde!
" … "
„Dem ist nicht so!“
"Wenn dem nicht so ist, wie ist dem denn dann?"
Es geht um den letzten Satz!
Kann man das so stehen lassen?
Der Satz ist in Ordnung; er zeugt sogar von einer
sprachspielerischen Fähigkeit - die Alliteration mit drei „d“
- und einer feinen ironischen Haltung zur Sprache.
Ich schließe mich hier uneingeschränkt der Auffassung von Fritz an. Man sieht direkt vor seinem geistigen Auge wie jemand zu den drei letzten Wörtern mit stakkatoartiger Betonung und ausgestrecktem Zeigefinger seinem Gegenüber auf die Brust tippt und Argumente verlangt. Der Satz ‚spricht Bände‘!
Mit freundlichen Grüßen
Alexander Berresheim
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Noch einmal zur Sache: Wie würdest Du denn Satz denn
formulieren? Einfach das Problem umschiffen à la „Wenn dem
nicht so ist, wie verhält es sich dann?“?
Diie Antwort war so korrekt, wie sie nur sein kann. (Rein sprachlich gesehen) Es ist wirklich an dem…
Gruß
Ricarda