Wie würdet ihr es bewerten, wenn Eltern von mehreren Kindern ein Kind auf Hochbegabung testen lassen, mit positivem Ergebnis, es entsprechend fördern, die anderen Kinder aber nicht testen? Obwohl diese ebenfalls im negativen Sinn, schulisch auffällig sind, aber nicht so extrem, dass sie total aus dem Raster fallen (Förderschulempfehlung)?
Erst einmal ein Nein. Und Gegenfragen.
Guten Morgen,
welche Begründung geben die Eltern an, dass sie es so handhaben? Wurden sie vielleicht beraten? Vom wem? Wo in der Altersreihenfolge steht das betreffende Kind zu den anderen? Ist es beispielweise ein Junge, die anderen Mädchen (oder umgekehrt)? Was meinst du konkret mit „im negativen Sinn“? Alle mit den gleichen „negativen“ Auffälligkeiten? Welche Auffälligkeiten (schlechte schulische Leistungen oder Verhalten) überhaupt?
Wie würdet ihr es bewerten
Erst einmal gar nicht. Ohne Kenntnis grundlegender Konstellationen und Zusammenhänge wäre es Spekulation und Vorverurteilung (egal in welche Richtung). Ebensogut könnte ich dir bestimmte Motivationen für diese Anfrage hier unterstellen und somit für jede Antwort die mir passenden Voraussetzungen schaffen:
Du bist gegenüber den Eltern aus bestimmten Gründen (du lebst ein anderes Erziehungskonzept, als Beispiel) grundsätzlich negativ eingestellt. Oder:
Du sorgst dich um eins der anderen Kinder mehr, weil es mit einem deiner Kinder häufig zusammen ist. Oder:
Du versuchst hier anonymisiert herauszufinden, ob die Anschuldigungen anderer dir gegenüber berechtigt sind (wenn du ein Elternteil des betreffenden Kindes wärst). Oder:
Wie würdet ihr es bewerten, wenn Eltern von mehreren Kindern
ein Kind auf Hochbegabung testen lassen, mit positivem
Ergebnis, es entsprechend fördern, die anderen Kinder aber
nicht testen?
Ich würde zunächst einmal denken, dass den Eltern eben dieses Kind als besonders begabt auffiel.
LG,
Margeaux
Wie würdet ihr es bewerten, wenn Eltern von mehreren Kindern
ein Kind auf Hochbegabung testen lassen, mit positivem
Ergebnis, es entsprechend fördern, die anderen Kinder aber
nicht testen? Obwohl diese ebenfalls im negativen Sinn,
schulisch auffällig sind, aber nicht so extrem, dass sie total
aus dem Raster fallen (Förderschulempfehlung)?
Vielleicht handelt es sich ja um das jüngste Kind und bei den älterne Kindern war damals die Hochbegabung noch nicht so „in“ wie heute, wo ADS und Hochbegabung so sehr positiv konnotiert sind, dass jeder das sein will.
Gruß,
Medizinmann
Vielleicht handelt es sich ja um das jüngste Kind und bei den
älterne Kindern war damals die Hochbegabung noch nicht so „in“
wie heute, wo ADS und Hochbegabung so sehr positiv konnotiert
sind, dass jeder das sein will.
Die Zeit wird kommen, wo wieder gewusst wird, dass zwei Drittel der unterstellten ADS-Erkrankungen in Tateinheit mit Hochbegabung wieder als Produkt einer Fehlerziehung in Wirklichkeit einfach nur missratene Saubraten sind, denen zuviel Zuckerbrot und zu wenig Peitsche zuteil wurde.
Die Zeit wird kommen, wo wieder gewusst wird, dass zwei
Drittel der unterstellten ADS-Erkrankungen in Tateinheit mit
Hochbegabung wieder als Produkt einer Fehlerziehung in
Wirklichkeit einfach nur missratene Saubraten sind, denen
zuviel Zuckerbrot und zu wenig Peitsche zuteil wurde.
Wieder einmal (wie könnte es anders sein!), kann ich mich deiner Indianerweisheit nur vollumfänglich anschließen, lieber Häuptling.
Es grüßt dich dein
Medizinmann
welche Begründung geben die Eltern an, dass sie es so
handhaben? Wurden sie vielleicht beraten? Vom wem? Wo in der
Altersreihenfolge steht das betreffende Kind zu den anderen?
Ist es beispielweise ein Junge, die anderen Mädchen (oder
umgekehrt)? Was meinst du konkret mit „im negativen Sinn“?
Alle mit den gleichen „negativen“ Auffälligkeiten? Welche
Auffälligkeiten (schlechte schulische Leistungen oder
Verhalten) überhaupt?
Ok… (Zeitpunkt liegt in der Vergangenheit)
er war auffälliger / wir sind nicht auf die Idee gekommen
Beratung? ? Ich glaube von der Gesellschaft für das hochbegabte Kind
Junge, jüngster, Geschwister: Junge (5 J. älter) und Mädchen (7 J. älter)
getestetes Kind fiel „negativ“ auf in der 4. Klasse (unruhig, zappelig, störend, unaufmerksam), der Klassenlehrer wollte es auf die Sonderschule schicken (Empfehlung). Später gute Noten (Gymn., Klasse übersprungen). Der Bruder war ähnlich in der Schule, evtl. etwas angepasster / weniger „wütend“ (?), hatte Probleme mit den Mitschülern, konnte sich aber später durchsetzen, Noten im Schnitt 3. Die Tochter war ruhig, daher unauffällig, Noten 3-4, unaufmerksam wenig Mitarbeit.
Wie würdet ihr es bewerten
Jaja, wieder die Bewertungsfalle…
Ich bin nicht grundsätzlich negativ eingestellt. Ich will es eigentlich auch nicht „bewerten“. Ansonsten habe ich keine Interessen an der „Beurteilung“ (habe ich mir gerade überlegt… allerdings fällt mir jetzt auch mehr dazu ein…) vielleicht liegts am niedrigen Selbstwert der Eltern, ein „hochbegabtes“ Kind ist eben genug…
Die Zeit wird kommen, wo wieder gewusst wird, dass zwei
Drittel der unterstellten ADS-Erkrankungen in Tateinheit mit
Hochbegabung wieder als Produkt einer Fehlerziehung in
Wirklichkeit einfach nur missratene Saubraten sind, denen
zuviel Zuckerbrot und zu wenig Peitsche zuteil wurde.
In Tateinheit mit Hochbegabung dann besonders „genial“ sich missraten lassende Saubraten… (von den Eltern und Lehrern allerdings nicht mit besonders viel Genialität misserzogen)- jeder tut was er kann.
Findest du, man sollte jedes Kind, dass „negativ“ auffällt,
auf Hochbegabung testen lassen?
Nein
Auf Hochbegabung sollte man testen, wenn Anzeichen dafür
vorliegen. Vielleicht war das bei dem besagten Kind der Fall.
Vielleicht, ja. Für den Klassenlehrer waren keine Anzeichen dafür da. Für die Eltern dann wohl schon. Das Mädchen konnte früh lesen (hat sich das vor Schulbeginn selbst beigebracht). Vielleicht kann man so etwas als Eltern höchstens an solchen Zeichen erkennen und bewertet die eigenen Kinder eben nicht, die Bewertung übernimmt / übernahm dann der Lehrer.
„Negative“ Auffälligkeit ist, entgegen vieler verbreiteter
Ansichten, KEIN Anzeichen für Hochbegabung.
Ja, ich weiß, dass viele Eltern hoffen, ihr Kind sei „hb“. Klingt ja wie eine Garantie zum Erfolg… außerdem ist es ja etwas „Besonderes“ (angeblich, durch eine willkürliche Grenze abgetrennt)…
Viele auf „HB“ getestete haben jedoch in ihrer Schulzeit Unsicherheit erlebt (dass sie nicht ins System passen).