Dermatophyten in den Milchgängen - wer weiß Rat?

Liebe Www’ler,
ich habe eine Odyssee hinter mir und meine letzte Hoffnung ist hier jemanden zu finden, der hier eventuell weiter weiß.

Da ich nun endlich eine Erklärung für meine wahnsinnigen Schmerzen in der Brust und im gesamten Oberkörper habe (vor dem Stillen, beim Stillen, nach dem Stillen und eigentlich immer) und der Befund Dermatophyten lautet, sollte ich mich eigentlich freuen, aber ich stoße rundherum auf widersprüchliche Ratschläge. Das Krankenhaus rät mir zu einer Behandlung mit Flukonazol bei gleichzeigem Weiterstillen, da das Kind (5 Wochen) ja mitbehandelt werden müßte. Dies scheint ein ziemliches Hammermittel zu sein und diverse Frauenärzte waren mehr als entsetzt als ich davon berichtete und meinten ob ich mein Kind umbringen will und ich soll doch nur mal den Beipackzettel lesen (möchte hier keine Diskussion über Beipackzettel anstimmen:wink:). Einige Gynäkologen meinen, so etwas wie einen Pilz in den Milchdrüsen gebe es nicht und ich soll einfach regelmäßig Salbeitee trinken, dann wird die Milch reduziert und die Schmerzen hören auf.

Nun könnte ich ja Abstillen (was ich ursprünglich nie vor hatte), das Mittel nehmen und wäre irgendwann den Pilz los. Nur - wie wird die Kleine den Pilz los???

Abpumpen für 30 Stunden ist auch keine Lösung, denn ich pumpe ja die vom Pilz befallene Milch ab und dann dreh ich mich im Kreis. Und auch das Kind hat dann immer noch den Pilz.

Mittlerweile bin ich wohl alle Stellen durch, die man so fragen kann (Stillberatunsstellen, La Leche Liga, Entbindungsstationen, Nachsorgehebammen, Gynäkologen etc.), aber vielleicht hat hier jemand schon etwas von diesem Problem gehört und kann mir evtl. einen Ratschlag geben.

Klar, ich könnte den Pilz Pilz sein lassen mit sämtlichen Konsequenzen (und die hören sich bei Dermatophyten nicht so toll an), aber ich habe unglaubliche Schmerzen seit ca. 20 Tagen, die man so beschreiben könnte als ob jemand ständig mit einem Messer ein eine offene Wunde sticht. Der Schmerz geht vom Kiefer bis zur Hüfte, ist am größten um die Brust herum und in den Achseln und macht mich fast wahnsinnig. Daß das Kind wohl bereits traumatisiert ist, wenn ich ständig beim Stillen schreie, brauch ich wohl nicht zu schildern.

Vielen Dank für’s Lesen bis hierhin,
liebe Grüße,
Christiane

Hallo Christiane,

ich bin leider keine Expertin für Dein Problem…ich hatte aber auch große Schwierigkeiten mit dem Stillen.
Mein Rat wäre…
Die Pilzerkrankung behandeln und abstillen.
Wenn das Stillen für Dich so ein Stress ist gehen alle positiven Faktoren für das Kind verloren. Stillen soll das Kind ja nicht nur ernähren sondern auch das Band zwischen Mutter und Kind knüpfen, Nähe und Geborgenheit vermitteln.
Ausserdem werden durch das Stillen nur noch mehr Dermatophyten auf Dein Kind übertragen.
Lass Dich nicht verrückt machen - Flaschenkinder werden auch groß - mein erstes Kind wurde auch nicht gestillt sondern bekam Hipp HA und hat keinerlei Entwicklungs oder Allergieprobleme.
Alternativ könntest Du das Medikament einnehmen und die Milch abpumpen und wegwerfen. Wenn Du frei von Erregern bist fängst Du dann wieder mit dem Stillen an.

Also - leg Dich ins Bett, kurier Dich aus, spann Deinen Mann bei der Versorgung des Babys ein…(:smile:) schlaf mal wieder eine Nacht durch (:smile:) und werde gesund.

Alles Gute für Dich

Susanne

Liebe Christiane!

Pilze behandelt man z.B. auch mit Nystatin Trf. und Tabl., zumindest was Mund und Darm anbelangt. Es ist ein unschädliches Mittel. Ich weiß allerdings nicht, ob das Mittel für Dich richtig ist, wenn Du stillst.
Sprich mal den Arzt, bzw. Apotheker, Heilpraktiker darauf an.

Gib bitte auch mal Rückmeldung, wenn Du Erfolg verzeichnen kannst, da es mich interressiert, was geholfen hat.

