***** Der Sensenmann ? *****

Meine Tante leidet seit kurzem an unheimlichen Symptomen, denen die Ärzte trotz diverser

Untersuchungen und Rückenmarkpunktion nicht beikommen. Sie ist 70 und ein ganz harter

Knochen, extrem lebenslustig und unternehmungsfroh und bei weitem keine Jammersuse. Nachdem es ihr aber sichtbar schlecht geht, bitte

ich mal hier in diesem Forum um Hilfe.

Und zwar wird ihr manchmal seltsam und unerwartet für ein paar Minuten - mit ihren Worten - wie bei einem Filmriss Schwarz vor den Augen und sie wird heftig wütend und agressiv. So einen Zustand kennt sie nicht und sie hat das Gefühl, in einem fremden Körper zu stecken.

Ihr Blutbild zeigt deutliche Leukopenie (Werte sind vorhanden).

Sie hat vor ein paar Jahren nach einem Unfall mit folgendem Arztfehler ein metallenes Knie eingesetzt bekommen, ebenfalls vor ein paar Jahren wurde ihr mit Verdachtauf Lymphkrebs eine Lymphdrüse am Hals entfernt. Beide Eingriffe hat sie bestens überstanden. Die Ärzteschaft hat vermutet, dass sie Krebs habe und eine Rückenmarkpunktion durchgeführt, die aber negativ ausfiel. Jetzt hat man das selbe mit ihrer Leber vor und als Nicht-Arzt hab ich den Verdacht, dass die Jungs ihr Handwerk nicht verstehen …

Kann irgend jemand etwas mit diesen Informationen anfangen, vielleicht hast du ja einen ähnlichen Fall in der Nachbarschft und kennst einen Spezialisten für die dahintersteckende Krankheit.

sl, vielen Dank, IGIS

Meine Tante leidet seit kurzem an unheimlichen Symptomen,
denen die Ärzte trotz diverser

Untersuchungen und Rückenmarkpunktion

Es wird sich um eine Lumbalpunktion gehandelt haben, man entnimmt Liquor unterhalb des Rückenmarks (4.-5. bzw. 3.-4. LWK), um dieses nicht zu verletzen, im Bereich des sich daran anschließenden „Lumbalsacks“.

nicht beikommen. Sie ist

70 und ein ganz harter

Knochen, extrem lebenslustig und unternehmungsfroh und bei
weitem keine Jammersuse. Nachdem es ihr aber sichtbar schlecht
geht, bitte

ich mal hier in diesem Forum um Hilfe.

Und zwar wird ihr manchmal seltsam und unerwartet für ein paar
Minuten - mit ihren Worten - wie bei einem Filmriss Schwarz
vor den Augen und sie wird heftig wütend und agressiv. So
einen Zustand kennt sie nicht und sie hat das Gefühl, in einem
fremden Körper zu stecken.

Ich kenne mittlerweile zahlreiche Fälle, wo besonders Frauen, ab dem Alter deiner Tante unbemerkt immer weniger trinken, es sogar regelrecht vergessen.
Viele Hausärzte verkennen diese Symptome, betreiben vielerlei Diagnostik, diagnostizieren Herzrhythmusstörungen, die Leute leiden unter Wadenkrämpfen, werden unkonzentriert und zeitweise in ihrem Wesen sehr verändert, jeder reagiert auch typentsprechend anders.

Wenn den Leuten schwarz vor Augen wird und sie hin und wieder umkippen und sich sogar verletzen, wird zwar oft ein labiler bis niedriger Blutdruck mit erhöhtem Puls festgestellt, manchmal auch Ödeme im Knöchelbereich - eine 100er Aspririn täglich zur „Blutverdünnung“ empohlen, aber an Dehydrierung - Flüssigkeitsmangel und den Folgen wird viel zu spät gedacht!

Ihr Blutbild zeigt deutliche Leukopenie (Werte sind
vorhanden).

Waren die Kontrollwerte ebenfalls niedrig, wie niedrig? Wie sieht das Differentialblutbild aus?

Sie hat vor ein paar Jahren nach einem Unfall mit folgendem
Arztfehler ein metallenes Knie eingesetzt bekommen, ebenfalls
vor ein paar Jahren wurde ihr mit Verdachtauf Lymphkrebs eine
Lymphdrüse am Hals entfernt. Beide Eingriffe hat sie bestens
überstanden. Die Ärzteschaft hat vermutet, dass sie Krebs habe
und eine Rückenmarkpunktion durchgeführt, die aber negativ
ausfiel. Jetzt hat man das selbe mit ihrer Leber vor

weshalb?

und als

Nicht-Arzt hab ich den Verdacht, dass die Jungs ihr Handwerk
nicht verstehen …

Kann irgend jemand etwas mit diesen Informationen anfangen,
vielleicht hast du ja einen ähnlichen Fall in der Nachbarschft
und kennst einen Spezialisten für die dahintersteckende
Krankheit.

Mir ist noch in sehr guter Erinnerung, als unsere Tante mit Ende 70 die oben von mir z. T. geschilderten Symptome zeigte. Jetzt, drei Jahre später ist sie 81.
Weil sie gelernt hat, sich Wasserrationen hinzustellen und auch wenn sie nachts wach wird, zu trinken, ist sie wieder topfit, macht sogar mit dem Fahrrad ihre Besorgungen - vor drei Jahren war sie dazu nicht mehr in der Lage, anfangs brauchte sie Infusionen und danach hat sie trinken gelernt.

