Hallo Leute, ich soll im Deutschunterricht ein Referat über die
deutsche Literatur nach 1989 halten. Das Problem dabei ist, dass
ich außer einpaar Gedichte oder einpaar Kurzgeschichten kein Material
mehr finde. Das ist aber nicht unbedingt das, was ich für mein Referat
gebrauchen kann. Ich würde mich freuen wenn ihr mir einpaar Infos darüber geben würdet oder n’paar Links zu Seiten, die sich mit diesem Thema auseinander setzen aufschreiben.
wie, du kannst da nix finden?! Erste Anlaufstelle könnte beispielsweise mal deine örtliche Bibliothek sein. Es
gibt Sekundärliteratur, z.B. zur Literatur der 90er Jahre. Oder du gehst mal die Gewinner der gängigen
Literaturpreise der letzten Jahre durch, da solltest du schon einen guten Querschnitt finden:
Links hab ich keine, aber ein paar Autoren, mit denen du anfangen könntest.
Was meiner Meinung nach in so ein Referat reinmuss, ist der ganze Klotz namens „Popliteratur“. Dazu gehören z. B. Benjamin von Stuckrad-Barre mit „Remix“ (1999), Christian Kracht mit „Faserland“ (1995) m.E. auch schon, und zig andere; eine Essenz dieser Literaturrichtung findet sich in „Tristesse Royale“ (2001), das ist kein Roman, aber die bekannteren Popliteraten haben daran mitgewirkt.
Zu „Popliteratur“ gibt’s sicher auch nen Haufen Sekundärliteratur.
Florian Illies mit „Generation Golf“ (2000) würde ich auch nicht rauslassen. Und Juli Zeh vielleicht.
„Autoren mit Migrationshintergrund“ wäre vielleicht auch was, da fällt mir spontan bloß Feridun Zaimoglu ein; der ist (mir) seit „German Amok“ 2002 bekannt und hat grade ein ganz aktuelles Buch: Liebesbrand.
Und da es schon ausdrücklich „nach 1989“ heißt, würde ich mich mal über Bücher schlau machen, die die DDR-Zeit verarbeiten.
„Lagerfeuer“ von Julia Franck etwa und vermutlich noch Tausende andere.
Und da es schon ausdrücklich „nach 1989“ heißt, würde ich mich
mal über Bücher schlau machen, die die DDR-Zeit verarbeiten.
„Lagerfeuer“ von Julia Franck etwa und vermutlich noch
Tausende andere.
Da könnte der Begriff „Wendeliteratur“ weiterhelfen, z.B. auch Thomas Brussig u.a.
Hallo Piet,
puh, dass ist aber gar nicht einfach, weil es natürlich noch kaum Sekundärliteratur zu dieser „nahen“ Vergangenheit gibt!
Natürlich haben die „großen“ Schriftsteller Günther Grass und Martin Walser einiges nach 1989 geschrieben. Grass hat z.B. den sehr umstrittenen Roman „Ein weites Feld“ geschrieben. Grass wollte damit gerade die Wiedervereinigung literarisch aufarbeiten, hat aber nach Meinung vieler Kritiker ein eher schwaches Werk zustande gebracht. In der Novelle „Im Krebsgang“ geht es um das (brisante) Thema Leid der vertriebenen Deutschen bei Kriegsende.
Der unerhört produktive Walser hat eine Reihe von Romanen verfasst, die sich mit der Gegenwart, aber auch mit seiner (autobiographischen) Vergangenheit auseinandersetzen.