Guten Tag,
viele von Euch(wie auch ich) vertreten sicherlich Freud’s Theorie über den Sinn und Zweck der Träume. Mir ist jedoch ein neuer Aspekt eingefallen, der das Dasein der Träume auch erklären könnte.
Wir Menschen(also auch unser Gehirn) sind nicht in der Lage uns vorzustellen, wie es ist „ohne Bewusstsein“ zu leben bzw. tot zu sein. Da im Schlaf unser Bewusstsein nun „abgelenkt“ ist bzw. sich in einer Ruhephase befindet, muss etwas her, dass dieses Fehlen des Bewusstseins füllt. Hier kommen die Träume ins Spiel. Sie simulieren während des Schlafes das Bewusstsein.
Diese Theorie widerspricht nicht Freud’s Theorie, dass die Träume unterbewusste und verdrängte Gedanken und Gefühle „verarbeiten“.
Gebt Ihr mir Recht oder habe ich eine Tatsache nicht bedacht?
Ich hoffe auf viele Antworten.
Viele Grüße,
Scarface
Ist eine interessante Theorie! Aber ich glaube nicht, dass der Traum ein Bewusstsein simuliert, ich glaube, das der Traum ein Bewusstsein ist und zwar das deutlichste, dass der Mensch nur haben kann! Wenn Träume nur „Platzhalter“ für das fehlende Bewusstsein sind, warum träumt man dann nicht von ganz belanglosen, schönen, bisweilen surrealen Sachen? Ich kann nur von mir reden: Ich träume ausschließlich von Sachen, die mich auch den Tag über beschäftigen würden, wenn ich nicht durch arbeit, lernen etc. abgelenkt wäre und da liegt meiner Meinung nach der Punkt. Oft „weigern“ wir uns, uns im Alltag mit bestimmten Situationen, Momenten oder Menschen auseinander zu setzen und lenken uns lieber ab…aber da man sich zwangsläufig mit Gefühlen auseinandersetzten muss wird das eben dann nachgeholt, wenn wir uns gerade mal nicht ablenken können…Bestimmt gibt es auch Träume, die einfach keine Bedeutung haben und die deiner Theorie zusagen, aber ich glaube doch, dass sie versuchen etwas zu verarbeiten oder uns deutlich versuchen zu signalisieren: Pass ma auf lieber Mensch, da ist noch eine Sache die vielleicht ma geklärt werden muss…
Lieben Gruss 
Hallo Scarface,
du vergisst, dass wir jede Nacht mehrere Stunden im Tiefschlaf verbringen, völlig ohne Bewusstsein.
Gruß, Nemo.
Aber ich glaube nicht, dass der
Traum ein Bewusstsein simuliert, ich glaube, das der Traum ein
Bewusstsein ist und zwar das deutlichste, dass der Mensch nur
haben kann!
Ist doch im Grunde das Selbe. Was ich im Grunde sagen will ist, dass der Mensch ohne irgendeine Art von Bewusstsein, nicht „leben“ kann.
Wenn Träume nur „Platzhalter“ für das fehlende
Bewusstsein sind, warum träumt man dann nicht von ganz
belanglosen, schönen, bisweilen surrealen Sachen?
Ich unterscheide zwischen zwei „Traumtypen“.
- Traumtyp: Träume an die wir uns später erinnern.(dabei ist es egal nach welcher Zeit wir uns an sie erinnern. Das Wichtige ist, dass diese Art von Träumen in unser Bewusstsein gelangen können.)
- Traumtyp: Träume an die wir uns nicht erinnern und die nach meiner Theorie nur als Platzhalter dienen.(Diese werden nachdem sie „geträumt“ wurden, einfach wieder vergessen, da sie nicht weiter von Belang sind.)
An den ersten Traumtyp erinnern wir uns, da wir uns an ihn erinnern SOLLEN. Schließlich dient er dazu aufgebaute Affekte wieder abzubauen und hat viele weitere wichtige Aufgaben.
