Deutsche Sprache, schwere Sprache?

Hallo,

man sagt ja immer, dass die deutsche Sprache eine der schwersten ist zum neu erlernen.

Mich würde nun interessieren ob Deutsch wirklich so schwer zu erlernen ist und welche Sprachen noch schwerer zu erlernen sind?

Ich las mal, dass Finnisch/Ungarisch/Polnisch ziemlich schwer sein soll; im Russischen und den jugoslawischen Sprachen gibt es ja auch sieben Fälle (wenn ich mich nicht irre) - sind die noch schwerer als Deutsch?

LG
Christoph

Eine eher persönliche Antwort
Hallo!

Ich glaube schon, das Deutsch eine schwierige Sprache ist, besonders wenn sie mit der „notwendigen Genauigkeit“ gelehrt wird.

Allerdings lachen die mir bekannten Finnen und Esten über die deutsche Grammatik! Wir sollen uns mit unseren vier „Fällchen“ mal nicht so anstellen. Die haben nämlich 10 mehr, wenn ich mich richtig erinnere! (Jedenfalls einige mehr als das Russische.)

Am Finnischen finde ich sehr schwierig, das so gut wie kein Bezug zum Vokabellernen existiert. Ich kenne aber wieder auch Leute die damit ausgezeichnet zurecht kommen und sich freuen das sie keine „false friends“ lernen.

Ich persönlich würde nun eine Art Rangliste, auf Grund meiner eigenen Sprachschwächen, erstellen!

SEHR Schwierig: Finnisch, Estnisch, Irisch
Schwer: Deutsch
Leicht: Schwedisch (für Leute die Deutsch und Englisch sprechen)
Wirklich leicht: Esperanto (sehr systematisch)

Aber das ist halt SEHR persönlich!

Tschüß

Lothar

sein soll; im Russischen gibt
es ja auch sieben Fälle

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(wenn ich mich nicht irre) - sind die
noch schwerer als Deutsch?

LG
Christoph

Hallo Christoph,

Mich würde nun interessieren ob Deutsch wirklich so schwer zu
erlernen ist und welche Sprachen noch schwerer zu erlernen
sind?

Das hängt ganz davon ab…

  • von welcher Muttersprache ausgehend?
  • welcher Beherrschungsgrad soll erreicht werden?
  • geht es um Wortschatz, Grammatik, Schrift, Verständlichkeit, Aussprache,…
  • und andere Parameter

Allgemein kann man sagen, daß Sprachen, die der eigenen mehr ähneln, einfacher zu lernen sind. Weitere Aussagen sind allerdings immer mit Vorsicht zu genießen.

Was die vielen „Fälle“ des Finnischen angeht: die sind zum einen recht regelmäßig, anders als die Russischen :wink:, und vor allem ist Finnisch eine agglutinierende Sprache. Der Begriff „Fall“ ist da sowieso nicht sehr passend. Unsere grammatischen Begriffe sind für Griechisch und Latein entwickelt worden und passen daher nicht mehr bei völlig anders strukturierten Sprachen…

Just my 2 cents,

Christian

persönlich
Hi!
Ich kann einiges aus eigener Erfahrung schildern, da ich ua Deutsch als Fremdsprache gelernt habe.
Das Schwierigste waren für mich die Artikel.
Der, die oder das? und wieso eigentlich??
Im Grunde fiel es mir aber eher leicht deutsch zu lernen.
Einfacher fand ich jedoch Englisch.

Russich war dafür wesenlich schwieriger, obwohl Polnisch meine Muttersprache ist, und man meinen müsste, auf Grund dessen, dass beide Sprachen slavischen Ursprungs sind, es mir leichter fallen sollte.
Ein Pole kann zwar einen Russen zum teil verstehen, auch ohne Russich zu können, trozdem ist es ziemlich kompliziert.

