'Der ungarische Suizid'

Vor einer Weile begegnete mir der Begriff des „ungarischen Suizid“.
Nach kürzeren Nachforschungen fand ich heraus, dass in Ungarn
die Suizidrate beim 10fachen Wert des z.B. griechischen lag.
Jetzt suche ich nach Erklärungen für diesen unglaublich hohen Wert von in etwa 37 Suiziden auf 100.000 Menschen.

Vielen Dank für hilfreiche Tipps im Voraus,

Max

Hi Max,

also für Suizid gibts keine monokausalen Gründe, sondern es fügen sich meist mehrere Gründe so zusammen, dass die Person nur diesen „Ausweg“ sieht. (vgl. Der Suizid von Thomas Bronisch)
Nun zu deiner eigentlichen Frage: Ungarn gehörte ja, im Gegensatz zu Griechenland, dem Ostblock an, indem die Suizidraten um einiges höher lagen als in Westeuropa, was wohl an der Regierungsform und der damit verbundenen sozialen, wirtschaftlichen und persönlichen Umstände hing. Zudem ist, jedenfalls in meiner Statistik, eine sehr geringe Suizidrate in den Mittelmeerländern zu erkennen, was auf Sonne und damit auch auf gesteigerte Lebensfreude (keine Winterderessionen) hinweist.

Klaus

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Hinzu kommt in einigen Regionen evtl. auch noch, dass so einiges dort ganz unabhängig von der Anzahl der Messerstiche im Rücken des Toten als Suizid beurteilt wird, wohingegen z.B. bei uns die Wahrscheinlichkeit solch einer Einstufung direkt antiproportional zur Menge der Stichwunden ist.

*duck-und-weg*

eh, das ist in vielen, vor allem katholischen, Gegenden genau umgekehrt - es war zwar ein eindeutiger Selbstmord, aber NATÜRLICH war es ein tragischer Unfall…

Gruss, iz.