Deutsche Gramatik für deutsche Muttersprachler

Hallo Leute,

ich habe ein wenig im Web rumgesucht um eine Site zu finden, die mir die deutsche Gramatik im Detail erklärt. Ich brauch´ das, um die Gramatik von Fremdsprachen (Englisch, Spanisch) zu verstehen. In jedem Gramatikbuch wird auf irrgendwelche gramatikalischen Termini eingegangen (z. B. 3. Person Singular), deren Zusammenhang man nur verstehen kann, wenn man die deutsche Gramatik verstanden hat. Da ich aber Muttersprachler bin, habe ich die deutsche Gramatik nie so richtig gelernt. Im Web finde ich nur deutsche Gramatik für Ausländer.

Wer kann mir also eine Web-Site oder ein Buch nennen, das sich mit dem Thema beschäftigt.

Danke im voraus.

Charly

Hallo Charly,

vielleicht hilft dir diese Seite ein wenig weiter:
http://home.pfaffenhofen.de/schyren-gym/gramm/

Da werden auch unter anderem die lateinischen Grammatikbegriffe auf Deutsch erklärt.

Gruß
Uschi

Hallo Charly
sehr ausführlich und gut als Buch ist
Schulz-Griesbach „Grammatik der deutschen Sprache“
Heuber Verlag
ISBN 3-19-00.1011-0
Gruss
Camilla

Verzeih…
…meine Neugier, Charly: Was verstehst du unter Muttersprachler?
Bist du in einem anderen Sprachraum aufgewachsen oder in einem dialektgeprägten Umfeld (im alemannischen Sprachraum gibt es die "Muetersproch-Gsellschaft).
Interessiert mich echt!
Gruß
Theo aus WT

Hallo Theo,

ich bin zwar nicht Charly, aber ich glaube, dass ich dir trotzdem deine Frage beantworten kann:

als Muttersprachler bezeichnet man schlicht und einfach jemanden, für den (in diesem Fall) Deutsch die Muttersprache ist, also die erste Sprache, die er/sie gelernt hat. Das hat gar nichts mit Dialekt etc. zu tun. Charly könnte das reinste Hochdeutsch sprechen und trotzdem wenig Ahnung von der deutschen Grammatik haben. In der Regel trifft das m. E. auf die Mehrheit der deutschen Bevölkerung zu. Und normalerweise musst du ja die grammatischen Begriffe nicht kennen, um richtiges Deutsch zu sprechen, nicht wahr?

Wenn man dann allerdings als Erwachsener eine Fremdsprache lernen will, wird man plötzlich mit genau diesen Ausdrücken konfrontiert…und dann versteht man nur „Bahnhof“.
Ich erlebe das sehr oft in meinen Deutschkursen. Da sitzen Engländer, Amerikaner, Franzosen, Niederländer drin, die alle ihre Muttersprache ausgezeichnet sprechen können. Die mir dann aber oft überhaupt nicht folgen können, wenn ich Ihnen erklären will, dass z.B. Adjektive bestimmte Endungen haben, je nachdem, mit welchem Fall sie gebraucht werden. Was ist ein Adjektiv? Was ist der Dativ? Was ist der Akkusativ? Und wieso ist das das Satzobjekt? Diese Fragen kann ich an den verwirrten Gesichtern dann ablesen…

Und genau so kann es einem deutschen Muttersprachler gehen, wenn er z.B. französisch lernen will.

Gruß
Uschi

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Danke…
…Uschi - das leuchtet mir ein.

Ich hatte das Glück, im Lateinunterricht einen ausgezeichneten Lehrer zu haben, der uns die deutsche Grammatik in der Tat erst richtig beigebracht hat.

Schönen Sonntag wünscht
Theo aus WT

… das wollte ich auch gerade sagen, respective schreiben. Nur hätte das bei mir nicht halb so professionell geklungen.

charly

Latein

Ich hatte das Glück, im Lateinunterricht einen ausgezeichneten
Lehrer zu haben, der uns die deutsche Grammatik in der Tat
erst richtig beigebracht hat.

Das lag m.E. nicht am Lehrer, sondern ist ein wichtiger Beitrag des Lateinunterrichts allgemein. Ich lerne dort en passant über Grammatik und die Systematik von Sprache. Auch wer später kaum noch Cicero übersetzen kann, hat doch eine Menge für seine Muttersprache mitgenommen.

Andreas

Das lag m.E. nicht am Lehrer, sondern ist ein wichtiger
Beitrag des Lateinunterrichts allgemein. Ich lerne dort en
passant über Grammatik und die Systematik von Sprache.

Sagen wir lieber: Indoeuropäischer Sprache - bestenfalls. Denn wenn man die gleichen Wortkategorien anderen Sprachen aufzwingt, kommt dabei meist nicht viel Gescheites raus.

Auch

wer später kaum noch Cicero übersetzen kann, hat doch eine
Menge für seine Muttersprache mitgenommen.

Für Deutsche und andere verwandte Sprachen Sprechende mag das allerdings hinkommen.

Gruß, Kubi

Servus Uschi

Also ich kann das nicht ganz nachvollziehen, denn ich habe in der Schule sehr wohl alles sehr detailliert über die Grammatik meiner Muttersprache Deutsch gelernt. Aber vielleicht ist das bei uns in Österreich anders als in Deutschland … oder ich bin einfach nur intelligenter als der durchschnittliche Mitteleuropäer … *fg*
Jedenfalls habe ich keine Probleme mit Fachausdrücken von Nominativ bis Akkusativ, Infinitiv, Präsens, Imperfekt, Perfekt, Plusquamperfekt, … usw.

Küss die Hand
Roland
(in der Schweiz arbeitender Österreicher, der trotzdem hochdeutsch beherrscht *g*)

als Muttersprachler bezeichnet man schlicht und einfach
jemanden, für den (in diesem Fall) Deutsch die Muttersprache
ist, also die erste Sprache, die er/sie gelernt hat. Das hat
gar nichts mit Dialekt etc. zu tun. Charly könnte das reinste
Hochdeutsch sprechen und trotzdem wenig Ahnung von der
deutschen Grammatik haben. In der Regel trifft das m. E. auf
die Mehrheit der deutschen Bevölkerung zu. Und normalerweise
musst du ja die grammatischen Begriffe nicht kennen, um
richtiges Deutsch zu sprechen, nicht wahr?

Wenn man dann allerdings als Erwachsener eine Fremdsprache
lernen will, wird man plötzlich mit genau diesen Ausdrücken
konfrontiert…und dann versteht man nur „Bahnhof“.
Ich erlebe das sehr oft in meinen Deutschkursen. Da sitzen
Engländer, Amerikaner, Franzosen, Niederländer drin, die alle
ihre Muttersprache ausgezeichnet sprechen können. Die mir dann
aber oft überhaupt nicht folgen können, wenn ich Ihnen
erklären will, dass z.B. Adjektive bestimmte Endungen haben,
je nachdem, mit welchem Fall sie gebraucht werden. Was ist ein
Adjektiv? Was ist der Dativ? Was ist der Akkusativ? Und wieso
ist das das Satzobjekt? Diese Fragen kann ich an den
verwirrten Gesichtern dann ablesen…