Der Sandmann von E.T.A. Hoffmann

Hallo,
ich bin in der 12. Klasse und möchte jetzt eine Fachmann über Hoffmanns „Der Sandmann“ schreiben.
Bei einer Facharbeit ist das ja nun so, dass man nur einen bestimmten Aspekt des Buches behandelt und nicht das ganze Buch.
Nur genau dabei bin ich mir nicht sicher.
Ich könnte das Motiv des Automaten behandeln oder der Augen. Aber ich bin mir nicht sicher ob das nicht etwas ist, was schon zu oft genommen wurde.
Oft vergleicht man ja in Facharbeiten auch ein Buch mit einem Anderen.
Wisst ihr vielleicht ein BUch, dass ich mit dem Sandmann in irgendeinem Aspekt vergleichen könnte, oder habt ihr noch andere Vorschläge für ein Thema.
Ich hab mir durchaus schon GEdanken gemacht und ich werde mich auch nocheinmal mit meinem betreuendem Lehrer zusammensetzen.
Aber es schadet ja nie so viele Themenmöglichkeiten wie möglich zu haben und sich dann das Beste rauszusuchen, das einem am besten gefällt.

Also schonmal vielen Dank für Vorschläge
Liebe Grüße Jana

Hallo,
ich bin in der 12. Klasse und möchte jetzt eine Fachmann über
Hoffmanns „Der Sandmann“ schreiben.

Ich meinte natürlich Facharbeit und nicht Fachmann, in der ersten Zeile.

Hallo Jana,

ein sehr beliebtes udn ergiebiges Thema wäre da zum Beispiel „Motive des Sandmanns unter Berücksichtigung der Freudschen Psychoanalyse“.

Lieber Gruß,

Mieze

Hallo Sommernachtstraum,

mir fiel damals, als ich die Geschichte las, als allererstes die Diskrepanz zwischen unserem weichgespülten süßlich-infantilem Sandmann, wie wir ihn heute kennen und der titelgebenden Sagenfigur ins Auge (sic!), der den bösen Kindern solange Sand in die Augäpfel streut, bis sie blutend rausspringen, woraufhin sie eben seinen Kindern zur Atzung gebracht werden.

Wobei wir flugs beim Thema Pädagogik wären. Wie man am Thema „Struwwelpeter“ sieht, durchaus damals state of the art, dem Nachwuchs mit unerquicklichen Verstümmelungs- und Folterdrohungen auf Linie zu bringen.

Nächster Ansatzpunkt wäre das beliebte Thema der Fremdenangst/feindlichkeit. Die nachgerade biblische Urangst des Mannes, von einem andersartigem Fremden eine sterile, seelenlose Hülle untergeschoben zu bekommen mit dem erklärten Ziel, damit seine Produktionsfähigkeit zu unternminieren.

Die so gut wie immer mittels böser Zauberei. Stichwort Hexenglaube. Oder nur als Beispiel die absurden Horrormärchen, mit denen seit jeher jegliche Judenvervolgung begründet wurde.

Als dritter Aspekt in Bezug auf die Romantik wäre noch der klassische deutsche Schauermärplot des abgetrennten Teils vom Ich zu erwähnen, welcher sich immer und unweigerlich auf das allerböseste gegen sein nun unvollständiges Ursprungsindividuum wendet und diesem in recht unvorteilhafter Weise zum Verhängnis wird. Sei es das Spiegelbild, der Schatten, die Hand oder eben die Augen.

Ach, und nicht zu vergessen, das Zeitalter der Aufklärung war grad eben einigermaßen frisch hereingebrochen, die Leutchen hatten lernen müssen, dass es keine undurchschaubaren Mächte, Dämonen, Götter, Geister wasauchimmer gab. Aber man mußte doch partout vor irgendwas Angst haben. Also was liegt näher, als sich eben vor den bis dato dem gemeinem Volk noch fast ebenso unergründlichen Errungenschaften der Technik zu fürchten?

Hängt auch ziemlich viel mit der Angst vor dem Fremden, Unbekannten zusammen. Bis heute glauben wir, uns mit dem Gegrusel vor uns Unerklärlichem vor einer vermeintlich oder tatsächlich feindlichen Umwelt abgrenzen zu müssen. Aber das geht jetzt nun wirklich zu sehr in den Bereich Off topic.

Hoffe, dir ein paar Anregungen gegeben zu haben.

Gruß

Annie

dankeschön
das waren wirklich sehr gute anregungen für mich
ich find einiges wirklich interessant und werde jetzt mal weitersehen was sich daraus machen lässt. von wegen sekundärliteratur und so.
nochmal danke
liebe grüße jana