Deutsche Bank

Hallo liebe Gemeinde,

war heute bei meiner Filiale der Deutschen Bank. Habe dort mein Geld angelegt u.a. auch in Investmentsfonds. Wollte meinen Immobilieninvestmentfond verkaufen, um eine Renovierung meins Hauses (Dach) durchzuführen.
Folgendes hat sich daort zugetragen:
Das erste was meine Bankberaterin sagte war, der Investmentfond hat das höchste Rating und ist eine absolut sichere Geldanlage. Dann wurde sie aus dem Zimmer geholt - nach ca. 5 Minuten kam sie wieder herein und hat gesagt, mit besagtem Immobilienfond dürfen ab sofort, keine Geschäfte mehr gemacht werden. Siehe dazu auch:
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,390220,00.html

Das kann es doch nicht sein! Ist doch pure Enteignung!
Irgend eine Idee, was man da machen kann?
Rechtsnwalt? Wo kann man sich da beschweren?
Ich habe das doch als Notgroschen angelegt - wenn ich da nicht mehr darauf zu greifen darf - was kann man da machen?
Gibt es da schon eine Interesenvertretung? Ist da jemanden schon ähnliches passiert? Kann man sich da zusammenschließen mit anderen? Wo und wie?

Vielen Dank für Eure Anregungen

Ulrich

Wenn ich den artikel richtig lese muss du dich bis februar 06 in geduld üben.
Und noch was prinzipelles:
Investmentsfonds könne schon von ihrer struktur her nie absolut sicher sein.
mit bankberatern sollte man immer vorsichtig sein, das sind letztenendes nichts weiter als produktvertreter der bank. also wenn man geld anlegen will, sollte man sich selber kundig machen, auch die verbraucherzentrale kann da hilfreich sein.
ich habe leider oft feststellen müssen, das viele diese bankberater leider nur über ein oberflächliches wissen verfügen, wenn man da mal tiefer nachfragt stösst man da auf erhebliche wissenslücken. die meisten können nur wunderbar ihr beratungsgespräch, welches sie auf schulungen gelernt haben, runterleiern.
mfg roberto

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Hi,

mit bankberatern sollte man immer vorsichtig sein, das sind
letztenendes nichts weiter als produktvertreter der bank. also
wenn man geld anlegen will, sollte man sich selber kundig
machen, auch die verbraucherzentrale kann da hilfreich sein.

bitte, bitte, bitte: Alles, nur das nicht. Bei den Verbraucherzentralen kann per se niemand sitzen, der von der Materie mehr Ahnung hat als ein durchschnittlicher Bankazubi.

ich habe leider oft feststellen müssen, das viele diese
bankberater leider nur über ein oberflächliches wissen
verfügen, wenn man da mal tiefer nachfragt stösst man da auf
erhebliche wissenslücken. die meisten können nur wunderbar ihr
beratungsgespräch, welches sie auf schulungen gelernt haben,
runterleiern.

Das hat sicherlich nichts damit zu tun, daß die normalen Kunden für Beratung nicht bezahlen wollen und sich die Kreditinstitute überlegen, daß sie qualifizierte und teure Mitarbeiter lieber in Bereichen einsetzen, in denen man noch was verdient, also ganz gewiss nicht im Schalterdienst bei den Kleinkunden. Dort bringt man lieber die Azubis bzw. gerade frisch angestellten Ex-Azubis unter.

You get what you pay for.

Gruß,
Christian

Hallo,

dem muß hier doch mal ganz klar widersprechen. Ich rede in der Bank immer nur mit dem Filialleiter bzw. der stellv. Filialleiterin. Also wenn die unterbezahlt sind - na ja.

Das Problem an der Sache ist ja auch, ich komme mir vor, wie in Lateinamerika - Argentinien etc. Da wird auch einfach der Bankschalter dicht gemacht und nicht mehr gezahlt. Das geht doch wohl nicht. Das ist doch eindeutig Rechtsbruch. Da beim Kauf des Immobilieninvestmentfonds gesagt wurde, täglich ist ein Kauf bzw. Verkauf möglich - natürlich zum Tageskurs und natürlich mit Schwankungen. Was ich nur nicht begreife - wo sind die anderen 300000 Investoren - lassen sich die das auch so einfach gefallen. Bitte melden - was macht ihr in diesem Fall? Wie geht ihr vor?