Liebe Grüße
Rosa

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Hallo,
ich möchte ein, zwei Dinge zu bedenken geben und habe einige zusätzliche Fragen:
1.) Der Begriff Dermatophyt bezeichnet erst einmal nur einen Hautpilz. Dies schliesst nicht aus, das Dermatophyten auch in den Ausführgängen/Milchgängen der Brust vorkommen. Bei Deinem Kind gelangen diese Pilze aber erstmal nur in den Magen was erst einmal noch nicht viel heisst.
2.) Wenn der Dermatophyt tatsächlich für die Symptome verantwortlich ist (was ich nicht zu beurteilen vermag, es wäre aber ein eher seltener Fall), wäre anzuraten abzustillen und mit Fluconazol zu behandeln. Bei Dir liegt bedingt durch Schwangerschaft/Geburt/Stillen möglicheweise eine gewisse Immunsuppression (!) vor. Damit besteht die Gefahr einer systemischen Erkrankung mit diesen Dermatophyten - damit wäre dann nicht zu spassen. Gelegentlich gibt es solche systemischen Infektionen auch durch Dermatophyten, die sind sehr schwierig zu behandeln.

Aber:
das ganze ist etwas spekulativ. Folgende Fragen:
a.) Was genau stand in dem Befund: Dermatophyten, oder war ggf. auch noch der Name dieses Dermatophyten angegeben (z.B. Geotrichum oder irgendwas in der Art). Zur Erklärung: Geotrichum bspw. wird häufiger mal in Stuhlproben nachgewiesen, da er auch in normalen Lebensmitteln auf Milchbasis vorkommt. Die orale Aufnahme diese Pilzes durch Dein Kind wäre dann eher unproblematisch.
b.) wurde außer dem Dermatophyt auch noch anderes Gekrabbel nachgewiesen, etwa Staphylococcus aureus oder irgendwelche anderen Bakterien? Wenn ja, würde ich den für viel wahrscheinlicher als Problemauslöser halten, aber auf die Ferne ist auch dass spekulativ
c.) Welches Labor hat den Befund erhoben? (ich habe mich selber mehrere Jahre mit der Pilzdiagnostik befasst und Dermatophyten gehören nicht gerade zu den einfach zu erkennenden Pilzen; es gibt Labore, die da manchmal meilenweit (!) daneben liegen).
d.) Wurde dieser Dermatophyt auf Empfindlichkeit gegenüber Fluconazol getestet (würde mich wundern, da praktisch sehr schwierig) und damit
e.) von wem stammt die Empfehlung zu Fluconazol: vom Diagnose-Labor oder vom behandelnden Arzt?

Viele Fragen, zugegeben. Abschließend noch mein wohl gemeinter aber oft angefeindeter Hinweis, dass die Gefahr von Pilzen maßlos überschätzt wird. Den einen oder anderen Pilz, auch Hautpilz dürfte man bei der überwiegenden Mehrheit der Menschen finden. Ob der dann aber für Beschwerden und Symptome verantwortlich ist, ist eine zweite Frage. Die Ursache für Deine Schmerzen kann letztendlich eine ganz andere sein und der ‚Dermatophyt‘ nur ein so genannter ‚innocent bystander‘ (zur falchen Zeit am falschen Ort) sein. Darüber hinaus kennen sich die wenigsten Ärzte tatsächlich mit Dermatophyten aus. Spezialisten sind am ehesten unter den Hautärzten zu finden, da die praktisch täglich damit zu tun haben.
Wünsche Dir gute Besserung,
oliver

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Liebe Christiane!

Pilze behandelt man z.B. auch mit Nystatin Trf. und Tabl.,
zumindest was Mund und Darm anbelangt. Es ist ein
unschädliches Mittel…

… das den Darm allerdings nicht verläßt und deshalb völlig ungeeignet ist. Zudem wirkt es hauptsächlich gegen Hefepilze.

Mich würde mal interessieren, ob das Kind denn überhaupt Symptome hat?

Gruß
Peter

Hallo Oliver,

ganz herzlichen Dank für Deine Antwort!

1.) Der Begriff Dermatophyt bezeichnet erst einmal nur
einen Hautpilz. Dies schliesst nicht aus, das Dermatophyten
auch in den Ausführgängen/Milchgängen der Brust vorkommen.

