Hallo,
mich würde interessieren was bei der Gefangennahme eines deutschen Soldaten mit dessen persönlichen Gegenständen passiert ist (Armbanduhr, Abzeichen,…)? Muss man davon ausgehen, dass die Alliierten alles als Andenken genommen haben, oder gibt es eine Art Archiv in denen die Dinge aufbewahrt wurden, oder zumindest einige? Wenn ja, hatte der deutsche Soldat nach seiner Entlassung ein Anrecht auf diese Gegenstände?
Vielen Dank für eure Hilfe 
Jens
Laut Genfer Konvention dürfen Gegenstände des persönlichen Besitzes nicht abgenommen werden, mit Ausnahme von Waffen und anderer militärischer Ausrüstung. Davon sind aber wiederum Schutzgegenstände (Helm und Gasmaske) sowie Dienstgradabzeichen ausgenommen. Die Armbanduhr ist eindeutig ein persönlicher Gegenstand. Das Abzeichen nur dann, wenn es ein Dienstgradabzeichen ist und nicht beispielsweise ein Verwendungabzeichen oder eine Auszeichnung (Orden, Verwundetenabzeichen Schützenschnur).
In der Praxis werden die Sieger sich aber impersönlichen Besitz reichlich bedient beziehungsweise die Gefangenehn solche Dinge als Handelsgüter gegen Nahrung oder Seife angeboten haben.
Hallo,
je nach dem wo jemand gefangengenommen wurde. Teilweise wurden die Gefangenen erbarmungslos ausgeplündert, teilweise wurden sie ihnen enthungert, teilweise wurde das im Wehrpass etc nachgetragen. Armbanduhren waren sehr oft begehrte Objekte der Gefangennehmer, Genf hin oder her.
Gruss
Rainer
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Hallo !
Es kam ganz drauf an, wieviel Zeit der Alliierte hatte bei der Gefangenname von deutschen Soldaten.
Geklaut wurde von Allen, vom Russen, Kanadier, Engländer, Amerikaner usw.
Es wurde natürlich nicht quittiert, da Plündern verboten ist. Welcher plündernde Soldat bescheinigt
sich wohl selbst, eine Plünderung durchgeführt zu haben!
Alliierte Soldaten, wie bei uns Kanadier und Exilpolen, plünderten auch in den Häusern von Zivilisten.
Bei uns wurde zuerst mal das Haus durchsucht und danach gingen sie mit langen Sonden durch den
Garten und suchten nach vergrabenen Schätzen.
So machten es aber auch die deutschen Herrensoldaten im besetzten Land. So manch ein harmloser
deutscher Familienvater kam aus Frankreich mit „Andenken“ zurück. Aus Rußland weniger.
In unserem Haus nahmen die Kanadier mit, was vorher aus Frankreich kam.
mfgConrad