Gruß

Ulrich

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Hallo Ulrich,

von mir nur ein kleiner Tipp, zu mehr reicht mein Wissen in der Materie nicht.

Investmentfonts eignen sich nicht als Ablage für den Notgroschen, da sie zu risikobehaftet sind. Für einen Notgroschen gibt es sicherere Anlagemöglichkeiten. Dazu kann dir ein Experte sicherlich einiges sagen.

Gruß

Phoebe

@Phoebe:

das ist schlicht weg falsch. Das die Deutsche Bank einen Immobilienfond falsch bewertet, dass wirft ein ganz schiefes Bild auf die DWS. Im Spiegel Artikel steht auch drin, dass dieser Vorgang einmalig ist. Frage mich nur warum die für eine Bewertung Monate brauchen.
Wenn Du in einen liquiden Markt investierst dann passiert so etwas auch nicht. Liquide Märkte sind: Geldmarktfonds (mit Traumrenditen von ca. 2,5%), Rentenfonds (dort gibt es welche die wacker 6% jedes Jahr machen) und Aktionfonds, am besten weltweit investierende. Diese haben Renditen von ca. 10-12% per anno, wenn man einen Anlagehorizont von ca. 20 Jahren hat.

Viele Grüße,

Roland

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OT: Ausnahmsweise Widerspruch
Hallo Christian,

bitte, bitte, bitte: Alles, nur das nicht. Bei den
Verbraucherzentralen kann per se niemand sitzen, der von der
Materie mehr Ahnung hat als ein durchschnittlicher Bankazubi.

habe ich ähnlich gesehen bis ich mich (aus verschiedenen Gründen) doch mal dort (rechtliches Problem) habe beraten lassen. Ich hatte ein sehr nettes Gespräch mit einer promovierten Juristin, die mich wirklich ausgezeichnet - und kostenlos, man stelle sich das vor - beraten hat. Mag vielleicht die Ausnahme sein, ist aber durchaus möglich.

Gruß
Ramona

Hi,

dem muß hier doch mal ganz klar widersprechen. Ich rede in der
Bank immer nur mit dem Filialleiter bzw. der stellv.
Filialleiterin.

Du Hecht.

Das Problem an der Sache ist ja auch, ich komme mir vor, wie
in Lateinamerika - Argentinien etc. Da wird auch einfach der
Bankschalter dicht gemacht und nicht mehr gezahlt. Das geht
doch wohl nicht. Das ist doch eindeutig Rechtsbruch. Da beim
Kauf des Immobilieninvestmentfonds gesagt wurde, täglich ist
ein Kauf bzw. Verkauf möglich - natürlich zum Tageskurs und
natürlich mit Schwankungen. Was ich nur nicht begreife - wo
sind die anderen 300000 Investoren - lassen sich die das auch
so einfach gefallen. Bitte melden - was macht ihr in diesem
Fall? Wie geht ihr vor?

Da gibts nichts vorzugehen, außer man sucht sich einen Anwalt, der dagegen vorgeht, daß die Deutsche Bank ein ihr zustehendes Recht ausübt. In den vergangenen Tagen hat der Fonds erheblich geblutet, weil Anleger Kapital abgezogen haben, weil wiederum erheblicher Wertberichtigungsbedarf bzgl. des Vermögens des Fonds droht - was natürlich angesichts des deutschen Immobilienmarktes und der Krisen, die andere Immobilienfonds dieses Jahr schon erlebt haben, absolut überraschend kommt.

Die aktuelle Vorgehensweise entspricht der Kursaussetzung an den Börsen, wogegen es üblicherweise auch keine Einwände gibt. Dieser Schritt dient dazu, den aktuellen Stand der Dinge zu ermitteln und allen Investoren gleichzeitig zur Verfügung zu stellen.

