Der Spiegel der Baronin

Der ungeschickte fette Kater Mikesch brachte den großen Spiegel im Schlafgemach der verarmten Baronin Katharina von Hohenburgen ins Wanken, so dass derselbe zu Boden fiel und in tausend Scherben zerbrach.
Sie bestand darauf, dass sofort ein neuer Spiegel gekauft werden müsse, und begab sich mit Ihrem Gemahl, Baron Eugen, zum Glasermeister William. Der hatte zwei schöne Spiegel zur Auswahl. Katharina liebäugelte mit dem reich verzierten, mannshohen Spiegel, während Eugen -angesichts der knappen Finanzlage- ihr nur den meterhohen Spiegel zu genehmigen bereit war. Sie bestand aber darauf, einen Spiegel zu bekommen, in dem sie sich in aufrechter Haltung stehend, vom Scheitel bis zur Sohle ganz betrachten könne. Baron Eugen stand nun vor einer schweren Entscheidung…

gottlieb

Der meterhohe Speigel duerfte reichen, solange die Baronin die 2 Meter Marke nicht ueberschreitet. nach der alten Spiegelregel ‚Einfaltspinsel gleich Ausfaltspinsel‘ ist die Unterkante der Speigels auf halber Augenhoehe, die Oberkante zwischen Augenhoehe und Scheitel.
Gruss
Hans

So lasset ehrenwerter Baron Eure Euch teure Gattin daß tun, was so manchem Politiker anstände.
Lasset sie zurücktreten.
Denn tritt die Gnädigste zu weit vor, wird Sie sich Ihr hocherhobenes Näslein stoßen, was möglicherweise den nächsten Spiegel zerstört.
Und bedenkt edler Herr Scherben bringen Glück, aber ein zerbrochener Spiegel bedeutet sieben Jahre Unglück.
So seit denn man´s genug den Rücktritt zu befehlen.
… und ist Sie nicht willig, so verbraucht sie mit Gewalt.

-)))

D.M.

Sehr schön formuliert (OT)
:wink: