Hi Franzi,
als erstes vielen herzlichen Dank für Deine ausührliche Antwort.
Zweitens sagen, daß ich einiges von dem was du gesagt hast, vergessen hatte, wohl aber nicht ganz (siehe meine vorherigen Antworten in diesem Baum)
Ah! Mir bzw es ging darum, daß jemand sagte, der Patronymik (Vatersname) wäre ein teil der Vorname und ich habe dazu behauptet, das wäre evtl die persönliche, eigene Meinung aber keineswegs Fakt.
Und nun zu Deiner Frage.
Ich habe / hatte zwei - drei Freundinnen aus Spanien, Mexiko,
Bolivien, die haben mir mal erklärt, wie das im Spanischen so
ist,
Nein so ist es nicht.
In Spanien weiß keiner was ein Patronimik ist, es sei denn dieser Mensch kennt sich bzw befasst sich mit Rußland und dessen Kultur.
aber es war für mich so kompliziert, ich habe es wieder
vergessen … Da schleppt aber wohl jeder einiges an Namen mit
sich herum, da ist der russische Name gar ncihts.
(Man möge ebenfalls meine mangelnde Einfallsreichtum verzeihen):
Als erstes: Für das was ich erzähle macht es, im Gegensatz zu Russisch gar nicht aus, ob wir über eine Frau oder einen Mann reden.
Also man hat Herrn Alfonso Ruiz Lopez. Solange er lebt wird er so heissen. Als Erwachsener heiratet eine Maria Fernández García. Jetzt haben sie Kinder zusammen. Der Sohn heisst Carlos, also sein vollständiger Name ist es dann Carlos Ruiz Fernández. Seine Schwester Isabel heisst auch Isabel Ruiz Fernández.
Von dieser Regel gibt es meines wissens nur eine Ausnahme in allen spanisch-sprechenden Ländern, und zwar in Argentinien, wo manche Menschen (aber nicht alle!) haben nur einen Familienname (Wohl wegen italienischer Abstammung, schätze ich mal).
Es gibt aber auch Frauen, die gerne der Nachname ihres Mannes annehmen. Dafür setzen sie die Präposition „de“ (von) davor. Also in unseren Fall María Fernández de Ruiz. Allerdings ist das veraltet und kaum eine Frau macht das noch. Und noch was: Dieser Name ist gar nicht amtlich. In all ihre ausweise wird sie, bis sie stirbt, eben María Fernández García heissen.
Mir ist bewußt, daß für Deutsche das etwas seltsam und sogar etwas irreführend ist, aber so ist es bei uns.
Schöne Grüße und nochmal Danke,
Helena