Deutsche Bank

Hallo Christian,

hier die entsprechende Anwaltskanzlei mit Stellungnahme dazu.

http://www.tilp.de/110_1061.htm

Ach ja und einen entsprechenden Artikel im Spiegel gibt es natürlich auch:

http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,390367,00.html

Ich bin mal gespannt wie sich das ganze entwickelt.

Tschüß

Ulrich

klar kann man mit investmentfonds ordentlich gewinn einfahren, aber deine erste aussage implizierte geradzu die zwangsläufigkeit von gewinnen bei einen längeren zeitraum. und genau dem wollte ich widersprechen.

natürlich hilft chartanalyse auch bei einen sparplan, und gerade bei kurzfristigen anlagen ist die chartanalyse um so wichtiger.
natürlich ist auch mit der chartanalyse vorsichtig umzugehen, da sie ja keine deterministische wissenschaft darstellt.
Ich empehle hierzu u.a. die internetseite von Dr. schulz. www.buero-dr-schulz.de

geh mal auf http://fonds.onvista.de
dort findest du eine menge aktienfonds die in 10 jahren über
100% gewinn eingefahren haben. selbst wenn man 20-40 jahre in
solche investmentperlen investiert hat man wenig zu tun um ca.
1.000% Gewinn zu erzielen.
börsennotierte wertpapiere birgen immer das risiko eines
verlustes auch auf lange sicht (stimmt: Templeton Growth ca.
11 Prozent die letzten 70 Jahre jedes Jahr). natürlich auch
die chance auf :gewinn, aber der ist kein zwangsläufiges
resultat (Habe ich nie behauptet, Fachwissen sollte vorhanden
sein).
wenn man in wertpapiere investiert sollte man sich den chart
erst einmal chartanalytisch betrachten, bevor man einfach sein
geld investiert (totaler Käse, das bring nur bei Einmalanlagen
was oder bei einen Anlagehorizont von 10 Jahren oder wenn der
Markt so überhitzt ist wie im März 2000).

mfg roberto

mfg, rüssen

Roland

Hallo Wolfgang,

Was die Sachkunde anbelangt, mag es sein, daß bei einer
Verbraucherzentrale nicht unbedingt Koryphäen des Finanzwesens
sitzen. Möglicherweise bleibt deren Wissen im speziellen Fall
sogar deutlich hinter dem eines Bankazubis zurück. Das ist in
diesem Zusammenhang aber eher von nachrangiger Bedeutung. Im
Grunde reichen zur Beurteilung des Immo-Marktes die eigenen
Augen und Ohren.

vorab: Ich habe nichts grundsätzliches gegen Verbraucherzentralen oder Finanztest. Im Gegenteil wäre ich sehr dafür, wenn sich jemand den durchaus vorhandenden schwarzen Schafen der Branche entgegenstellen würde. Seltsamerweise habe ich allerdings immer, wenn ich einen Mitarbeiter der genannten Institutionen sprechen höre oder von ihm lese, das dringende Bedürfnis, den Raum zu verlasse, das Heft zu zerreissen und/oder laut zu schreien. Was die als Wahrheit verkaufen, ist manchmal nur die halbe Miete und ansonsten grottenfalsch. Wo wir gerade dabei sind: WISO gehört auch verboten.

Ein Mitarbeiter einer Verbraucherzentrale kann genau wie ich
durch Schwerin, Hamburg oder Bremen fahren (besser noch mit
offenen Augen gehen) und hat dann zusammen mit Ortskenntnissen
einen durchaus differenzierten Überblick über die Situation am
Büro- und Gewerbeimmobilienmarkt. Dafür braucht man keine
Studien und keine Prognosen von Instituten. Hingucken und
Bedienen des Taschenrechners reichen.