Zur Info: Den Pilzabstrich hatte man mit einem Tropfen Muttermilch gemacht. Vielleicht auch noch folgende Vorgeschichte: an dem Abend im Krankenhaus als man den Abstrich machte, war ich mit dem Baby dort, weil es vorher ca. einen Viertel Liter Blut gespuckt hatte. Ich bin erschrocken, habe aber aufgrund des überaus guten Gesundheitszustandes des Kindes nicht ernsthaft geglaubt, daß es irgendwie erkrankt ist. Zudem ist es außerordentlich kräftig für sein Alter. Allerdings konnte ich weder Blut oder Risse an den Brustwarzen noch Blut in der Muttermilch entdecken. Die Ärzte nach dem Abpumpen übrigens auch nicht und deswegen wurde erst im Labor festgestellt, daß aus beiden Brüsten Blut beim Stillen fließt. Dann erst wurde die Vermutung geäußert, daß es sich vielleicht um einen Pilz bei mir handeln könnte. Eine Brustentzündung wurde definitiv ausgeschlossen. Weder sind Symptome dafür vorhanden, noch wurden im Blut Entzündungswerte festgestellt (also kommt auch keine andere bakterielle Infektion in Frage).

Deinem Kind gelangen diese Pilze aber erstmal nur in den Magen
was erst einmal noch nicht viel heisst.

Und dann geht’s weiter in den Darm und dann sieht man selbige am Po?? Die Kleine hat seit ca. einer Woche Rötungen am Po, die durchaus (laut Kinderarzt bei der U3) auf einen Pilz schließen lassen.

2.) Wenn der Dermatophyt tatsächlich für die Symptome
verantwortlich ist (was ich nicht zu beurteilen vermag, es
wäre aber ein eher seltener Fall), wäre anzuraten abzustillen
und mit Fluconazol zu behandeln. Bei Dir liegt bedingt durch
Schwangerschaft/Geburt/Stillen möglicheweise eine gewisse
Immunsuppression (!) vor.

Ich verstehe hier den Begriff nicht ganz. Kenne das nur im Zusammenhang mit Medikamenten, die künstlich das Immunsystem unterdrücken, etwas bei einem Spenderorgan…

Damit besteht die Gefahr einer

systemischen Erkrankung mit diesen Dermatophyten - damit wäre
dann nicht zu spassen.

Kannst Du mir erklären, was dies bedeutet?

Folgende Fragen:
a.) Was genau stand in dem Befund: Dermatophyten, oder war
ggf. auch noch der Name dieses Dermatophyten angegeben (z.B.
Geotrichum oder irgendwas in der Art).

Ich habe den Befund nur telefonisch bekommen, werde mich aber genauer erkundigen. Man sagte mir wortwörtlich: „Sie haben Dermatophyten aus der Familie der Trichophyten…“

b.) wurde außer dem Dermatophyt auch noch anderes Gekrabbel
nachgewiesen, etwa Staphylococcus aureus oder
irgendwelche anderen Bakterien? Wenn ja, würde ich den für
viel wahrscheinlicher als Problemauslöser halten, aber auf die
Ferne ist auch dass spekulativ

Mehr ist im Khs bestimmt nicht untersucht worden. Werde nachfragen, aber gleichzeitig noch einen Arzt aufsuchen, der den Befund akzeptiert (der Gyn. gestern hat ihn schlichtweg abgelehnt mit den Worten: Pilze in der Muttermilch gibt es nicht) und dann weiter untersuchen läßt.

c.) Welches Labor hat den Befund erhoben? (ich habe mich
selber mehrere Jahre mit der Pilzdiagnostik befasst und
Dermatophyten gehören nicht gerade zu den einfach zu
erkennenden Pilzen; es gibt Labore, die da manchmal meilenweit
(!) daneben liegen).

Wie gesagt, das Labor wurde vom Khs beauftragt (Dritter Orden in München). Vermutlich also das Khs-eigene Labor. Hast Du da Tipps was das Labor betrifft? Wobei ich vermutlich als Kassenpatient keine Wahl habe?:wink:

d.) Wurde dieser Dermatophyt auf Empfindlichkeit gegenüber
Fluconazol getestet (würde mich wundern, da praktisch sehr
schwierig) und damit

leider nicht bekannt.

e.) von wem stammt die Empfehlung zu Fluconazol: vom
Diagnose-Labor oder vom behandelnden Arzt?

Von der diensthabenen Gynäkologin dort, die eine Kollegin zu Rate gezogen hatte, die wohl mehr Erfahrung hat.

Viele Fragen, zugegeben.

Oh, ich bin Dir sehr dankbar, daß Du Dich so intensiv nun damit beschäftigt hast!

Von meiner Seite wäre noch hinzuzufügen, daß ich auch in der Schwangerschaft von Pilzen geplagt war. Vor der Entbindung war ich allerdings laut Arzt „Pilz-frei“. Vor der Schwangerschaft hatte ich dagegen so gut wie nie Pilze.