Gruß,
Christian

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Hi,

das ist schlicht weg falsch. Das die Deutsche Bank einen
Immobilienfond falsch bewertet, dass wirft ein ganz schiefes
Bild auf die DWS. Im Spiegel Artikel steht auch drin, dass
dieser Vorgang einmalig ist.

was natürlich Quatsch ist. Ich erinnere nur an das Desaster bei deka Anfang des Jahres.

Frage mich nur warum die für eine
Bewertung Monate brauchen.

Die haben nicht zwei Einfamilienhäuser im Bestand, sondern schon ein etwas größeres Portfolio.

Wenn Du in einen liquiden Markt investierst dann passiert so
etwas auch nicht. Liquide Märkte sind: Geldmarktfonds (mit
Traumrenditen von ca. 2,5%), Rentenfonds (dort gibt es welche
die wacker 6% jedes Jahr machen) und Aktionfonds, am besten
weltweit investierende. Diese haben Renditen von ca. 10-12%
per anno, wenn man einen Anlagehorizont von ca. 20 Jahren hat.

Zumindest, wenn man mit den 20 Jahren zum richtigen Zeitpunkt anfängt.

Das ganze zeigt mal wieder recht deutlich, was passiert, wenn sich Menschen an etwas herantrauen, von dem sie keine Ahnung haben. Daß der Markt für Büroimmobilien in Deutschland seit geraumer Zeit im Eimer ist, weiß jeder, der sich nur eine Stunde mit der Thematik beschäftigt. Die Berichterstattung über Deka hätte eigentlich jedem Inhaber von Immobilienonds klarmachen müssen, daß er da keine Bundesanleihen im Depot hat sondern durchaus risikobehaftete Papiere.

Gruß,
Christian

Hallo liebe Gemeinde,

war heute bei meiner Filiale der Deutschen Bank. Habe dort
mein Geld angelegt u.a. auch in Investmentsfonds. Wollte
meinen Immobilieninvestmentfond verkaufen, um eine Renovierung
meins Hauses (Dach) durchzuführen.
Folgendes hat sich daort zugetragen:
Das erste was meine Bankberaterin sagte war, der
Investmentfond hat das höchste Rating und ist eine absolut
sichere Geldanlage. Dann wurde sie aus dem Zimmer geholt -
nach ca. 5 Minuten kam sie wieder herein und hat gesagt, mit
besagtem Immobilienfond dürfen ab sofort, keine Geschäfte mehr
gemacht werden. Siehe dazu auch:
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,390220,00.html

Hallo Ulrich,

es ist natürlich nicht sehr schön dass Du da die Arschkarte gezogen hast (siehe auch mein anderer Artikel).
Aber sehe es positiv, jede schlechte Erfahrung hat mich weiter gebracht, daher stammt mein ganzes Wissen im Bereich Fonds.

Folgende Fehler hast Du gemacht:

  1. Du hast dein ganze Geld auf ein Pferd gesetzt
  2. Du hast in einen nicht liquiden Markt investiert.

Wenn ich mir die Performance dieses Fonds anschaue, da kommt mir auch das Grauen. 6% in 3 Jahren, das schlägt jeder Geldmarktfond oder das Extrakonto der Diba.
Ich würde also auf alle Fälle aus diesen Inverstment aussteigen.

Das kann es doch nicht sein! Ist doch pure Enteignung!

Ich finde es gut dass dieses passiert, leider wird es dich ca. 10% deines Kapitals kosten. Aber man kann daraus lernen, investiere in Zukunft in liquidere Märkte.

Irgend eine Idee, was man da machen kann?
Rechtsnwalt? Wo kann man sich da beschweren?

