Der unbestimmte Artikel (Eng)

Moin auch,

großer Streit im Büro. An den (englischen) unbestimmten Artikel wird bekanntermaßen ein n angehängt, wenn das folgende Wort mit einem Vokal beginnt. Was aber ist, wenn das folgende Wort nur ein Buchstabe ist? Beispiel: I need a S-account. S ist ein Konsonant, wird das Es aber ausgesprochen, fängt es mit einem Vokal an (das E eben). Heisst es also:
I need a S-account oder
I need an S-account

Ich plädiere ja für „a“, aber ich bin die Minderheit.

fragende Grüße,

Ralph

Hallo Ralph,

es kommt auf die Aussprache des Buchstabens an, der hier mit einem „e“-Laut beginnt. Daher heißt es „an S-account“. Sorry. :wink:

Kannst Du z.B. hier http://www.drgrammar.org/faqs/#36 nachlesen.

Viele Grüße
Tanja

Hallo,

ich muss Tanja zu- und dir widersprechen.
Die Aussprache bestimmt, ob es „a“ oder „an“ heißt:
I need an S-account.
oder aber
I need a K-account.

Aus diesem Grund gibt es bei „h“ übrigens beide Varianten.

Ein Engländer würde sagen: Camomile is a herbal tea.
Ein Amerikaner könnte sagen: Camomile is an herbal tea (weil er es so aussprechen würde: … an 'erbal tea.)

Gruß
Elke

Hallo,

nur zur kurzen Erweiterung der richtigen Erklärung.

Hier sind dei Anlaute der Worte relevant - also /e/ bei ‚S-account‘ und /k/ bei K-account. Die Anlaute sind deshalb wichtig, da in der englischen Oralität das ‚linking‘ eine wichtige Rolle spielt, da so Ketten oder ‚chunks‘ gebildet werden.
Hört man bei Deutschen die klare Wortrennung heraus (z.B.: „Ein Apfel am Tag“), so wird dies auf englsich gerne „verwaschen“ (hört sich in etwa an: „anappla day“). Hört nun ein Amerikaner jemanden abgehackt sprechen: „an apple a day“, so weiß er sofort ,dass er einen „Kraut“ vor sich hat.
Der Amerikaner mag nämlich keinen ‚glottal stop‘

Aus diesem Grund gibt es bei „h“ übrigens beide Varianten.

Das liegt daran, dass der Amerikaner den ‚glottal stop‘ auf das Schändlichste diskriminiert. Diesbezüglich ist der Brite doch ein wenig toleranter.

MFG Cleaner

Hallo,

Was aber ist, wenn das folgende
Wort nur ein Buchstabe ist?

Das ist völlig irrelevant.

Übrigens ist die Regel „Konsonant/Vokal“ etwas verwirrend, weil man nicht danach geht, welche Art von Buchstabe da steht, sondern wie das Wort ausgesprochen wird.

Also: „an S-account“, „an account“, „an S“, aber „a uniform“ weil es mit ju ausgesprochen wird.

Ich plädiere ja für „a“, aber ich bin die Minderheit.

In dem Fall hat die Mehrheit recht.

Schöne Grüße

Petra

Hi,

es ist nicht verwirrend, sondern exakt. Die Begriffe Konsonant und Vokal bezeichnen das, was man hört, der Begriff Buchstabe bezeichnet das, was man schreibt.a ist also ein Buchstabe, /a/ ein Vokal. Anders ausgedrückt: ich verwende Buchstaben, um Konsonanten und Vokale zu bezeichnen.

/off klugscheißmodus

die Franzi

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Die Begriffe Konsonant und Vokal bezeichnen das, was man hört, der Begriff Buchstabe bezeichnet das, was man schreibt.

Hallo Franzi,

da muss ich Dir leider widersprechen. Die Begriffe „Konsonant“ und „Vokal“ werden sowohl für die Laute als auch für die Zeichen benutzt. Legt man auf die Unterscheidung wert, so existieren für die Laute außerdem die Bezeichnungen „Konsoid“ bzw. „Vokoid“ sowie für die Zeichen die etwas ungeschickten Komposita „Konsonantenbuchstabe“ bzw. „Vokalbuchstabe“ (ungeschickt deshalb, weil z.B. das [Zeichen] y im Deutschen als Konsonant gilt, obschon mit ihm zumeist Vokoide bezeichnet werden).

Übrigens (falls es Dich interessiert) macht man im Litauischen durchaus auch im Alltag den Unterschied zwischen den Lauten (balsas bzw. priebalsis mit männlicher Endung wie garsas = Laut) und den Zeichen (balsė bzw. priebalsė mit weiblicher Endung wie raidė = Buchstabe).

Liebe Grüße
Immo

P.S. Erinnerst Du Dich an Glücksrad? Die Kandidaten durften in der Endrunde fünf Konsonanten und einen Vokal wählen. Gewählt wurde meist das Ernstl.

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