Natürlich ist das denkbar, aber ein Problem in diesem Lande ist, daß sich viele Menschen nicht für ihre Arbeit interessieren und vor allem ihr Hirn am Personaleingang abgeben oder deaktivieren. Daß irgendein Mitarbeiter einer Verbraucherzentrale mal überlegt, wie sich der Immobilienmarkt entwickelt, wenn er nicht selber gerade einen Erwerb erwägt, möchte ich mal ausschließen. Zugegebenermaßen hat man bei Herrn Schneider auch übersehen, daß auf dem Baustellenschild weniger Quadratmeter angegeben waren, als in den Kreditanträgen der Dt. Bank, aber grundsätzlich gehe ich davon aus, daß sich ein Bankmitarbeiter für „seine“ Immobilien interessiert. Ich für meinen Teil bin nicht nur einmal an Baugrundstücken und Firmensitzen vorbeigefahren, um mich von der schierer Existenz zu überzeugen.

Als sich die Stadt Bremen und die Dresdner Bank mit 3stelligen
Mio-Beträgen im „Space-Park“ engagierten, war schon vor dessen
Eröffnung offenkundig, daß das Konzept nicht tragfähig war und
mit Kenntnis der örtlichen Immo-Situation war absehbar, daß
nichts vermietbar sein würde. Daß der ganze Laden an die Wand
fahren wird, schrieb ich schon vor der mit Presse und
Fernsehen stattgefundenen Eröffnung. Wer das nicht sieht und
mit allgemein zugänglichen Zahlen sowie Anwendung der
Grundrechenarten ermitteln kann, dem hilft auch keine
Banklehre mehr weiter.

Ich stelle ja nicht nur die Kompetenz der VZ in Sachen Immobilienfonds in Frage, sondern deren generelle Fähigkeit, sich zu Finanzprodukten oder –themen sinnvoll zu äußern. Nur ein Beispiel: Bis zum jüngsten Urteil des BGH war auf den Internetseiten diverse Verbraucherzentralen zu lesen, daß Gebühren für Rücklastschriften lt. BGH generell untersagt seien. Bis zum Frühjahr d.J. wußte der davon aber noch nichts.

Falschberatung, sinnlose Bestärkung des Besuchers, seine an und für sich aussichtslose Rechtsposition mit allen Mitteln durchzusetzen und permanentes Vergleichen von Äpfeln mit Birnen und Hirsesäcken scheinen mir die primären Aufträge der VZ und des Finanztests zu sein. Anders jedenfalls kann ich mir nicht erklären, was mir bspw. im Frühstücksfernsehen bei ARD und ZDF als Expertenrat verkauft wird.

Gruß,
Christian

Im Gegensatz zur Verbraucherzentrale muß der Bankmensch aber
ein Protokoll aufsetzen, in dem er dokumentiert, was er dem
Kunden erzählt hat und ob die Geldanlage zu dessen
Risikovorstellungen paßt. Wenn der Kunde das unterschreibt,
ohne es gelesen bzw. korrigiert zu haben, ist ihm auch nicht
mehr zu helfen. Wird dem Kunden jedoch was unpassendes
verkauft, hat der Kunde auch Ansprüche.

in der praxis müsste ich dann der bank eine falschberatung nachweisen, was in den meisten fällen schwierig sein dürfte.
wenn, wie im o.g. fall der berater sagt „eine sichere anlage“ suggeriert er ja beim kunden eine bestimmt erwartung, risiken werden zwar genannt aber retorisch kleingeredet. habe das auch selbst schon erlebt. somit war die beratung, mit hinweis auf risiken, formal korrekt und eine klage wegen falschberatung dürfte schwierig sein. außerdem wird ja gerne von den banken den kunden suggeriert"wir kümmern uns um alles".
ich für mein teil kümmere mich lieber selber um alles unmd bin bisher ganz gut damit gefahren. ich sehe es bei freunden die sich beraten lassen auf der bank und da kommt hinterher ein haufen mist raus.
ich hatte kürzlich mal eine beratung auf der postbank-vermögensberatung, wo ich den berater eindringlich erklären musste (er hats dann auch eingesehen) das er grade völligen blödsinn erzählt hat.
ganz zu schweigen von der Deutschen Vermögensberatung, bei denen scheint nur wenig substantielles dahinter zu stecken.

ich will nicht alle berater in ein topf schmeissen, aber leider ist vorsicht geboten. habe bisher nur einmal einen berater kennengelernt der wirklich ahnung von der materie hatte.