Halt die Füße still und spar dir die Nerven. Im Februar kommst Du wieder an dein Geld ran, oder wenigstens 90% davon.
Wenn Du jetzt mit der Renovierung starten willst:

Besorge dir einen Baukredit und renoviere vernünftig. Wenn Du 1% tilgst und einen Festzins von 10 Jahren hast, dann dürfte der Kredit für ca. 4,5% oder weniger zu realisieren sein.
Das Geld in den Fond würde ich umschichten:

60% in Rentenfonds, kann dir einige nennen die immer 6% per Anno packen. Damit kannst Du also schon einen Teil des Kredites abbezahlen.
Und 30% in Aktienfonds, am besten 2 weltweite mit verschiedenen Anlage Strategien. 10% packst Du auf ein Tagesgeldkonto, damit kannst Du die Raten des Baukredits bedienen.
Jedes Jahr (also nach 367 Tagen wegen der der Spekulationsfrist) prüfst Du welcher Fond sich am besten entwickelt hat und daraus entnimmst Du das Geld für ein halbes Jahr Rückzahlung.

Und: verlasse das Depot bei der Deutschen Bank. Die Depotgebühren dürften einen wesentlichen Teil der Rendite auffressen.

Ich habe das doch als Notgroschen angelegt - wenn ich da nicht
mehr darauf zu greifen darf - was kann man da machen?
Gibt es da schon eine Interesenvertretung? Ist da jemanden
schon ähnliches passiert? Kann man sich da zusammenschließen
mit anderen? Wo und wie?

Nochmals: Reg dich nicht auf, handle einfach einen ganz ganz günstigen Baukredit aus. Und: bitte, bitte nur mit 1% Tilgen!!

Vielen Dank für Eure Anregungen

Ulrich

Liebe Grüße,

Roland

Hi,

das ist schlicht weg falsch. Das die Deutsche Bank einen
Immobilienfond falsch bewertet, dass wirft ein ganz schiefes
Bild auf die DWS. Im Spiegel Artikel steht auch drin, dass
dieser Vorgang einmalig ist.

was natürlich Quatsch ist. Ich erinnere nur an das Desaster
bei deka Anfang des Jahres.

Hallo Christian,

ich kenne den Deka Fall am Anfang dieses Jahres nicht. Bin ja nur ein Halbwissender und beschäftige mich erst seit www wieder damit.

Frage mich nur warum die für eine
Bewertung Monate brauchen.

Die haben nicht zwei Einfamilienhäuser im Bestand, sondern
schon ein etwas größeres Portfolio.

Vollkommen richtig. 6 Mrd. Fondvolumen. Aber diese Krise kommt ja nicht von heute auf morgen, die arbeiten ja schon seit Monaten an dieser Wertberichtigung. Nur jetzt ist was durchgesichert, siehe die massiven Verkäufe der instututionllen Anleger.

Wenn Du in einen liquiden Markt investierst dann passiert so
etwas auch nicht. Liquide Märkte sind: Geldmarktfonds (mit
Traumrenditen von ca. 2,5%), Rentenfonds (dort gibt es welche
die wacker 6% jedes Jahr machen) und Aktionfonds, am besten
weltweit investierende. Diese haben Renditen von ca. 10-12%
per anno, wenn man einen Anlagehorizont von ca. 20 Jahren hat.

Zumindest, wenn man mit den 20 Jahren zum richtigen Zeitpunkt
anfängt.

Richtig. Wenn Du 2003 gestartet hättest. Wenn Du 1989 gestartet hättest. Hätte würde könnte. 20 Jahre bügeln aber auch solche Höhen und Tiefen weg, 30 Jahre ganz bestimmt. Des wegen kontinuirlich in einen Markt investieren.

Das ganze zeigt mal wieder recht deutlich, was passiert, wenn
sich Menschen an etwas herantrauen, von dem sie keine Ahnung
haben.

Entschuldige, aber die Banken haben uns doch über Jahre verkauft, Sie kennen sich aus. Und nicht erst seit dem Buch von Ogger (das ich jetzt nicht gerade gut beschrieben finde) ist das bei weitem nicht so. Und es wird noch tausende, Millionen von Laien geben die dann auf die Nase fallen werden. Aber das ist das Leben.
Und: Gerade im Bereich des Finanzmarktes befinden sich überdurchschnittlich viele schwarze Schafe und Abzocker.
Wenn ich dann noch höre: Für eine Fond zahlt man keinen Aufpreis, ein Depot darf nichts kosten. Dann frage ich mich wirklich, wo von sollen die ehrlichen Berater, die Entusiasten, Leben?