Abschließend noch mein wohl gemeinter

aber oft angefeindeter Hinweis, dass die Gefahr von Pilzen
maßlos überschätzt wird. Den einen oder anderen Pilz, auch
Hautpilz dürfte man bei der überwiegenden Mehrheit der
Menschen finden.

Ich denke da genauso. Nur - ich werde verrückt vor Schmerzen und würde mich wirklich nicht als schmerzempfindlich beschreiben.

Ach ja, noch etwas, das Baby hat übrigens keine Anzeichen im Mund von einem Pilz. Also keinen weißen Belag oder weiße Pünktchen im Mund.

Ob der dann aber für Beschwerden und Symptome

verantwortlich ist, ist eine zweite Frage. Die Ursache für
Deine Schmerzen kann letztendlich eine ganz andere sein und
der ‚Dermatophyt‘ nur ein so genannter ‚innocent bystander‘
(zur falchen Zeit am falschen Ort) sein. Darüber hinaus kennen
sich die wenigsten Ärzte tatsächlich mit Dermatophyten aus.
Spezialisten sind am ehesten unter den Hautärzten zu finden,
da die praktisch täglich damit zu tun haben.

Guter Tipp - ich werde dann wohl auch noch die Hautklinik hier aufsuchen.

Nochmals vielen Dank für Dein langes Posting und ich würde mich freuen, wenn Du nochmal antwortest!

Herzliche Grüße,
Christiane

Liebe Rosa,

Pilze behandelt man z.B. auch mit Nystatin Trf. und Tabl.,
zumindest was Mund und Darm anbelangt. Es ist ein
unschädliches Mittel. Ich weiß allerdings nicht, ob das Mittel
für Dich richtig ist, wenn Du stillst.

Dieses Mittel hatte man im Krankenhaus erwähnt, aber man hatte mir gleich gesagt, daß es in 95% der Fälle nicht helfen würde. Man erwähnte eine Creme, die ich regelmäßig auf die Brustwarzen auftragen könnte.

Gib bitte auch mal Rückmeldung, wenn Du Erfolg verzeichnen
kannst, da es mich interressiert, was geholfen hat.

Mach ich gerne. Es sind ja genug Leute von Pilzen geplagt…

Liebe Grüße,
Christiane

Mich würde mal interessieren, ob das Kind denn überhaupt
Symptome hat?

Hallo Peter,

wie oben in der Antwort an Oliver eben geschrieben: im Mund des Kindes ist nichts zu sehen, am Po gibt es rötliche Bereiche, die sich immer wieder mal verändern. Mal ist’s ein roter ca. 1-2 cm großer Punkt, mal eine größere Fläche.

Ansonsten wirkt das Baby sehr gesund und kräftig (im Gegensatz zur total erschöpften Mutter:wink:

Liebe Grüße,
Christiane

Hallo Susanne,

auch Dir Danke für Deine Antwort!

Mein Rat wäre…
Die Pilzerkrankung behandeln und abstillen.

Möchte ich sehr, sehr ungern, aber wenn’s gar nicht anders geht…

Wenn das Stillen für Dich so ein Stress ist gehen alle
positiven Faktoren für das Kind verloren. Stillen soll das
Kind ja nicht nur ernähren sondern auch das Band zwischen
Mutter und Kind knüpfen, Nähe und Geborgenheit vermitteln.

Da hast Du durchaus recht. Ich habe sowieso das Gefühl, daß je länger ich mit solchen Schmerzen stille, je weniger entsteht da irgendein Band zwischen mir und dem Baby. Allerdings wird das Band zwischen Baby und Vater dadurch verstärkt, denn ich bin eigentlich nur noch die Milchbar, da ich vor Schmerzen das Kind kaum noch halten kann und so der Vater sich um alles andere kümmert.

Lass Dich nicht verrückt machen - Flaschenkinder werden auch
groß - mein erstes Kind wurde auch nicht gestillt sondern
bekam Hipp HA und hat keinerlei Entwicklungs oder
Allergieprobleme.

Ja klar, nur Stillen ist halt auch unheimlich praktisch, ist billig, macht wenig Arbeit etc.

Alternativ könntest Du das Medikament einnehmen und die Milch
abpumpen und wegwerfen. Wenn Du frei von Erregern bist fängst
Du dann wieder mit dem Stillen an.

Hmm, wenn das so einfach wäre - schön wär’s schon. Nur wenn ich höre, daß so manche Pilze Monate lang behandelt werden müssen…

Alles Gute für Dich

Danke Dir!

Liebe Grüße,
Christiane

Hallo Christiane,

ganz herzlichen Dank für Deine Antwort!

gerne!