Ich kann nur
von mir reden: Ich träume ausschließlich von Sachen, die mich
auch den Tag über beschäftigen würden, wenn ich nicht durch
arbeit, lernen etc. abgelenkt wäre und da liegt meiner Meinung
nach der Punkt. Oft „weigern“ wir uns, uns im Alltag mit
bestimmten Situationen, Momenten oder Menschen auseinander zu
setzen und lenken uns lieber ab…aber da man sich
zwangsläufig mit Gefühlen auseinandersetzten muss wird das
eben dann nachgeholt, wenn wir uns gerade mal nicht ablenken
können…Bestimmt gibt es auch Träume, die einfach keine
Bedeutung haben und die deiner Theorie zusagen, aber ich
glaube doch, dass sie versuchen etwas zu verarbeiten oder uns
deutlich versuchen zu signalisieren: Pass ma auf lieber
Mensch, da ist noch eine Sache die vielleicht ma geklärt
werden muss…
Da gebe ich dir Recht. Damit widersprichst du mir aber nicht unbedingt 
Lieben Gruss 
Grüße zurück 
Hallo Nemo,
der Tiefschlaf schließt Träumen nicht aus. Gerade in dieser Phase treten sogar Phänomene wie Schlafwandeln und Reden im Schlaf auf.
Gruß,
Scarface
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Ich will dir ja auch nicht unbeding wiedersprechen 
Ich finde deinen Gedankengang, ohne eine Form des Bewusstseins nicht leben zu können (selbst im Schlaf!) nicht schlecht und glaube, dass ich an diese Theorie nicht so schnell gedacht hätte… (obwohl es ja eigentlich ziemlich naheliegend ist
Ich muss allerdings gestehen, dass ich mich, bis eben, noch nie mit diesem Thema auseinander gesetzt habe.
Für mich waren Träume nur Verarbeitungen meiner Gefühle…warum wir im Prinzip träumen, darüber hab ich nie wirklich nachgedacht 
Also Dankeschön für diese neuen Gedankengänge die du mir beschert hast, vielleicht fällt mir ja noch ne andere Theorie zu dem Thema ein 
Bis bald 
Ich will dir ja auch nicht unbeding wiedersprechen 
Wäre doch nicht schlimm, wenn du es machen würdest
Ich bin nicht kritikscheu und das ist auch kein Dogma, was ich aufgestellt habe 
Es ist schließlich auch nur ein Gedanke meinerseits und falls dieser nicht ganz richtig ist, habe ich kein wirkliches Problem damit 
Was ich noch erwähnen wollte:
Ich habe ja oben geschrieben, dass wir uns diesen Zustand des Fehlens des Bewusstseins nicht vorstellen können. Ich habe allerdings nicht erwähnt wieso es so ist.
Nun das ist relativ einfach: Wir waren bisher noch nie in solch einem Zustand.(außer vor der Geburt, doch ich glaube nicht, dass unser Gehirn sich daran noch „erinnern“ kann)
Das hatte ich oben geantwortet aber vielleicht hilft das ja …
enweder - oder 
( Autor: jayantu (Mitglied seit: 14.11.2007) / Datum: 28.10.2009 22:15 Uhr / Bewertungspunkte: (0) / Geklickt: 0 mal )Was Du da erlebst sind die nicht zu Ende gedachten Gedanken oder erlebten Gefühle die im Laufe des Tages nicht genügend Platz hatten 
Ich hatte mal einen kleinen Selbstversuch unternommen, ich hatte einen Job bei einer Firma und mußte den ganzen Tag in einem Gebäude fegen, da bei habe ich Langeweile beim Arbeiten, auf die Lücke zwischen dem Ein- und Ausatmen geachtet. Das Fegen ging dann automatisch und die Zeit verging ganz schnell. Aber in der Nacht ! Da hatte ich als ich die Augen zu machen wollte oder schon eingeschlafen war, ein ganz klares Bild von dem Raum vor dem geistigen Auge, ich hatte mir jedes Teil gemerkt, obwohl ich am Tag keine bewußte Aufmerksamkeit daruaf verschwendet hatte, im Traum nimmt man vielleicht dann noch das war was man am Tag nicht bewußt beachtet hat… Keine Sorge 
Gruß Oliver