Der Teufel im Protestantismus

Hallo Experten,

welches Bild vom Teufel existiert im Protestantismus?

Sehr viel mehr als die alte Luther-Anekdote mit dem Tintenfass-Wurf ist mir nämlich nicht geläufig…

Aufklärung erhofft
dankend
Diana

Hallo Diana,
keine umfassende Antwort, nur der Hinweis: In dieser Frage (wie in anderen) zeigt der Protestantismus vor ca. 1750 ein sehr anderes Bild als danach. In den ersten zwei Jahrhunderten nach der Reformation wurde vom Teufel sehr bildhaft als Verkörperung alles Widergöttlichen, als Versucher und Ankläger, als Protagonist der Apokalypse gepredigt und gesungen: „Der alt böse Feind, / mit Ernst er’s jetzt meint, / groß Macht und viel List / sein grausam Rüstung ist, / auf Erd ist nicht seinsgleichen.“ Aufklärung einerseits und Pietismus andererseits ahnten die psychologische Ambivalenz dieser Objektivierung und Abspaltung des Bösen und wurden vorsichtig, wenn nicht ablehnend dagegen. Aber schon Goethes Mephisto spottet bekanntlich: „Den Teufel spürt das Völkchen nie, und wenn er sie beim Kragen hätte…“
Gruß,
Pietro

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Die Frage … (very off topic)
… ist vielleicht verkehrt herum für Jäger ertragreicher?

statt

welches Bild vom Teufel existiert im Protestantismus?

welches Bild zeigt der Teufel im Protestantismus von sich? :smile:))

auf alle Fälle jedoch:
die Frage, deucht mir, scheint begründet
„drum prüfe, wer sich ewig bündet“

ja? *gg*

*rotfl*

in memoriam

Metapher *derauchdasmitundohneproblemgeraffthat*

Quellen?
Hallo Pietro,

die Dichter zu bemühen ist eine Antwort ganz nach meinem Gusto *g*

Vielen Dank für Deine Hinweise! Und eine Frage hab’ ich noch: Kannst Du mir Quellen bzw. (theologische) Literatur zum Thema benennen?

Nochmals Danke!

Diana

Die Antwort… (slightly off topic)
_welches Bild zeigt der Teufel im Protestantismus von sich?

-)))_

…auf diese Frage wäre sicherlich auch interessant, aber lassen wir hier mal dem Protestantismus das Heft in der Hand :wink:

die Frage, deucht mir, scheint begründet
„drum prüfe, wer sich ewig bündet“
ja? *gg*

*lach* Nein - weder in der einen noch in der anderen Hinsicht
:wink:

Mit Protestanten (zweierlei Art: Theologen & Gläubigen :wink: hatte ich btw in meinem Leben nur sehr kurz zu tun: Als ich vor Jahren nahe der KIHO in Bethel lebte und dorten in WG mit zwei Evangelikalen…verbucht unter der Überschrift: Wozu Wohnungsknappheit so führen kann…

Denen ich die o.g. Frage leider seinerzeit zu stellen verabsäumt habe.

Metapher *derauchdasmitundohneproblemgeraffthat*

Soso…auch den Zusammenhang mit den Malakonchylien or-whats-their-name? *gg*

Bevor wir hier zu Recht ins Plauderbrett verwiesen werden,
Beste Grüsse
& bis morgen
Diana

Hallo Diana,
natürlich gibt es Monographien zu dem Thema, da hab ich aber keine Empfehlung. Wenn du’s sehr wissenschaftlich willst, musst du halt ein bisschen googeln.
Am ergiebigsten finde ich, gerade bei diesem „Gegenstand“, den Blick ins Gesangbuch, weil sich da tatsächlich gelebte Religiosität wiederspiegelt.
Ein Stichwortverzeichnis zum neuen Ev. Gsb. ist Auel, Hans-Helmar, Bibel im Kirchenlied, Vandenhoeck&Ruprecht 2001.
Die Lieder sind im Gsb. alle mit Entstehungsdatum versehen, so dass sich leicht ein geschichtlicher Querschnitt ergibt. (Allerdings sind nicht alle Lieder im originalen Wortlaut enthalten; dafür kann der abgedruckte Wortlaut aber sozusagen aktuelle Gültigkeit beanspruchen.)
Gruß,
Pietro

guten tach ihr,

meine literaturempfehlung allgemein dazu

Gerald Messadie´

Teufel, satan, luzifer
universalgeschichte des Bösen

Taschenbuchverlag
isbn 3-423-30730-7 Buch anschauen

schafft im weitesten sinne (afrik., asiat, islamisch, altrömisch…- auch zeit mittelalter bis franz. rev.) eine übersicht über verschiedenste vorstellungen von diesem letzten einzigen bösewicht, (die entstehung dieser sicht dazu)
hilft evtl.

so das wars von postillero
chü und flusch