„Er/sie sieht wieder den Wald vor lauter Bäumen nicht“ -
Kann mir eine® bitte sagen, was das eigentlich
g e n a u aussagen soll?
Ich habe diese Rede selbst schon oft gewendet, wahrscheinlich aber mit einer zumindest sehr unscharfen Bedeutung. Es ist jedenfalls nicht: „Die Lösung ist doch offensichtlich!“ oder „Die Neger haben Europa doch schon längst übervölkert“ (not at all discriminating, black brother/sister!)
Und bei dieser Gelegenheit noch: was hat das englische Wort „discriminating“ eigentlich mit dem deutschen „diskriminerend“ zu tun? Bzw. was ist eigentlich das proppere´ englische Wort für das doch so moderne deutsche: "Diskriminierung!" Havn´t we always been discriminating Frauen´ too much, but we´re right to do?
Ich finde die Rede: „er/sie sieht die (einzelen) Bäume vor lautem Wald nicht mehr“ viel eindeutiger und treffender manchmal und wende sie auch oft.
Meine Frage zielt nun darauf:
- Wie sind die erwähnten Redewendungen zu verstehen?
- Wie/in welchem Zusammenhang (welcher Vielfalt) habt ihr sie schon einmal angewendet?
Mit froindlichen Krüßen, moin, Manni
Hallo Manni,
einer, der den Wald vor lauter Bäumen nicht sieht, verzettelt sich in Kleinigkeiten und Details und verliert dabei sein großes, wichtiges Ziel aus dem Auge.
Gruß
Uschi
Hallo, Uschi, danke für diesen Hinweis/Aspekt.
Da müßte man doch aber „eigentlich“ sagen:
„Er/sie sieht den Wald vor lauter Bäumen n i c h t m e h r“,
oder? Er/sie verliert das Ziel aus den Augen, verzettelt sich im Detail; denn ein „(großes)Ziel“, wie, wie hieß er noch, Chingachcook, der Indianerhäuptling laut dem song, aus den Augen verloren, den Sinn verloren, etc, hatte, ein solches Ziel „entsteht“ doch nicht erst bei der Beschäfigung mit den Einzelheiten. Denn: mit w e l c h e n Einzelheiten? (E. wovon, wenn man das „Ganze“ gar nicht kennt?
Aber, wohlbemerkt, mir geht es bei der Sache hauptsächlich um einen Fehler, den auch ich immer wieder mache: die einzelnen Bäume vor (lautem) Wald nicht mehr sehen…
Im Wald und auf der…äh bei den Heiden…
Krüßchen, moin, manni
'Den Wald nicht mehr vor lauter Bäumen, oder
die Bäume vor lauter Wald nicht mehr sehen."
Mir scheinen beide Varianten möglich zu sein.
Wenn ich den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sehe, habe ich mich in den Details verloren und das Ganze ist aus meinem Blickfeld verschwunden.
Sehe ich vor lauter Wald die Bäume nicht mehr, so habe ich mich in der Allgemeinheit verloren und die Details sind aus meinem Blickfeld verschwunden.
Beides ist von Übel.
Fritz
Halten Bäume zusammen - sono fidele, gli arbole?
Wenn ich den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sehe, habe ich
mich in den Details verloren und das Ganze ist aus meinem
Blickfeld verschwunden.:
Das fiel mir so (gleich) hinteran auch dazu ein.
Es bleibt allerdings die Frage, inwieweit man dieses „Ganze“ als Souverän des Gemeinsamen über das Einzelne ansieht und auch vertritt. „Inwieweit“, wohlbemerkt, nicht „ob“.
Auch wenns weit entfernt scheint:
Der „Kommunismus“ hat „den Chinesen“ (und auch zB den Vietnamesen) zu einer e i g e n e n nationalen Existenz (und damit zu ihrer Geschichte zurück) geführt; und ist heute deswhalb nicht mehr nötig. Aber Amerika und wir müssen uns jetzt vor der (Markt)Macht Chinas in Acht nehmen. Oder besser: in neuin, denn mit neun fängts neu an.
Sehe ich vor lauter Wald die Bäume nicht mehr, so habe ich
mich in der Allgemeinheit verloren und die Details sind aus
meinem Blickfeld verschwunden.:
Beides ist von Übel.:
Aber/und: ich habe nicht unabsichtlich „vor lauteM Wald“ geschrieben.
Laut scheint/schallt mir der Wald nur als Relikt der Einzig/Einzelheit. Und je lauter, desto plumps…
Unkaputtbar ist sowieso gaaaar nixxxxx!
Man kann noch in Tombstone kaum zum `comb´ kommen; sprachlich, meinich. Die Franzosen eher…après Bonne une part.