H wie Hola.
Vorsicht bei solchen Vereinigungen. Fakt ist, daß ALLE Ernährungsempfehlungen tiefster Lobbyismus sind und sich NICHT auf tatsächliche Erkenntnisse stützen.
Bestes Beispiel: die klassische Ernährungspyramide, wie sie u.a. in den USA seit 40 Jahren propagandistisch unters Volk gebracht wird.
Was war das Ergebnis? In den USA läuft die größte Medizinstudie der Welt seit Anfang der 70er Jahre. Seitdem ist aus einer dünnen Nation eine maßlos überfettete geworden. Und zwar - wie diese Langzeitstudie zeigt - flächendeckend. Würde die empfohlende Ernährung also realistisch sein, würde sie stimmen, woher kommt dann bitte die explosionsartige Ausbreitung von stark Übergewichtigen? Es ist doch Augenwischerei, dies auf solche plakativen Sprüche wie „fehlende Bewegung“ et cetera zu schieben…
Schaut man sich jedoch an, wer von solchen Ernährungsempfehlungen profitiert (vornehmlich die Agrarlobby), wird klar, warum immer dies und das als „gesunde Ernährung“ ins Land getragen wird.
Erfahrungswerte dagegen werden ignoriert - oder wieso wurde früher (also bis vor 80…100 JAhren) vergleichsweise viel Fettiges gegessen, während die Leute tendenziell rank und schlank gewesen sind?
Das klassische Phänomen: Die Großeltern futtern Speck, viel Fleisch wo reichlich Fett dran ist … und sind ganz normal gebaut.
Das sind alles solche Puzzleteile, wo man sich fragen sollte, wohin der gesunde Menschenverstand verschwunden ist, sprich, warum also solche empirischen Erfahrungswerte mit allen Widersprüchen niemandem auffallen…
Eine „gesunde Ernährung“ gibt es übrigens nicht, zumindest keine gesicherte. Man kann lediglich Indizienketten aufbauen, was alles mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit NICHT wirklich funktioniert bzw. was aus streng logischer, wissenschaftlicher Sicht funktionieren müßte.
So ist der Mensch wunderbar an eine fettreiche Ernährung angepaßt. Fleischlastigkeit gehört seit Anbeginn der Menschheitsgeschichte fest in Essensplan. Ebenso viel Obst und Gemüse.
Was gehört eher nicht hinein? Getreideprodukte, Weißzuckerprodukte.
Der Ackerbau ist erst gute 10.000 Jahre alt - zuvor gab es Nahrungsmittel dieser Kategorie nicht. Der nächste Umbruch war die industrielle Revolution. Der klassische Lebensalltag wurde von der auch heute noch gültigen Einteiltung „Arbeitsleben & Privatleben“ abgelöst. Der Begriff der „Freizeit“ entsteht - zuvor gab es „Freizeit“ nicht in dem Sinne, wie wir es kennen. Es gab auch keine Sportbewegung, also das Phänomen, seine „Freizeit“ mit körperlicher Ertüchtigung zu verbringen (eventuell sogar deshalb, weil die Arbeit sehr einseitig ist, was Bewegung angeht).
„Freizeit“ war bis zur industriellen Revolution ein gewaltiges Vorzugsrecht von wenigen auserwählten Personen in der Gesellschaft. Nämlich von der Aristokratie. Dort war einfach nicht die Notwendigkeit gegeben, das Leben aktiv wie der Rest der Menschen zu verbringen, weil genug Geld vorhanden gewesen ist. Allein der Adel konnte also überhaupt in den Genuß kommen, sich Dinge überlegen zu müssen, wie man überschüssige Zeit („Freizeit“) verbringen könnte…
Ebenso gab es bis zur industriellen Revolution keine hochverarbeiteten Speisen wie Kuchen, Süßigkeiten et cetera. Zumindest nicht in der breiten Masse und auch nicht auf die heute alltägliche synthetische Art und Weise. Wer schonmal in einer traditionellen Chocolaterie war ,und echte Schokolade genießen durfte, weiß, wovon ich spreche. Das hat nichts mit dem Süßigkeitenkram von heute gemeinsam.
Des weiteren konnte erst vor wenigen Jahren (2003 oder so) tatsächlich wissenschaftlich nachgewiesen werden, wie sich der Blutzuckerspiegel unter Nahrungszufuhr verhält. Daraus ging auch die Erkenntnis hervor, daß es eigentlich nicht wichtig ist, wieviel Kalorien wir zu uns nehmen (die Menge ist also eher sekundär), sondern eher woher jede Kalorie kommt. Der Blutzuckerspiegel reagiert bspw. auf den Brennwert aus einem Apfel völlig anders, als auf den gleichen Brennwert aus einem Weißbrot. Das gilt sogar, wenn es sich um die prinzipiell gleiche Form von Nährstoffen (bspw. Stärke als Vertreter der Kohlehydrate) handelt.
Diese Erkenntnisse stützen die Indizienkette, daß es eine evolutionäre Vorzugsernährung gibt und das kulturelle Neuheiten wie klassischer Ackerbau den Körper eher in Schwierigkeiten bringen. Natürlich heißt das nicht, daß man kein Weizenbrot essen darf - im Gegenteil. Man muß nur darauf achten, daß es nich einseitig wird, oder Überhand nimmt.
Fettiges Fleisch ist dagegen weitaus weniger ein Problem, genauso wie Obst&Gemüse. Fragwürdig und nicht empfehlenswert ist im allgemeinen auch vegetarische oder sogar veganische Ernährung, weil auch das schlichtweg einseitig ist, selbst wenn viel synthetisches Zeugs gemieden wird.
Es gilt immer die Balance zu wahren und halbwegs an der von der Natur eingegebenen Linie zu bleiben. Was „moderne“ Ernährung anrichten kann, sieht man doch gut an der Jugend. Was glauben die Leute eigentlich, woher das Phänomen der Akzeleration eigentlich kommt?
Woher die anwachsende Frühreife (zeitiges Eintreten der Adoleszenz) der Kinder kommt?
Man kann doch nicht ernsthaft meinen, daß die ganzen chemischen Zusätze wie Emulgatoren, Konservierungsstoffe et cetera (die es in der Form keine 100 Jahre in der breiten Ernährung gibt) etwa keine Wirkung auf so etwas Elementares wie die Energiebereitstellung im Organismus hätten…
Ich bin nun auch niemand, der deswegen ständig ein Faß aufmacht, zur Ökosau mutiert oder sich auf alterniv gibt.
Doch es scheint so, daß die Leute nichtmal mehr im Ansatz über ihre Umwelt nachdenken oder darüber, was sie so den ganzen Tag in sich reinfressen. Mangelnde Allgemeinbildung in Geschichte und Biologie sehe ich da jedoch höchstens als einen Teilaspekt für eine solche Ignoranz/Verdummung.
MfG