Daß der Markt für Büroimmobilien in Deutschland seit
geraumer Zeit im Eimer ist, weiß jeder, der sich nur eine
Stunde mit der Thematik beschäftigt.

Ich bin in diesem Bereich nicht investiert, zum Glück muß ich sagen. Deswegen hat mich dieser Bereich nicht interessiert. Aber wenn ich schaue, wieviele Läden vermietet sind.
Irgendwie freut mich das. Die Branche die dem Mittelstand kontinuirlich den Geldhahn zudreht die schießt sich in das eigene Bein. Hoffe das es auch bald die Geldhäuser erwischen wird.

Die Berichterstattung
über Deka hätte eigentlich jedem Inhaber von Immobilienonds
klarmachen müssen, daß er da keine Bundesanleihen im Depot hat
sondern durchaus risikobehaftete Papiere.

Gruß,
Christian

Viele Grüße,

Roland

zumindestens da wo ich wohne findet man durchaus studierte betriebswirte etc.
und selbst wenn, so macht nach meiner erfahrung, die VZ eher auf risiken aufmerksam als der bankberater, da die VZ ja nichts verkaufen will.

Naja und ob man das bekommt für was man bezahlt(???) sei mal dahingestellt.
leider ist es ja so, das viele Menschen sich viel einbilden etwas zu wissen und dieses Scheinwissen durchaus geschickt verkaufen können.
Gar nicht so lange her, war ich bei einer generalvertretung einer versicherung um eine einfache auskunft zu erhalten (nichts spezielles, sondern eine substantielle angelegenheit bei einen bausparvertrag).keiner dieser sog. fachleute war in der lage mir eine einfache auskunft zu geben.
nur gut das sie damals die provision bekommen haben, da letztlich ich gezahlt habe.

Tja was bekommt man wohl fürs geld?

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

geh mal auf http://fonds.onvista.de
dort findest du eine menge aktienfonds die in 10 jahren über 90% verlust eingefahren haben. selbst wenn man 20-40 jahre in solche investmentgräber investiert hat man zu tun um auf ±0 zu kommen.
börsennotierte wertpapiere birgen immer das risiko eines verlustes auch auf lange sicht. natürlich auch die chance auf gewinn, aber der ist kein zwangsläufiges resultat.
wenn man in wertpapiere investiert sollte man sich den chart erst einmal chartanalytisch betrachten, bevor man einfach sein geld investiert.

mfg roberto

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

geh mal auf http://fonds.onvista.de
dort findest du eine menge aktienfonds die in 10 jahren über
90% verlust eingefahren haben. selbst wenn man 20-40 jahre in
solche investmentgräber investiert hat man zu tun um auf ±0
zu kommen.
börsennotierte wertpapiere birgen immer das risiko eines
verlustes auch auf lange sicht. natürlich auch die chance auf
gewinn, aber der ist kein zwangsläufiges resultat.
wenn man in wertpapiere investiert sollte man sich den chart
erst einmal chartanalytisch betrachten, bevor man einfach sein
geld investiert.

mfg roberto

geh mal auf http://fonds.onvista.de
dort findest du eine menge aktienfonds die in 10 jahren über
100% gewinn eingefahren haben. selbst wenn man 20-40 jahre in
solche investmentperlen investiert hat man wenig zu tun um ca. 1.000% Gewinn zu erzielen.
börsennotierte wertpapiere birgen immer das risiko eines
verlustes auch auf lange sicht (stimmt: Templeton Growth ca. 11 Prozent die letzten 70 Jahre jedes Jahr). natürlich auch die chance auf :gewinn, aber der ist kein zwangsläufiges resultat (Habe ich nie behauptet, Fachwissen sollte vorhanden sein).
wenn man in wertpapiere investiert sollte man sich den chart
erst einmal chartanalytisch betrachten, bevor man einfach sein
geld investiert (totaler Käse, das bring nur bei Einmalanlagen was oder bei einen Anlagehorizont von 10 Jahren oder wenn der Markt so überhitzt ist wie im März 2000).

mfg roberto

mfg, rüssen

Roland

Hi,

ich kenne den Deka Fall am Anfang dieses Jahres nicht. Bin ja
nur ein Halbwissender und beschäftige mich erst seit www
wieder damit.

ist entgegen meiner ursprünglichen Schätzung sogar schon ein Jahr her:
http://www.welt.de/data/2004/10/08/343120.html

Die haben nicht zwei Einfamilienhäuser im Bestand, sondern
schon ein etwas größeres Portfolio.