Viele Frauen trinken zunächst bewusst nichts, wenn sie in die Stadt gehen wollen oder vor der Nachtruhe, damit sie nicht zur Toilette müssen. Irgendwann ist das Flüssigkeitsdefizit so groß, dass das Gehirn Durchblutungsstörungen aufweist und auch das Durstzentrum enorm gestört ist. Unsere Tante brauchte früher nachts nicht zur Toilette, jetzt geht sie dreimal pro Nacht. Nach eigener Aussage macht ihr das überhaupt nichts aus, da sie sich endlich wieder gut fühle.

sl, vielen Dank, IGIS

Alles Gute wünscht

Renate

Ergänzung ‚Wasser trinken‘/Buchtipp
Guten Morgen allerseits,

ich möchte zum Thema „Wasser trinken“ gern wieder mal ein Buch empfehlen: Da ich früher nicht nur viel zu wenig, sondern auch noch in der Hauptsache Kaffee, getrunken habe, schaute ich mich vor einiger gezielt nach einem Buch um, dass mir zeigt, was ich mir selbst/meinem Körper antue.

Und ich hab’s nicht nur gefunden, sondern damit tatsächlich Wasser trinken gelernt:
Wasser - die gesunde Lösung. Ein Umlernbuch. ISBN: 3924077835 Buch anschauen

Für meine Motivation war besonders wichtig, dass auch Skizzen dabei sind: so sollten Gelenke aussehen, so sehen sie aus, wenn der Körper zuwenig Wasser hat und und und

***

Im übrigen hab ich gerade durch Renate mit Erstaunen den Bogen zu meinen früher sehr häufig auftretenden Schwindelanfällen-schwarz-vor-Augen-Episoden und dem Wasser trinken gezogen.

Und das mit Aufs-Klo-müssen kenn ich auch. HAHAHA. War mein erstes Argument gegen das Trinken-lernen: Wääh, dann muss ich dauernd aufs Klo (wo es doch so praktisch war, acht Stunden lang (!) nicht auf die Toilette zu müssen).
Allen, die ähnliche Vorbehalte haben: Ich kann bestätigen, dass man natürlich öfter aufs Klo muss, dass das aber überhaupt keine Affaire ist. Echt nicht. Im kritischen Selbstversuch getestet ;o)

Übrigens: Wer nicht soviel trinken kann: Das pendelt sich sehr schnell ein. Ich musste mich anfangs auch disziplinieren, doch schon nach kurzer Zeit wird es nicht nur zur Gewohnheit, sondern die Lust (teilweise das Muss), was zu trinken, ist von alleine da. Gut ist auch, immer eine Radlflasche dabei zu haben, da kann man unterwegs auch immer mal ein Schlückchen nehmen. Leitungswasserfreunde haben es noch dazu superpraktisch, weil sie überall auffüllen können.

Schönen Sonntag
weiterhin

Gitte

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Hallo Gitte,

mit großem Interesse habe ich deinen Beitrag gelesen!
Das Buch steht bereits auf meiner Einkaufsliste.

Seltsamerweise war es bis dato eher schwierig, wissenschaftlich fundierte Literatur zu diesem Thema bekommen, die über 3 Sätze hinausgeht. Mittlerweile scheint sich in dieser Richtung aber allgemein ein Bewusstsein zu entwickeln.

Vor 3 Jahren habe ich zu diesem Thema, aus gegebenem Anlass, lange recherchiert. Sogar med. Fachbücher und Fachpressemeldungen, gaben leider immer nur Bruchstücke (wie auch das Internet) zu diesem Thema her. Doch mit der Zeit bekommt man einige überzeugende Materialien zusammen.

Wahrscheinlich braucht man sich gar nicht zu wundern, dass auch die Mehrheit der (mir bekannten) niedergelassenen Ärzte, die mit Kreislaufproblemen, etc., konfrontiert wurden, die durch Flüssigkeitsmangel bedingt sind, nur die Symptome behandeln ohne die Hintergründe klären zu können, denn in den Praxen muss es schnell gehen…

Und besonders ältere Leute mit diesen Symptomen sind plötzlich zusätzlich verwirrt, solange bis der Wasserhaushalt hoffentlich irgendwann wieder stimmt und haben dann verständlicherweise Probleme mit ihrer Artikulierung.
Als unser Tantchen während dieser für sie sehr schlimmen Zeit, fast täglich mit dem Taxi zum Hausarzt musste (24-Std.-EKG = Herzrhythmusstörungen, akute Persönlichkeitsveränderungen, usw.), versuchte sie dem Arzt klar zu machen, dass mit ihrem Urin auch was gar nicht stimmte. „Das hat hiermit nichts zu tun“, sagte nur der Doc.
Sie war an keinem dieser Tage in der Lage, Urin abzugeben - wie sollte sie auch, wo nichts ist…?
Natürlich war mal wieder eine Blasenentzündung hingekommen, - denn auch häufig auftretende Entzündungen der ableitenden Harnwege gehören in den Katalog der möglichen Symptome für chron. Flüssigkeitsmangel.

Mein Mann wurde in jüngeren Jahren immer mal wieder von „Kreislaufstörungen“ geplagt. Mit Hilfe von „Effortil“ kam er meistens wieder klar. Trotzdem wurde ihm hin und wieder „schlecht“, der Hausarzt machte EKG, fand nichts, ließ ihn sehr lange auf irgendeiner Liege liegen… Einmal brachte ihn deshalb sogar ein Kollege nach Hause.

Weil er aber irgendwann gelernt hat, dass es am mangelnden Wassertrinken liegt, braucht er schon seit vielen Jahren kein Effortil mehr, und ihm ist auch schon ewig nicht mehr schlecht geworden. Er (48) ist heute derjenige, der mich an die Wasserflasche beim Radfahren erinnert!
Bei dem schönen Wetter sind wir heute fast 30 km geradelt :smile:

Einen guten Start in die Woche

Renate

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