Hallo,
sagt ihr: „Wir Deutsche“
oder: „Wir Deutschen“?
Gruß
André
Hallo,
sagt ihr: „Wir Deutsche“
oder: „Wir Deutschen“?
Gruß
André
Hallo André,
sagt ihr: „Wir Deutsche“
oder: „Wir Deutschen“?
Gandalf
sagt ihr: „Wir Deutsche“
oder: „Wir Deutschen“?
Beides geht:
http://www.spiegel.de/kultur/zwiebelfisch/0,1518,343…
Messalina
Ein Satz mit X
Hallo Gandalf,
sagt ihr: „Wir Deutsche“
oder: „Wir Deutschen“?
Deut|sche, der und die; -n, -n (R 5 ff.); ich Deutscher; wir Deutschen (auch wir Deutsche); alle Deutschen; alle guten Deutschen;
© Dudenverlag.
Grüße
Jürgen
PS: Ich hätte es auch eher andersrum gesehen:wink:
Hallo, André,
zu diesem Problem eine längere Passage.
-_ "Wir Deutsche oder wir Deutschen?
Ist es richtiger zu sagen: wir Deutsche oder wir Deutschen?
Diese Frage, die neuerdings viel unnötigen Staub aufgewirbelt hat, würde wohl gar nicht entstanden sein, wenn nicht Bismarck in der bekannten Reichstagssitzung vom 6. Februar 1888 den Ausspruch gethan hätte, der dann auf zahllosen Erzeugnissen des Gewerbes (Bildern, Gedenkblättern, Denkmünzen, Armbändchen usw.) angebracht worden ist:
Wir Deutsche fürchten Gott, sonst nichts auf der Welt.
Denn so hat er nach den stenographischen Berichten gesagt, und so scheint er also gewohnt zu sein zu sagen.
Aber schon der Umstand, daß die Zeitungen am 7. Februar (vor dem Erscheinen der stanographischen Berichte!) druckten: Wir Deutschen , und daß sich die Gewerbetreibenden vielfach zu vergewissern suchten, wie er denn eigentlich gesagt habe, zeigt, daß seine Ausdrucksweise auffällig war;
dem Volksmunde war geläufiger: wir Deutschen , und so ist es in der Tat schon im im sechzehnten und siebzehnten Jahrhundert viel öfter gesagt worden als wir Deutsche , obwohl es in der Einzahl heißt: ich Deutscher ,
und heute vollends sagt niemand mehr, wahrscheinlich auch Bismarck nicht: wir Arme, ihr Reiche, wir Alte, ihr Junge , sondern wir Armen (Gretchen im Faust: am Golde hängt, nach Golde drängt doch alls, ach wir Armen!), ihr Reichen, wir Alten, ihr Jungen, … wir armen Deutschen, wir guten dummen Deutschen. _
Aus: Allerhand Sprachdummheiten; Kleine deutsche Grammatik des Zweifelhaften, des Falschen und des Häßlichen. Ein Hilfsbuch für alle, die sich öffentlich der deutschen Sprache bedienen. Von Gustav Wustmann. Zweite, verbesserte und vermehrte Auflage. 1896
Ist doch typisch! Die Deutschen äffen ihre Herrscher nach! Auch bei den größten Dummheiten!
Gruß Fritz
- Du musst dir das jetzt in Fraktur geschrieben vorstellen,
damit du das richtige Gefühl bekommst![]()
klasse und *
-)
viele grüße,
i.
Lieber Fritz,
hierzu ein kleines Zitätlein, welches eigentlich eher ins Dialektbrett gehörte, aber an welches mich der gestiefelte Kanzler denken lässt:
In Wasserburg/Bodensee war der örtliche Platzhirsch Ende der 1930er Jahre enttäuscht aus der NSDAP ausgetreten und durch einen „Hilfsdeutschen“ - weiß nicht, ob aus dem Sudetengau oder aus Schläsien-Obär - ersetzt worden.
Als ab 1940 die Wasserburger Bauern zwar ihre Söhne los wurden, aber im Gegenzug reichhaltig mit Kriegsgefangenen aus dem Osten versorgt wurden, ward es dem neuen Platzhirsch ein Dorn im Auge, dass diese behandelt wurden, wie jeder Bauer jeden Knecht behandelte.
Worauf er anlässlich einer öffentlichen Versammlung zur Instruktion kategorisch die Anweisung gab:
„Die Pollen missen nicht sitzen auf dem Tisch da wo mir Dajtsche sitzen!!“
Das ist in Wasserburg geflügeltes Wort geworden, und die Bauern haben sich vorher wie nachher mit ihren „Pollen“ an einen Tisch gesetzt.
In diesem Sinne
MM
Schöne Geschichte, lieber Martin,
Worauf er anlässlich einer öffentlichen Versammlung zur
Instruktion kategorisch die Anweisung gab:„Die Pollen missen nicht sitzen auf dem Tisch da wo mir Dajtsche sitzen!!“
Ist es aber auch sicher, dass er
mir Dajtsche
sagte und nicht etwa:
mir Dajtschn
? 
Gruß Fritz
sagt ihr: „Wir Deutsche“
oder: „Wir Deutschen“?
ich sage immer „ihr piefke“!
)))))))))))))))
gruß
dataf0x
Servus Fritz,
ich kenne bloß die hinterbrachte Form und nicht das ursprünglich Gesprochene. Mir kommt der Ausspruch in dieser Form vor wie ein Versuch, sich der lokalen Aussprache anzupassen - umso ärger wird die Suppe, die dabei herauskommt. Etwa wie wenn eine Spandauer Schwabe sich im Berlinern versucht.
Aber über den Einzelheiten werden wir den gnädigen Mantel des Präteritums lassen müssen.
Schöne Grüße
MM