Deutsche Einwanderer in den USA

Hallo Mäni,

Nebenbei: Um ein Haar wäre Deutsch und nicht Englisch die
offizielle Sprache der USA geworden.

Stimmt nicht. Siehe auch http://www.zeit.de/stimmts/1997/1997_35_stimmts

Gruß Kubi

Hallo Lego,

Als dann die Sprache nach dem
Unabhaengigkeitskrieg festgelegt werden sollte als Amtsprache,
waere beinahe fuer Deutsch entschieden worden, eben wegen dem
hohen Anteil Deutscher. Nur war das Etablishment englicher
Herkunft, man entschied daher fuer Englisch.

Auch Du bist dem Irrtum erlegen, den auch scriptor oben erwähnt: Deutsch wäre nie fast Amtssprache dort geworden. Siehe hierzu auch http://www.zeit.de/stimmts/1997/1997_35_stimmts

Gruß Kubi

Habe mich gerade auf den Kinderseiten der deutschen Botschaft in Amerika getummelt und da heißt es:

Last but not least, many Americans have their roots in my country: nearly one-quarter of the people in the U.S. have German ancestors
http://www.germany-info.org/relaunch/culture/life/G_…

Viele Grüße

Iris

Danke für den Link. Hab mich auf der Page noch ein bisschen umgeschaut und was genaueres in Erfahrung gebracht:

Heritage: 300 Years of German Roots in America

According to the 1990 Census, more Americans claim some degree of German „ancestry or ethnic origin“ than any other: 57.9 million or 23.3%. Over 300 years, 8 million Germans have created lives for themselves and their families in the United States, enriching its history and development.

Quelle: http://www.germany-info.org/relaunch/culture/ger_ame…

Hallo zusammen,

um die Zahlenspielereinen auf eine etwas stabilere Grundlage zu stellen, habe ich mal eine Statistik zur ethnischen Zusammensetzung der US-Bevölkerung ausgegraben:

http://www.berlin-institut.org/pages/buehne/buehne_b…

Demnach verstehen sich 69% der US-Bürger als „Weiße“. Das sind nun mit Sicherheit nich alles Nachfahren der Mehrheitlich britischen und deutschen Einwanderer von vor 1900, aber sicher zu einem großen Teil. Dazu kommen außerdem noch die zahlreichen deutschen Exilanten während des „3. Reiches“ und wahrscheinlich ein kleinerer Teil der seit mehreren Generationen ansässigen „Blacks“ und „Asians“, die ebenfalls irgendwo in der Ahnenreihe Deutschstämmige haben.

Ich bleibe dabei: Wenn man nur lange genug im Stammbaum sucht, haben sicher eine Menge US-Bürger „Deutsche“ in der Ahnenreihe. So um die 50% würde ich mal schätzen, auch wenn ich das nicht mit Zahlen belegen kann.

Gruß

Volker

Tag,
Albert B. Faust schrieb in seinem 1912 bei B.G. Teubner in Leipzig erschienenen Werk „Das Deutschtum in den Vereinigten Staaten“: „Die geborenen Deutschen bilden reichlich den vierten Teil des gesamten fremden Elements in den Vereinigten Staaten, nämlich 25,8 Prozent. … Die deutsche Einwanderung im 19.Jahrhundert ist bedeutend größer, als die irgendeines andern ausländischen Elements.“ Faust kommt hier auf etwas mehr als 5 Millionen deutsche Einwanderer, aus Irland kamen ihm zufolge 3, 87 Millionen und aus England, Schottland bzw. Wales 3,02 Millionen Einwanderer.
An anderer Stelle schreibt er: „Bis 1850 übertraf die Zahl der irischen Einwanderer die der deutschen, von 1841 bis 1850 machte die deutsche Einwanderung etwa 24,2, die irische 43,3 Hunderstel der Gesamteinwanderung aus. In dem Jahrzehnt von 1851 bis 1860 indes übertraf die Zahl der deutschen Einwanderer nicht nur die der irischen, sondern auch die aller andern, und so blieb es bis zum letztem Dezennium des 19.Jahrhunderts, wo sie den Iren und Engländern allerdings noch immer überlegen war, aber weit unter der slavischen und italienischen Einwanderung stand.“ Allein zwischen 1881 und 1890 sind laut Faust 1,45 Deutsche in die Vereinigten Staaten eingewandert.
Ein weiteres grundlegendes Werk zur deutschen Einwanderung ist: Rudolf Cronau: Drei Jahrhunderte deutschen Lebens in Amerika, Verlag Dietrich Reimer, Berlin 1909

Gruß
Parasol