Vielleicht kann mir jemand sagen was ein „qualitativ ordinales“ und ein „qualitativ nominales“ Merkmal unterscheidet.
Mein Skript gibt das leider nicht her und ich konnte die Vorlesung wegen Pflichtveranstaltungen nicht besuchen
VG, Stefan
Gemeint sind hier die Niveaus, auf denen Daten mindestens erhoben werden können. Es gibt 5 Skalen:
-Nominal
-Ordinal
-Interval
-Verhältnis
-Absolut
,wobei die letzten drei z.B. in SPSS zu einer (der metrischen Skala) zusammengefasst sind bzw. ich habe auch in der Wirtschaft schon den Ausdruck Ratio-Skala als Zusammenfassung für zwei der letzten drei gehört.
Die ersten beiden (nominal und ordinal) sind die im Niveau niedrigsten Skalen.
Ein nominales Merkmal kann nur nach Gruppen unterscheiden, also kennt nur zugehörigkeit in Bezug auf das Kriterium „gleich/ungleich“. Beispiel für nominale Merkmale oder eine Nominale Fragestellung sind z.B. Haarfarbe, Augenfarbe etc. Obwohl zwei Farben in den seltesten Fällen identisch sind, werden sie bei einigem Informationsverlusst eben zu nominalen Gruppen zusammengefasst.
Ein Ordinales Merkmal geht schon einen Schritt weiter, denn neben „gleich/ungleich“ weiss es noch „größer/kleiner als“ zu unterscheiden. Allerdings ist als Information nicht enthalten, wieviel Größer oder kleiner etwas ist, das die Abstände zwischen den Kriterien, die zwar nach Zahlen benannt sein dürfen, nicht gleich groß sind (d.h. es gibt keinen Bezug durch einen definierten Null-Punkt). Die Likert-Skala bei Fragebögen (z.B. „1“=absolut … „5“=gar nicht) wäre ein Beispiel für Ordinalskala, ebenso wie Schulnoten. Bei letzteren ist ganz eindeutig, warum diese keine gleichen Abstände haben können: ist die Note „Ausreichend“ stellvertretend für 50% der möglichen Leistung, so liegen nur 2 Merkmale hinter der 50% Grenze und 3 Merkmale davor - die Abstände können also nicht gleich groß sein. Aussagen wie „doppelt so gut“ sind z.B. bei „1“ vs. „2“ nicht möglich bzw. sinnlos. Auf ordinalem Niveau dürfen keine Mittelwerte berechnet werden und auch die Varianz oder Standardabweichung würde ein mindestens metrisches Datenniveau erfordern, auf Ordinal bedient man sich des Medians bzw. der Medianabweichung.
Beide hier genannten Skalen (Nominal und Ordinal) sind also eher „Qualitative“ Skalen, da sie weniger Informationen im Verhältnis zu den mächtigeren „Quantitativen“ (metrischen) Skalen zur Verfügung stellen.