Neuester Presseartikel
Deutscher Bank droht Klagewelle wegen Immobilienfonds

FRANKFURT - Der Deutschen Bank drohen nach der Schließung eines milliardenschweren Immobilienfonds tausende Klagen von Kleinanlegern. Die Aussetzung der Rücknahme von Fondsanteilen der „grundbesitz-invest“ sei rechtswidrig, erklärte die auf Investorenrecht spezialisierte Kanzlei Tilp am Mittwoch in Frankfurt. Mehrere Tausend Anleger könnten sich dagegen zur Wehr setzen. In den Fonds der größten deutschen Bank hatten rund 300.000 Anleger mehr als sechs Milliarden Euro eingezahlt. Die Schließung gilt als einmalig in der deutschen Geschichte. Derartige Fonds galten jahrzehntelang als sichere Anlage. Auch in der Branche wurde das Vorgehen der Bank heftig kritisiert.
Die Deutsche Bank hatte am Vortag entschieden, dass die Anteile an dem Fonds zunächst weder zurückgegeben noch neue Anteile erworben werden können. Dies gelte so lange, bis das Ergebnis einer Neubewertung des Immobilien-Portfolios Anfang Februar vorliege, wie die Immobiliensparte DB Real Estate mitteilte. Mit dem Schritt sollen alle Anleger gleich behandelt werden, nachdem in den vergangenen Tagen viele ihr Geld bereits abgezogen hatten. Bei anderen Fonds hatten jüngst dagegen die Konzerngesellschaften Geld nachgeschossen, um die Liquidität zu sichern.

Der betroffene Fonds hat vor allem in deutsche Gewerbeimmobilien investiert. Sinkende Büromieten und viele leer stehende Gebäude machen der Branche zu schaffen. Nach den Problemen bei einem Deka- Immobilienfonds 2004 befürchten Branchenexperten eine Massenflucht aus den vermeintlich sicheren offenen Immobilienfonds.

Nach Ansicht der Anwaltskanzlei, die nach eigenen Angaben bereits erste Anfragen von Anlegern erhalten hat, können auch Prospekthaftungsansprüche auf eine komplette Rückabwicklung der Anteilskäufe geltend gemacht werden. So habe der Fonds Zahlungen an Dritte nicht ausreichend dargelegt und das Prospekt auch nicht entsprechend der angespannten Liquiditätslage angepasst.

„Es ist vielen Anlegern vollkommen unverständlich, dass die Deutsche Bank augenscheinlich ihr Firmenimage weiterhin zu Gunsten drastischer Renditevorgaben opfert“, sagte Rechtsanwalt Andreas Tilp. Die Tübinger Kanzlei ist bereits im Betrugsfall Phoenix und bei den Klagen von Aktionären gegen die Deutsche Telekom tätig.

Ein Sprecher der DB Real Estate Investment GmbH wollte mögliche Klagen nicht kommentieren. „Es ist noch viel zu früh dafür, wir müssen uns erst einmal anschauen, wie die Schadenersatzansprüche begründet werden“, sagte der Sprecher. Die Rechtsabteilung werde dies prüfen.

Deutliche Kritik wurde auch in der Branche laut. „Wie die Deutsche Bank mit der Neubewertung des gesamten Portfolios des Grundbesitz- Invest umgeht, ist sehr ungewöhnlich“, sagte Gernot Archner, Geschäftsführer des BIIS Bundesverband der Immobilien-Investment- Sachverständigen, der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX. Dies sei nicht im Interesse der Anleger. „Das Ganze deutet eher auf eine strategische Entscheidung der Deutschen Bank zur Abwicklung des Fonds hin als auf Probleme im Gesamtmarkt.“ Das Problem scheine hausgemacht zu sein, da sich der Markt für Gewerbeimmobilien inzwischen wieder belebe. Die Deutsche Bank scheine den Fonds komplett schließen zu wollen, um sich neu zu positionieren.

