hi zusammen,
ich suche material zum lesen über den rückschlag der amis in somalia…mit dem, was ich bisher gelesen habe, bin ich unzufrieden (stehen zu viele offene fragen…warum haben die un-truppen den amis nich sofort geholfen??..warum haben die amis ihre gepanzerten fahrzeugen nicht eingesetzt?? usw)
mfg
asi
Hallo,
…warum haben die
un-truppen den amis nich sofort geholfen??
Das war eine rein amerikanische Show. UN-Truppen (welche?) standen nicht bereit.
…warum haben die
amis ihre gepanzerten fahrzeugen nicht eingesetzt??
Es waren zwei(?) Züge SPz im Einsatz. Die Fahrzeuge wurden schon beim Anmarsch durch das Straßengewirr mit Leichtigkeit von den Somalis aufgehalten.
Die ganze Operation baute auf den Einsatz weniger tieffliegender Hubschrauber bei Tage über einer Stadt, unterstützt von gepanzerten Fahrzeugen in erheblicher Entfernung. Zwischen den Luftlandeeinheiten und den unterstützenden Kräften lag ein von den Amerikanern nicht kontrolliertes Wohngebiet. Mit so einem Plan wäre wahrscheinlich jeder Kadett aus Westpoint rausgeflogen.
viele Grüße,
Ralf
Hi,
Lesen bringt tatsächlich mehr als „Black Hawk Down“ gucken.
Für den Anfang:
Taktik/Strategie:
http://www.globalsecurity.org/military/library/polic…
Hubschrauber-Einsatz:
http://www.globalsecurity.org/military/library/polic…
Operatives:
http://www.globalsecurity.org/military/library/polic…
Nach diesem Field Manual dürfte in Somalia vorgegangen worden sein:
http://www.globalsecurity.org/military/library/polic…
Das ist der Vorgänger, wahrscheinlich vor allem mit Erkenntnissen aus Vietnam:
http://www.globalsecurity.org/military/library/polic…
Jetzt zur Analyse:
Ist zwar grauenhaft formatiert, aber die offizielle Analyse aus dem Marine Corps:
http://www.globalsecurity.org/military/library/repor…
Hier ein paar Hintergründe zum somalischen Bürgerkrieg:
http://www.globalsecurity.org/military/world/war/som…
Ansonsten würde ich empfehlen, Pressematerial aus der Zeit auszugraben. Bei Spiegel und Zeit würde ich anfangen.
Hua!
http://www.globalsecurity.org/military/library/repor…
Geht nochmal genauer auf den operativen Ablauf des gescheiterten Raids ein.
Hallo ich weis es nicht so genau.
2 Bekannte von mir waren von der Bundeswehr aus in Somalia. Sie gingen dort hin unter der Annahme zu helfen, also Lebensmittel, Zelte zu verteilen und Brunnen udn Wassersäuberungsanlagen zu bauen.
Was genau unten vorgefallen ist, darüber dürfen udn wollen sie nicht resen, jedenfalls meinten die beiden sie haben viele tote gesehen und haben viel Munition verschossen. Den einen (Sudent) hatten die erlebnisse sehr verändert, er bekahm fast ein Jahr Psychologische Hilfe. Der andere (Metzgersohn, Amateurboxer) hat das besser weggesteckt, mehr auf die Rubrik schlechtes böses Erlebnis, Abenteuer.
Hilfbereit und gutmütig sind beide geblieben, kann mich aber nicht erinnern das sie seitdem im Urlaub aus Mitteleuropa rauskahmen. Ahja und beide vorher eher nicht so gläubig sind sehr gläubig geworden, also suchen Kraft udn Schutz im glauben.
Ein Verwanter eiens anderen Beknnaten war in Somalia bei einer Befreiungsaktion beteiligt. Soviel ich da gehäört habe (Die durften auch wenig darüber reden) ging es da recht schnell. Flugzeug landetet, auf sie wurde stark gefeuert, ihr Befehlshabender feuerte mit seiner Pistole auf die Verteidiger, was für sie der schnellste Schiessbefehl war. Angeblich ein Teil bis der Lauf glühte auf jedes Mündungsfuer geschossen, Scharfschützen haben sioch alles rausgepickt und der andere Teil die Leute befreit, und wieder weggeflogen.