Ich habe mir aber sagen lassen, dass Bulgarisch noch schwieriger sein soll, da es im Bulgarischen, wie im Deutschen Artikel gibt. (?)

man sagt ja immer, dass die deutsche Sprache eine der
schwersten ist zum neu erlernen.

Das habe ich zwar noch nie so gehört, aber wer kann schon das Gegenteil beweisen.
(-:

Gruß

Russich war dafür wesenlich schwieriger, obwohl Polnisch meine
Muttersprache ist, und man meinen müsste, auf Grund dessen,
dass beide Sprachen slavischen Ursprungs sind, es mir leichter
fallen sollte.
Ein Pole kann zwar einen Russen zum teil verstehen, auch ohne
Russich zu können, trozdem ist es ziemlich kompliziert.

Das finde ich wirklich interessant. Finde ich seltsam, dass teilweise Polen russisch verstehen (eine poln. Freundin von mir versteht die Original-T.a.t.u Texte auch teilweise), es aber schwierig ist zu lernen.

Weißt du zufällig wie es für Deutschsprachige Personen ist, Polnisch zu erlernen? Bin nämlich am überlegen, ob ich mir während der Bundesheer-Zeit nicht eine weitere Fremdsprache aneignen werde (bzw. die Grundzüge und dann mit „professioneller Hilfe“ weiterlernen).

Polnisch, Tschechisch und die Finno-Ugrischen Sprachen stehen bei mir zZ nämlich ziemlich weit oben auf der Liste…

Das habe ich zwar noch nie so gehört, aber wer kann schon das
Gegenteil beweisen.
(-:

Naja, ich kenne nur diesen altbekannten Spruch und die „Ausreden“ diverser (südamerikanischer) Fußballer, dass Deutsch sooo schwer ist. :wink:

Hallo!

Weißt du zufällig wie es für Deutschsprachige Personen ist,
Polnisch zu erlernen? Bin nämlich am überlegen, ob ich mir
während der Bundesheer-Zeit nicht eine weitere Fremdsprache
aneignen werde (bzw. die Grundzüge und dann mit
„professioneller Hilfe“ weiterlernen).

Sicherlich ist die Aussprache der slavischen Wörter die größte Schwierigkeit für Deutsch-Muttersprachler.
Aber auch da gilt: nichts ist unmöglich.
Ich habe einige Deutsche kennengelernt, die angefangen haben Polnisch an der Uni zu lernen. Mit zufriedenstellenden Ergebnissen!
Also wenn Du einen guten Lehrer hast, sollte es, wie mit jeder anderen Sprache, schon fluppen. (-:

Polnisch, Tschechisch und die Finno-Ugrischen Sprachen stehen
bei mir zZ nämlich ziemlich weit oben auf der Liste…

Na, da hast Du dir ja was vorgenommen. *g*
Nur zur Anmerkung: die slavischen Sprachen haben mit Finnisch und Estnisch nicht viel zu tun.
Vielleicht solltest Du Dich für eine Sprache, bzw eine Sprachgruppe entscheiden.
Wünsche viel Glück.

Übrigens: für Polen klingt Tschechisch total witzig, weil es über viele Wörter verfügt, die für einen Polen wie Kindersprache klingen.
Das natürlich nur Oberflächlich betrachtet.

Grüße

Hallo Christoph! Hi Gemeinde!

Ich stimme Kubi ganz zu.

Ich denke man kann nie sagen, „diese“ die schwierigste Sprache der Welt, denn dazu mußte man schon alle Sprachen kennen um über allen unterscheiden.

Ausserdem ist die eigene Muttersprache, sehr wichtig, denn wir alle haben die grammtikalischen Gesetze diese verinnerlicht und bauen auf diese auf. So lernen wir eine Fremdsprache. Und genau das erklärt auch, warum einem Deutsch-Muttersprachler Dänisch (als Beispiel!!!) leichter lernt als ein Italiener und für diesen dagegen Französisch oder dem Spanischen einfacher fällt.