Vollkommen richtig. 6 Mrd. Fondvolumen. Aber diese Krise kommt
ja nicht von heute auf morgen, die arbeiten ja schon seit
Monaten an dieser Wertberichtigung. Nur jetzt ist was
durchgesichert, siehe die massiven Verkäufe der
instututionllen Anleger.

Trotzdem heißt das nicht, daß man für einige hundert Objekte innerhalb von ein paar Tagen ein vernünftiges Gutachten erstellen kann.

Das ganze zeigt mal wieder recht deutlich, was passiert, wenn
sich Menschen an etwas herantrauen, von dem sie keine Ahnung
haben.

Entschuldige, aber die Banken haben uns doch über Jahre
verkauft, Sie kennen sich aus.

Es glaubt doch nicht ernsthaft jemand, er werde bei MediaMarkt gut beraten. Wieso glaubt dann die halbe Welt, daß sie bei Discountbanken vernünftig beraten wird?

Und nicht erst seit dem Buch
von Ogger (das ich jetzt nicht gerade gut beschrieben finde)

Nicht gut beschrieben ist noch geprahlt. Der Mann hat keine Ahnung, aber schreibt fröhlich was vom Umsatz einer Bank.

überdurchschnittlich viele schwarze Schafe und Abzocker.
Wenn ich dann noch höre: Für eine Fond zahlt man keinen
Aufpreis, ein Depot darf nichts kosten. Dann frage ich mich
wirklich, wo von sollen die ehrlichen Berater, die
Entusiasten, Leben?

Mein reden. Diesen Widerspruch scheint aber der gemeine Bankkunde nicht auflösen zu können.

Irgendwie freut mich das. Die Branche die dem Mittelstand
kontinuirlich den Geldhahn zudreht die schießt sich in das
eigene Bein. Hoffe das es auch bald die Geldhäuser erwischen
wird.

Auch hier wieder: Bitte nicht von Dingen reden, von denen man keine Ahnung hat. Der Mittelstand wird seit rd. zwei Jahre von den Banken mit Geld zugekippt, weil sie alle auf einmal entdeckt haben, daß man weder mit den Großkunden noch mit den Privatkunden genug und gleichmäßig Geld verdienen kann.

Gruß,
Christian

Vielleicht kannst Du mir in kurzen Worten den Sinn der von Dir beschriebenen Strategie erklären. Ich erkenne da nur, daß möglichst viel Geld für Gebühren und Zinsen draufgehen sowie eine ständige Umschichtung zu höheren Risiken erfolgt.

Gruß,
Christian

hallo roberto,

deine aussage ist dahingehend irrführend, da sie impliziert, eine betrachtung der wertentwicklung in der vergangenheit machte es möglich, aussagen für die zukunft zu trfffen. das ist aber vollkommen unmöglich.
deshalb streut man ja auch seine anlagen oder investiert gleich in indexprodukte.

strubbel
F:open_mouth:)

Hallo Christian!

Bei den
Verbraucherzentralen kann per :se niemand sitzen, der von :der Materie mehr Ahnung hat :als ein durchschnittlicher :Bankazubi.