Einen kenn ichnoch der war auf einer Frigate (Bayer bei der Marine 
die hatten in ALbanien udn Somalia auch bei befreiungsaktionen mit sperrfeuer um eien Stadt mitgewirkt. Der meinte aber nur er wusste ja nicht worauf er ballert, hatte den Befehl auf den udn den Koordinaten Sperrfeuern. Er meinte das macht man um die angreifer auf eine Posion aufzuhalten, das unkontolierte einschlagen zwingt siedeckubng zu suchen und haltet sie auf, demotiviert sie, gezielt zum töten ist das nicht, die müssen da ja nicht durchrennen.
Vielleicht hilft dir das bei deiner Recherche weiter, frage doch einfach mal die betroffene UN Soldaten. Das oben erzählte wurde mir selbst alles direkt von den Betroffenen oder jemand der Betroffene kennt erzählt, also habe keine Beweise auf Wahrheitsgehalt.
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Hi,
Das war eine rein amerikanische Show. UN-Truppen (welche?)
standen nicht bereit.
Stimmt nicht. Im Sportstadion war ein pakistanisch-malayisches Blauhelm-Kontingent stationiert, das ja auch beim Heraushauen der festsitzenden Rangers half.
Dass die UN-Soldaten spät reagiert haben, stimmt auch nicht. Dafür, dass sie nicht in die US-Pläne eingeweiht waren, außerhalb der US-Befehlskette standen und auch einen ganz anderen Auftrag hatten, haben sie sogar überraschend schnell reagiert. Das wird sogar im US-Bericht ausdrücklich lobend erwähnt.
Mit so einem Plan wäre
wahrscheinlich jeder Kadett aus Westpoint rausgeflogen.
Ist imho auch falsch. Operativ auf diese eine Mission beschränkt kann man dem Kommandeur keine groben Schnitzer vorwerfen. Allerdings wurden in der Operationsvorbereitung tatsächlich katastrophale Fehler gemacht, die man zumindest zum Teil Garrison in Rechnung stellen muss, zum Teil aber auch anderen Faktoren.
Was man Garrison beispielsweise bestimmt nicht vorwerfen darf, ist das Fehlen schwer gepanzerter Fahrzeuge. Er hatte in der Tat sogar Schützenpanzer angefordert, was aber vom US-Verteidigungsministerium abgelehnt worden war, weil man dort eine Eskalation (Stichwort „Kolateralschaden“) fürchtete. Wenn die Rangers über Bradleys oder auch nur über LAVs verfügt hätten, wären sie mit den veralteten und von unerfahrenen Kämpfern bedienten RPGs kaum anzukratzen gewesen. Und auch Straßensperren oder notfalls komplette Häuser hätten kein Problem dargestellt, zumindest für die Bradleys. Die Humvees waren einfach zu klein dimensioniert.
Garrison selbst ist allerdings Schuld daran, dass die schweren Kampfhubschrauber kurz zuvor abgezogen worden waren, weil er hoffte, durch dieses Einlenken Aidid zu Verhandlungen bewegen zu können. Ebenso hatte der Kommandeur versäumt, rechtzeitig Luftschläge von einer in Operationsentfernung befindlichen Flugzeugträger-Gruppe anzufordern.
Auf dem Gebiet Ausrüstung gab es mehrere weitere Versäumnisse. So waren die Hubschrauber nicht ausreichend mit der eigentlich vorhandenen Nachtkampfausrüstung bestückt. Auf die Kappe der einzelnen Soldaten bzw. subalternen Offiziere ging, dass die Ranger nur die vorderen Stahlplatten ihrer Westen trugen. Eine geringe Erleichterung beim Abseilen aus den Helis wurde mit zahlreichen Toten bezahlt. Außerdem waren, anders als in „Black Hawk Down“ gezeigt, keine M203 Granatwerfer vorhanden und erst recht keine Tränengas-Systeme, die sehr nützlich hätten sein können. Die Forderung nach Maschinen-Granatwerfern für die Humvees, die im Marines-Bericht erhoben wird, halte ich allerdings für übertrieben. Bei der bis zum Desaster vergleichsweise geringen Brisanz der Kämpfe wäre das tatsächlich eine Überbewaffnung gewesen.