Und nicht zuletzt hängt es sehr von der Sprachbegabung eines Menschen ab.

Naja, ich kenne nur diesen altbekannten Spruch und die
„Ausreden“ diverser (südamerikanischer) Fußballer, dass
Deutsch sooo schwer ist. :wink:

Diese Gedankenstoß bestätigt was ich vorher gesagt habe… ;o))) Die haben ja (fast) alle eh Spanisch als Muttersprache und entsprechend tun sich mit der deutschen Sprache schwer.

Einen schönen Gruß noch!
Helena

Mich würde nun interessieren ob Deutsch wirklich so schwer zu
erlernen ist

hmmm… ich würde sagen, es kommt drauf, welche sprachelemente schon vorher bekannt waren (muttersprache, weitere bekannte fremdsprachen).

tückisch könnten da beim deutschen sein:

  • schreibung und aussprache ganz allgemein, denn durchgängige regeln gibt es nicht.

  • geschlechter. grammatisches geschlecht gibt es nicht in jeder sprache.

  • fälle. sind in vielen sprachen als prinzip komplett unbekannt.

  • zeitenfolge. plusquamperfekt, konditionalis… der blanke horror.

probiert diese dinge mal jemandem zu erklären, der davon noch nie gehört hat :smile:

als besonders schlimm wird auch die riiiiiesenlänge der komposita empfunden, das schon allein das lesen zur qual macht.

und welche Sprachen noch schwerer zu erlernen
sind?

als schwer empfinde ich zb. französisch, weil die formen von verben, adjektiven usw. chaotisch und sinnlos erscheinen und nicht hörbar sind.

leicht sind (für mich persönlich!) sprachen, die logisch aufgebaut sind und durchgängige bauprinzipien aufweisen, zb. griechisch.

englisch wird immer als leicht eingestuft, ist es aber nicht wirklich, die die tücken im detail liegen, zb. in leichten bedeutungsnuancen, richtigem gebrauch der millionen von präpositionen usw.

im Russischen und den jugoslawischen Sprachen gibt
es ja auch sieben Fälle (wenn ich mich nicht irre) - sind die
noch schwerer als Deutsch?

weiviele fälle es gibt, spielt m.e. nicht die größte rolle. im arabischen gibt es dutzende verbmodi, im hebräischen immerhin sieben, also neben aktiv, passiv auch noch 5 weitere wie induktiv, intensiv, reziprok usw. doch das ganze ist deswegen halb so wild, weil das bauprinzip durchgehend und logisch ist. wenn man die hürde der „fremdheit“ einer nicht-europäischen sprache überwunden hat, ist hebräisch hundertmal leichter als englisch!

gruß
datafox

Sicherlich ist die Aussprache der slavischen Wörter die größte
Schwierigkeit für Deutsch-Muttersprachler.

Ein tschechischer Freund von mir bestätigte, dass ich bereits das Wort [drschubu] (soll soetwas wie „halt’s Maul“ bedeuten… jaja, die Schimpfwörter lernt man immer als erstes :wink: ) nahezu perfekt ausspreche - vielleicht wirds ja was mit dem Rest auch.

Polnisch, Tschechisch und die Finno-Ugrischen Sprachen stehen
bei mir zZ nämlich ziemlich weit oben auf der Liste…

Na, da hast Du dir ja was vorgenommen. *g*
Nur zur Anmerkung: die slavischen Sprachen haben mit Finnisch
und Estnisch nicht viel zu tun.
Vielleicht solltest Du Dich für eine Sprache, bzw eine
Sprachgruppe entscheiden.
Wünsche viel Glück.

Oh, da habe ich mich wohl tatsächlich etwas missverständlich ausgedrückt. Diese Sprachen stehen bei mir vorerst nur zur Auswahl - entscheiden werde ich mich dann sowieso nur für eine!

Ciao,
Christoph

Hallo Christoph,

ich habe vor kurzem begonnen, japanisch zu lernen.