Vorgeschichte: an dem Abend im Krankenhaus als man den
Abstrich machte, war ich mit dem Baby dort, weil es vorher ca.
einen Viertel Liter Blut gespuckt hatte.

Das hat sicher nichts mit dem Pilz zu tun.

… und deswegen wurde erst im Labor
festgestellt, daß aus beiden Brüsten Blut beim Stillen fließt.
Dann erst wurde die Vermutung geäußert, daß es sich vielleicht
um einen Pilz bei mir handeln könnte. Eine Brustentzündung
wurde definitiv ausgeschlossen. Weder sind Symptome dafür
vorhanden, noch wurden im Blut Entzündungswerte festgestellt
(also kommt auch keine andere bakterielle Infektion in Frage).

Die Schlußfolgerung in Klammern lassen wir mal dahin gestellt, im Regelfall zwar richtig, aber eben nur im Regelfall.

Und dann geht’s weiter in den Darm und dann sieht man selbige
am Po?? Die Kleine hat seit ca. einer Woche Rötungen am Po,
die durchaus (laut Kinderarzt bei der U3) auf einen Pilz
schließen lassen.

Das dürfte dann aber eine normale Windeldermatitis sein. Dermatomykosen, ausgelöst durch Trichophyton-Arten entwickeln sich nur langsam. Allerdings sind Trichophyton für den Menschen an sich ansteckend

Ich verstehe hier den Begriff nicht ganz. Kenne das nur im
Zusammenhang mit Medikamenten, die künstlich das Immunsystem
unterdrücken, etwas bei einem Spenderorgan…

Gibt zig Ursachen dafür, die von Dir genannten sind nur die ‚prominenten‘. Bei stillenden Frauen kann man bspw. eine gewisse ‚Auszehrung‘ auf Grund der körperlichen Belastung beobachten, diese wiederum führt zu einer Schwächung des Immunsystems.

Damit besteht die Gefahr einer

systemischen Erkrankung mit diesen Dermatophyten - damit wäre
dann nicht zu spassen.

Kannst Du mir erklären, was dies bedeutet?

Der Pilz bleibt nicht lokal, bspw. auf die Brustdrüsen beschränkt, sondern breitet sich in die Organsysteme aus.

Ich habe den Befund nur telefonisch bekommen, werde mich aber
genauer erkundigen. Man sagte mir wortwörtlich: „Sie haben
Dermatophyten aus der Familie der Trichophyten…“

Einer der Dermatophyten die in Deutschland im zunehmen begriffen sind. Insbesondere unter Sportlern und im Fitnessbereich wegen der leichten Übertragbarkeit, aber auch z.B. in Familien mit Haustierhaltung (insb. Meerschweinchen) nehmen Infektionen mit Trichophyton zu.

b.) wurde außer dem Dermatophyt auch noch anderes Gekrabbel
nachgewiesen, etwa Staphylococcus aureus oder
irgendwelche anderen Bakterien? Wenn ja, würde ich den für
viel wahrscheinlicher als Problemauslöser halten, aber auf die
Ferne ist auch dass spekulativ

Mehr ist im Khs bestimmt nicht untersucht worden. Werde
nachfragen, aber gleichzeitig noch einen Arzt aufsuchen, der
den Befund akzeptiert (der Gyn. gestern hat ihn schlichtweg
abgelehnt mit den Worten: Pilze in der Muttermilch gibt es
nicht) und dann weiter untersuchen läßt.

Gerade bei Trichophyton-Infektionen sind bakterielle Sekundärinfektionen nicht selten. Der Pilz verursacht eine lokale Entzündung und ‚hemmt‘ die lokale Immunabwehr. Dies fördert die Ansiedlung von Bakterien. Ich würde dem noch mal nachgehen.

Ich denke da genauso. Nur - ich werde verrückt vor Schmerzen
und würde mich wirklich nicht als schmerzempfindlich
beschreiben.

Dies wäre aber in der Tat eher untypisch für eine Trichophyton-Infektion. Möglicherweise liegen doch andere Ursachen oder eine Kombination von Ursachen vor (bspw. lokales Entzündungsgeschehen mit/durch Bakterien in Kombination mit Schmerzen, die aus der ungewohnten Belastung und Körperhaltung entstehen?)

Ach ja, noch etwas, das Baby hat übrigens keine Anzeichen im
Mund von einem Pilz. Also keinen weißen Belag oder weiße
Pünktchen im Mund.

Würde man bei Trichophyton auch eher nicht erwarten, das wäre eher typisch für Candida, da sind wir aber in einer ganz anderen „Liga“.

Viele Grüße,
Oliver

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