Die Aktie der Deutschen Bank geriet am Mittwoch stark unter Druck. Händler verwiesen auf die Probleme mit dem Immobilienfonds. Die Papiere der größten deutschen Bank gaben am Mittwoch weiter nach und verloren bis Handelsende 1,69 Prozent auf 81,42 Euro nach.

Nach einem Bericht der Wirtschaftswoche gibt es wegen des Fonds einen Konflikt zwischen der Deutschen Bank und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin). BaFin-Chef Jochen Sanio habe erst am Dienstagnachmittag von der Schließung erfahren und sei gegen diesen Schritt gewesen. Die Aufsicht warte jetzt auf die schriftliche Begründung der Deutschen Bank, welche „außergewöhnlichen Umstände“ sie zu dem radikalen Schritt gezwungen hätten./rg/mt/vb/bb/DP/zb

FRANKFURT - Der Deutschen Bank drohen nach der Schließung
eines milliardenschweren Immobilienfonds tausende Klagen von
Kleinanlegern. Die Aussetzung der Rücknahme von Fondsanteilen
der „grundbesitz-invest“ sei rechtswidrig, erklärte die auf
Investorenrecht spezialisierte Kanzlei Tilp am Mittwoch in
Frankfurt.

Ohne ein Fan der Deutschen Bank zu sein, bin ich insgesamt recht zufrieden darüber, daß in Deutschland Recht nicht von Anwälten sondern von Richtern gesprochen wird. Die waren in jüngster Vergangenheit allerdings auch eher selten Fans der Deutschen Bank.

Gruß,
Christian

Auch hier wieder: Bitte nicht von Dingen reden, von denen man
keine Ahnung hat. Der Mittelstand wird seit rd. zwei Jahre von
den Banken mit Geld zugekippt, weil sie alle auf einmal
entdeckt haben, daß man weder mit den Großkunden noch mit den
Privatkunden genug und gleichmäßig Geld verdienen kann.

Gruß,
Christian

Hallo Christian,

ich spitze dir Ohren. Ich bin seit 15 Jahre selbständig. Sicher liegt vieles an mir. Aber wenn ich bei meinen Kunden höre und wenn ich sehe, welches Engagement die Banken bis heute bei mir gezeigt haben, dann fange ich zu weinen an.
Ich platze vor neuen Ideen die ich nicht realisieren kann, wéil die Banken als einer der Geldgeber komplett ausfallen.

Wen Du es besser kannst: Mail mich an.

Roland

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Hallo,

ich spitze dir Ohren. Ich bin seit 15 Jahre selbständig.
Sicher liegt vieles an mir. Aber wenn ich bei meinen Kunden
höre und wenn ich sehe, welches Engagement die Banken bis
heute bei mir gezeigt haben, dann fange ich zu weinen an.

aus der Ferne fällt eine Analyse ein bißchen schwer. Zunächst sei Dir versichert, daß sich alle großen Banken in den letzten Jahren massiv auf den Mittelstand stürzen. Das heißt natürlich nicht, daß die Kreditinstitute sich bedingungslos auf jeden stürzen, der sich an sie wendet; eine gewisse Bonität wird schon verlangt.

Des weiteren klafft die Einschätzung, was man unter Mittelstand versteht, mitunter bei den Instituten und den Kunden auseinander. Die einzigen, die Unternehmen mit einem Umsatz von weniger als 15 Mio. Euro im Jahr zum Mittelstand zählen, sind die Sparkassen.

Ich platze vor neuen Ideen die ich nicht realisieren kann,
wéil die Banken als einer der Geldgeber komplett ausfallen.

Wie gesagt: Der Kreditwunsch allein reicht nicht. Bonität, Geschäftsplan und insgesamt vernünftige Dokumentation müssen schon stimmen.

Aus diesem Grunde werde ich nun bestimmt nicht irgendwelche Angebote unterbreiten, was im übrigen eh nicht mein Job ist, weil ich auf der Kreditseite tätig bin. Du kannst mir aber gerne Deine Unterlagen anschauen und ich werde mich bemühen, Verbesserungsvorschläge zu machen bzw. Dir zu erklären, warum es bisher nicht hingehauen hat.

Gruß,
Christian

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