Hallo Sabine,
ich habe da so eine Ahnung, weiß aber nicht, ob ich damit
vielleicht total daneben liege.
Nein, Du liegst nicht total daneben.
aus meinem Digitalen Grimm (der link nach Trier klappt zur Zeit nicht)
WARUM [Lfg. 27,13], fragew. und adv., mhd. warumbe, ahd. (erst bei NOTKER) warumbe (wârumbe), entsprechend mnd. warumme, worumme, wurumme, ndl. waarom, afr. hwerumbe, hwerum, hwerom, werom RICHTHOFEN 836.
- schon im mhd. tritt, zunächst in md. quellen, mit assimilation warumme und die kürzung warumb, warum auf; im 15. jahrh. kommt auch noch warumbe vor.
WIESO [Lfg. 29,10], adv., alleinstehend, stellvertretend für einen vollständigen fragesatz (s. unten 1) oder satzeinleitend in direkten und indirekten fragesätzen (unter 2). entstanden [29,1629] aus sätzen des typus wie ist es so, dasz … (vgl.: nam cur uersat lubrica fortuna tantas uices? … uuîo ist taz sô? daz fortuna trîbet sô unrehten uuehsal? NOTKER 1, 39 P.; s. auch wie I A 2), verlangt wieso eine genauere erklärung oder begründung einer behauptung, eines sachverhalts oder geschehens im sinne von ‚wie kommt es, dasz …, wie kann das sein, wie ist das zu verstehen?‘ von warum ist es dadurch unterschieden, dasz es zugleich erstaunen und zweifel in bezug auf die vorgetragene behauptung, den sachverhalt u. dgl. ausdrückt, also emotional gefärbt sein kann, während warum in der regel nur sachlich nach dem grund fragt.
Ich glaube, das die emotional Färbung bei „wieso“ noch ein ganz kelin wenig mitschwingt.
Gruß
Pit