Wie ein Taschenwärmer funktioniert wurde ja bereits erklärt.
Aber funktioniert, das auch andersherum?
Gibt es Stoffe die auf mechanische Einwirkung ihre Temperatur schlagartig ändern, aber in den Minusbereich? Und kann man diese dann wieder in ihren Urzustand zurückführen um den Effekt immer wieder nutzen zu können?
Gibt es Stoffe die auf mechanische Einwirkung ihre Temperatur
schlagartig ändern, aber in den Minusbereich?
Ja, das passiert bei überhitzten Flüssigkeiten. Die können explosionsartig verdampfen und kühlen sich dabei schlagartig auf ihren Siedepunkt ab.
Und kann man
diese dann wieder in ihren Urzustand zurückführen um den
Effekt immer wieder nutzen zu können?
Im Prinzip schon.
Danke für deine Antwort.
Aber würde dies auch im Aggregatswechsel von fest zu flussig oder umgedreht funktionieren?
Da es sonst schwer wäre dies in eine kleine Würfelform zu bringen.
Mich würde aber dennoch interessieren wie diese spontane Abkühlung funktioniert.
Moin,
vereinfacht gesagt brauchst du einen Stoff der bei Anwendungstemperatur - z.B. 25° eigentlich fest wäre, also eine überhitzte Flüssigkeit. Wenn du diesem Stoff jetzt einen Kristalisationskeim gibst, z.B. indem du eine Metallplättchen knickst, dann kristalisiert er aus. Dabei wird die Gitterenergie frei. So funktionieren Heizpads.
Bei Kühlpads macht man es z.B. so, dass man zwei Stoffe zu einer endothermen Reaktion bringt, die also Energie von außen benötigt. Wenn die Reaktion läuft entzieht sie der Umgebung Wärme - es wird kalt.
Moin!
Wenn die Reaktion läuft entzieht sie der Umgebung
Wärme - es wird kalt.
Das Prinzip kenne ich von den „Einweg“- Kühlpads z.B. bei Sportverletzungen.
Interessant ist aber der zweite Teil der Frage, warum die Dinger nicht wieder „aufgeladen“ werden können…
Ich kenne sie leider nur zum wegwerfen nach einmaliger AKtivierung.
Was spricht dagegen???
neugierige Grüsse
Ulli
P.S.: Dabei fällt mir ein: es gibt Bierfässer, die das Bier nach „Aktivierung“ kühen, dabei selbst aussen recht warm werden. Diese Dinger sind „reaktivierbar“ - allerdings ist mir nicht klar, ob die Kälte im Inneren (Bier) nur ein Nebeneffekt der Wärme nach aussen ist…
Das bringt uns ja der ganzen Sache näher und fördert zudem mein Verständnis für Chemie. Danke erstmal dafür.
Wenn man nun bei Kühlpads zwei Stoffe zum reagieren bringt, kann man denn diese auch wieder von einander trennen?
Wenn ja, wie?
Ist das ganze in einem abgeschlossenem Würfel möglich?
Aber würde dies auch im Aggregatswechsel von fest zu flussig
oder umgedreht funktionieren?
Ich kenne kein Beispiel für Stoffe, die über ihren Schmelzpunkt hinaus erhitzt werden können, ohne zu schmelzen. Üblicherweise ist der Übergang von Fest zu Flüssig sogar so zuverlässig, dass er zur Kalibration von Temperatursensoren verwendet wird.