Garrisons größtes Versäumnis war mit Sicherheit, dass er mehrfach zuvor die exakt gleiche Taktik für Raids verwendet hatte. Die Somalis waren sicher eher unterdurchschnittliche Soldaten, obwohl Aidid Generalstabschef gewesen war und afaik eine europäische Offiziersausbildung genossen hatte. Aber nach mehreren US-Aktionen nach genau dem gleichen Drehbuch hatten sich schließlich auch die Somalis darauf eingestellt und konnten eine letztendlich erfolgreiche Taktik gegen den an sich überlegenen Gegner entwickeln.
Dazu kommen weitere Versäumnisse: Die Geheimdienstarbeit funktionierte überhaupt nicht. Das lag zum Teil daran, dass die Amerikaner kaum einheimische Spitzel hatten und die eigenen Leute zu sehr auffielen. Außerdem wurde der Informationsaustausch mit befreundeten Diensten massiv vernachlässigt, sowohl von amerikanischer als auch von anderer Seite. Ähnliches gilt für die Kooperation mit den UNO-Truppen.
Natürlich wurden auch während der Aktion Fehler begangen, z. B. das ganze zwei Deltas einen abgeschossenen Hubschrauber bewachen sollten, was für die Männer den sicheren Tod bedeutete, oder dass die Humvees zu lange versuchten, zum ersten Wrack durchzubrechen, ohne eine echte Chance zu haben. Obwohl letzteres wahrscheinlich während der Kämpfe nicht zu erkennen war.
Diese und einige andere Faktoren zusammen haben zu dem Desaster vom 3. Oktober geführt.
Gruß
Volker
offt.
(Bayer bei der
Marine 
naja, es gibt auch die fregatte „Bayern“ bei der Marine. ziehmlich modernes schiff, würde ich sagen. also in diesem fall nichts gegen die „süddeutschen“.
(bin selber aus der nähe von Hamburg)
mfg, Ole
hallo!
gibts da kein gutes buch? ich würde das ganze gerne mal in eine geschichte verpackt lesen.
mfg, Ole
gibts da kein gutes buch? ich würde das ganze gerne mal in
eine geschichte verpackt lesen.
Hi,
entweder Geschichte oder Fakten. Die Realität lässt sich nun mal nur schwer in eine gute Story verpacken. Kannst ja „Die Hunde des Krieges“ von Forsythe lesen, wenn du militärische Actionstorys vor afrikanischer Kulisse willst.
Gruß
Volker
Kannst ja „Die
Hunde des Krieges“ von Forsythe lesen, wenn du militärische
Actionstorys vor afrikanischer Kulisse willst.
Willst du damit sagen, dass das Buch nicht realistisch ist? Ich habe bis jetzt „Der Lotse“, „Der Scharkal“ und „Das schwarze Manifest“ von Frederic Forsyth gelesen und fand die Bücher sehr realistisch. Ansonsten würde mich dein Buchvorschlag schon alleine wegen des Autors interessieren, aber wenn es wirklich mal ein Ausrutscher von F.Forsyth ist(?).
mfg, Ole
Willst du damit sagen, dass das Buch nicht realistisch ist?
Realistisch ist der Roman vielleicht schon. Kann ich auch nicht beurteilen, da ich weder Augenzeuge eines realen Konflikts in Afrika war, noch mich wirklich detailliert damit befasst habe. Aber ich gehe einfach davon aus, dass er keine reale Geschichte beschreibt, sondern eine konstruierte Story ist, die natürlich vor allem nach dramaturgischen Gesichtspunkten geschrieben wurde. Eine ernst zu nehmende Analyse von Auseinandersetzungen in Afrika stellt das Buch sicher nicht dar.
Übertragen auf die Ausgangsfrage bedeutet das, dass es wahrscheinlich unterhaltsame Romane über das „Somalia-Desaster“ gibt (die mr allerdings nicht bekannt sind), es aber gleichzeitig fragwürdig ist, inwiefern sie den tatsächlichen Ereignissen und ihren Gründen gerecht werden.
Gruß
Volker