Ein paar Unterschiede sehe ich aber doch: Die Angestellten einer Bank, jedenfalls all die Leute, die Tresen und Schreibtische der Filialen bevölkern, bekommen angesagt, was sie zu verkaufen haben. Der Verkäufer im BMW-Autohaus sagt seinem Kunden schließlich auch nicht, er möge zu Audi gehen, weil die das bessere Antriebskonzept haben. Der gemeine Bankangestellte singt selbtverständlich das Lied seines Arbeitgebers. Das ist überhaupt nicht vorwurfsvoll gemeint, es ist vielmehr die Aufgabe des Angestellten, das angestimmte Lied zu singen. Es ist jedenfalls nicht die Aufgabe eines abhängig Beschäftigten, die eigene Komposition zum Besten zu geben. Im Gegensatz dazu ist ein Mitarbeiter einer Verbraucherzentrale deutlich unabhängiger. Verkauf ist nicht seine Aufgabe.

Was die Sachkunde anbelangt, mag es sein, daß bei einer Verbraucherzentrale nicht unbedingt Koryphäen des Finanzwesens sitzen. Möglicherweise bleibt deren Wissen im speziellen Fall sogar deutlich hinter dem eines Bankazubis zurück. Das ist in diesem Zusammenhang aber eher von nachrangiger Bedeutung. Im Grunde reichen zur Beurteilung des Immo-Marktes die eigenen Augen und Ohren. Dazu die Kenntnis, daß in einem Marktsegment Geld nur dann mit Renditeerwartung anzulegen ist, wenn dort auch Geld verdient wird.

Ich verstehe z. B. nichts vom Immobilienmarkt. Ich kann zwar eine kleine Hütte technisch und bauphysikalisch beurteilen und ich bekomme es gewiß auf die Reihe, ein Einzelobjekt, in das ich selbst viel Zeit investiere, auch in schwierigem Umfeld gegen den Trend zu vermarkten. Aber ein größeres Portfolio ist nicht meine Welt. Dennoch traue ich mir in Gegenden, die ich kenne, eine Einschätzung der Marktsituation zu. Das bekommt jeder unabhängige Kopf mit ein paar elementaren Kenntnissen von Marktmechanismen zustande. Die Leute am Kreti&amp:stuck_out_tongue_winking_eye:leti-Tresen einer Bankfiliale mögen Kenntnisse gleich welcher Art haben, sie sind aber nicht unabhängig. Diese Leute haben im Verkauf nur sehr begrenzte Möglichkeiten, ihren eigenen Sachverstand (falls vorhanden) einzubringen. Sonst müßten sie manchen Kunden zur Konkurrenz schicken, statt der Parole zu gehorchen, dieses und jenes Produkt zu verkaufen.

Ein Mitarbeiter einer Verbraucherzentrale kann genau wie ich durch Schwerin, Hamburg oder Bremen fahren (besser noch mit offenen Augen gehen) und hat dann zusammen mit Ortskenntnissen einen durchaus differenzierten Überblick über die Situation am Büro- und Gewerbeimmobilienmarkt. Dafür braucht man keine Studien und keine Prognosen von Instituten. Hingucken und Bedienen des Taschenrechners reichen.

Als sich die Stadt Bremen und die Dresdner Bank mit 3stelligen Mio-Beträgen im „Space-Park“ engagierten, war schon vor dessen Eröffnung offenkundig, daß das Konzept nicht tragfähig war und mit Kenntnis der örtlichen Immo-Situation war absehbar, daß nichts vermietbar sein würde. Daß der ganze Laden an die Wand fahren wird, schrieb ich schon vor der mit Presse und Fernsehen stattgefundenen Eröffnung. Wer das nicht sieht und mit allgemein zugänglichen Zahlen sowie Anwendung der Grundrechenarten ermitteln kann, dem hilft auch keine Banklehre mehr weiter.

Wer nicht nur auf die Ampeln guckt, sondern auch in die Fenster ab 1. OG aufwärts sieht, muß die vielen toten Löcher und Vermietungsschilder bemerken. Allein in HH stehen Millionen qm leer. In Schwerin sind ganze Straßenzüge ab 1. OG aufwärts mausetot. Etliche Passagen in feinster Lage mit bester Ausstattung entstanden und stehen zum großen Teil leer. An manchen schick gemauerten Säulen finden sich auch edle Messingschilder, denen zu entnehmen ist, wer dort sein Geld Anlegergeld am Markt vorbei verbraten hat. Jeder unvermietbare Quadratmeter drückt das Preisniveau in der Region und macht Renditeversprechen zu Makulatur.

