Der ungeschickte fette Kater Mikesch brachte den großen Spiegel im Schlafgemach der verarmten Baronin Katharina von Hohenburgen ins Wanken, so dass derselbe zu Boden fiel und in tausend Scherben zerbrach.
Sie bestand darauf, dass sofort ein neuer Spiegel gekauft werden müsse, und begab sich mit Ihrem Gemahl, Baron Eugen, zum Glasermeister William. Der hatte zwei schöne Spiegel zur Auswahl. Katharina liebäugelte mit dem reich verzierten, mannshohen Spiegel, während Eugen -angesichts der knappen Finanzlage- ihr nur den meterhohen Spiegel zu genehmigen bereit war. Sie bestand aber darauf, einen Spiegel zu bekommen, in dem sie sich in aufrechter Haltung stehend, vom Scheitel bis zur Sohle ganz betrachten könne. Baron Eugen stand nun vor einer schweren Entscheidung…
gottlieb