Bei mir wurde vor Kurzem eine Pollenallergie festgestellt und
mein Arzt schlägt eine Desensibilisierung durch.
Verstehe: Er schlägt sie vor und führt sie dann durch.
Da so eine Behandlung über zwei Jahre dauern soll, brauche ich
Eure Erfahrungen.
Alles klar.
Lohnt sich der ganze Aufwand wirklich?
Mindestens 3 Saison/Jahre lang, sonst bringt es nichts.
Hat schonmal jemand so etwas machen lassen?
Ja, ich. Mitte der 60er Jahre des vergangenes Jahrhunderts, als ich ein Teenager war und die Pollenallergie mich mächtig durchschüttelte, fing das an mit der Desensibilisierung. (Später -heute- hieß es dann nur noch „Hyposensibilisierung“, vermutlich, weil man gemerkt hat, dass man nicht völlig desensibilisieren kann, sondern die Allergie nur abschwächen.) Mein damaliger Hausarzt (Gott hab ihn selig) ließ sich dieses „neumodische Zeug“ aus England schicken und spritzte mich damit 2x wöchentlich ab.
Wie sind die Erfolgschancen?
Ich hab es nur ein Jahr durchgehalten und der Erfolg war gleich null. Mein ältester Sohn, der die Pollenallergie von mir geerbt hat, hat es 3 Jahre durchgehalten und ist jetzt quasi befreit davon. Es lohnt sich also, wenn man es 3 Jahre hintereinander durchzieht.
Welche Nebenwirkungen habt Ihr festgestellt?
Damals ab und an n flotten Asthmaanfall, aber das war ja alles noch im Anfangs-Probier-Stadium.
waren das nicht sogar 3 Jahre?
Ich hab es mal angefangen… das erste Jahr…
Hat sogar etwas geholfen meine ich. Ich kann auf ner Wiese sitzen ohne zu ersticken
Aber irgendetwas hat mich gehindert weiterzumachen.. Arzt gestorben? Irgendwie sowas…
meine Tochter (10) hat eine Gräser- Hausstaub- und was-weiß-ich-noch-alles-Allergie. Sie macht die Desensibilisierung über 2 Jahre. Hier und da hat sie noch Nießanfälle oder auch mal Augenjucken, aber es ist schon viel besser geworden. Ist halt besonders anfangs zeitaufwendig. Unter 1 Stunde kommt sie nicht aus der Praxis. Nach dem Impfen muss man halt noch eine halbe Stunde dableiben wegen evtl. eintretendem Schock etc.. Anfangs musste sie täglich hin, dann wochenweise und jetzt ein Mal im Monat. Kommt auch drauf an wie dein Körper auf die Spritze reagiert. Bei meiner Tochter wird schon länger die Dosis nicht mehr erhöht, weil sie immernoch mit einem Jucken reagiert und der Arm anschwillt. Teilweise ist die Stelle am nächsten Tag noch warm und geschwollen. Hauptgrund für eine Desensibilisierung war für mich, das Risiko, dass sie bei Nichtbehandlung später Asthma bekommen könnte. Mein Mann hat noch keine Desensi angefangen. Ohne Medis oder Augentropfen geht der aber nicht vor die Tür.
Hyposensibilisierung bei Pollenallergie
Hallo Anna,
hab ich zweimal machen lassen, solch eine Hyposensibilisierung, so heißt die Behandlung.
Das erste Mal hat zu zehn Jahren Beschwerdefreiheit geführt. Danach musste ich wiederholen, was außer bei den Birkenpollen sehr gut wirkte. Bei Birkenpollenflügen muss ich einige wenige Lorano nehmen.
Behandlung tut nicht weh, ist kaum Aufwand mit verbunden und war für mich sehr gut verträglich.