Mehr muß der Mensch von der Verbraucherzentrale gar nicht wissen. Dann braucht er bloß noch die Freiheit, das auch sagen zu dürfen. Genau dadurch unterscheidet er sich vom „Berater“ in der Bankfiliale.
Dabei hält sich mein Mitleid mit enttäuschten Anlegern in engen Grenzen. Das gleiche gilt für Anleger, die sich von Vermögensberatern und Bankern Schrottimmobilen azfschwatzen ließen. Ich werde wohl nie verstehen, wie man auch nur einen einzigen Cent ausgeben kann, weil man dem Geschwätz anderer Leute blind vertraut, statt mit eigenen Augen zu gucken und selbst zu denken.

Es ist lang geworden, aber dies muß noch sein: Ich habe den Eindruck, daß manche Leute in großen Banken inzwischen ausgeblendet oder vergessen haben, wo und auf welche Weise nachhaltig Wertschöpfung zu erzielen ist, so daß sie auf Dauer ihr eigenes edles Ambiente bezahlen können. Allein aus der Finanzierung immer neuer Verwaltungsetagen und Eventparks jedenfalls nicht.

Gruß
Wolfgang

1 „Gefällt mir“

zumindestens da wo ich wohne findet man durchaus studierte
betriebswirte etc.
und selbst wenn, so macht nach meiner erfahrung, die VZ eher
auf risiken aufmerksam als der bankberater, da die VZ ja
nichts verkaufen will.

Im Gegensatz zur Verbraucherzentrale muß der Bankmensch aber ein Protokoll aufsetzen, in dem er dokumentiert, was er dem Kunden erzählt hat und ob die Geldanlage zu dessen Risikovorstellungen paßt. Wenn der Kunde das unterschreibt, ohne es gelesen bzw. korrigiert zu haben, ist ihm auch nicht mehr zu helfen. Wird dem Kunden jedoch was unpassendes verkauft, hat der Kunde auch Ansprüche.

Erzählt jedoch der abgebrochene Betriebswirt dem Kunden sinnloses Zeug über ein Produkt, das er nicht kennt, haftet dafür niemand außer dem Kunden.

Bei Stiftung Finanztest, bei der Verbraucherzentrale usw. sitzen von Ausnahmen abgesehen fachfremde Nulpen, die noch nie ein Unternehmen von innen gesehen und woanders keinen Job bekommen haben. Alternativ sind es weltverbessernd engagierte Träumer, was sie zwar liebenswert aber nicht fachkundig macht.

„Ich kauf mir mal nen Immobilienfonds“ geht in die gleiche Richtung wie das ganze Anlagevolk, die meinten, Anfang 2001 noch zu guten Preisen in Biotech- oder Logistik-Aktien einsteigen zu können. Der Bankmensch kann den Einsatz des eigenen Gehirns nicht ersetzen.

Gruß,
Christian

Hallo Christian,

bin gleich nicht mehr hier, muß zu einen Kunden.

Warum diese Strategie: weil eine Rentenfond ca. 6% Zinsen im Jahr bringt, ein Aktienfond noch mehr.
Der Kredit kostet aber nur etwas über 4%. Wenn eine der Märkte gut oder normal laufen (Aktienmakt dürfte zur Zeit besser laufen als der Rentenmarkt) dann finanziert man damit die Tilgung + den Zins des Kredits.
Du kannst auch 20% in den Geldmarktfond oder Extrakonto stecken, dann hast Du zwei Jahre zeit das die Märkte so stehen wie Du es brauchst.

Das Risiko ist auf alle Fälle höher, wenn man es so macht dann muß man natürlich auch eine Tilgung ohne diese Reserve leisten können.

Grüße,

Roland

P.S.: Die Idee ist gar nicht von mir, ist bei Profis gar nicht so unbekannt. Wenn Du noch ein wenig Nervenkizel brauchst dann finanzierst Du über Japan oder Schweizer Kredit. Finde ich aber kurzsichtig.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]