Ich möchte nicht sagen, dass es die schwierigste Sprache ist, aber durch die eigenwillige Schrift wird es schon ziemlich kompliziert.

In der japnischen Sprache und wohl auch bei den anderen asiatischen Sprachen muss man immer auch noch die besonderen Umstände der Kultur und der vorherrschenden Philosophie berücksichtigen. Deshalb ist sowohl die Wortwahl als auch der Satzbau für uns Europäer sehr verquer.

Ich habe in einem Lehrbuch gelesen, dass man unter Geschäftsleuten wohl beispielsweise kein klares „Nein“ verwendet sondern die Floskel: Lassen Sie uns darüber nachdenken (chotto kangaete mi-mashoo oder kangaesasete kudasai; Quelle: Japanisch Wort für Wort - Kauderwelsch 6), was einem klaren „Nein!“ jedoch absolut gleichbedeutend sein soll.

Ich finde das ja sehr interessant, aber leichter macht es die Sache nicht.

bye

Charly

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alles relativ…
hi christoph,

in vielen punkten schließe ich mich meinen vorrednern an.
schwierig ist ja immer relativ:

  • zwar ist es für uns europäer schwierig, die tonhöhen z.b. des thai hören und sprechen zu lernen (es gibt 5 tonhöhen, die bedeutungsunterscheidend sind, wie z.b. nong mit hohem ton=jüngeres geschwister und nong mit tiefem ton=eitriger ausfluss). andererseits ist die grammatik supersimpel, denn es gibt keinerlei änderungen der wörter, keine fälle, keine im wort erkennbaren zeiten.
    übrigens ist das thai mit 5 tonhöhen noch nicht mal die krönung. vietnamesisch hat 6 tonhöhen und das südafrikanische zulu soll angeblich 10 oder 12 tonhöhen haben und dazu noch die schnalzlaute aus den khoi-san-sprachen…

  • agglutinierende sprachen wie z.b. das türkisch fallen uns westeuropäern z.t. schwer, weil die verschiedenen bezüge im satz in form eines wortes mit vor- und nachsilben erscheint. man muss sich dann erst einmal orientieren, welches das eigentliche wort ist, ob es in der vergangenheit steht, welches subjekt es hat und ob es verneint ist, denn das steckt alles in einem wort drin.

  • die vielen fälle fand ich im russischen immer ein bißchen schwer, u.a. weil dazu noch der perfektive und der imperfektive aspekt eines verbes kommt.

  • viele finden eine schwierigkeit in den verschiedenen schriften. dazu kann ich nur sagen, kyrillische schriftzeichen lesen zu können ist sehr schnell gelernt. beim thai ist das schon komplizierter, denn die wörter werden nicht getrennt geschrieben, man hat es also mit satzteilblöcken zu tun. außerdem werden die vokale rings um den konsonanten geschrieben (z.b. sind die u’s unter dem konsonanten, die i’s obendrüber usw.) und außerdem gibt es mehr buchstaben als bei uns, die auch noch z.t. den selben lautwert haben (z.b. gibt es mehrere s’s und man muss einfach lernen, mit welchem s nun das betreffende wort geschrieben wird. denn der buchstabe entscheidet auch über die tonhöhe s.o.)

  • schließlich ist es für manch einen schwierig, überhaupt keinen anhaltspunkt zu haben, wenn es ums vokabel lernen geht. wenn eine sprache gar keine ähnlichkeit mit der eigenen hat, muss man entweder ein gutes gedächtnis haben oder sich die eine oder andere eselsbrücke bauen.

ich möchte an dieser stelle übrigens meine hochachtung vor den leuten ausdrücken, die völlig unbeachtet von größerer öffentlichkeit die reinsten sprachgenies sind. als ich in kenya arbeitete waren in den hotels z.b. kellner, die sprachen diverse sprachen fließend. so kam vielleicht ein kellner von den luhya, sprach kiswahili und kikuyu, englisch, ein paar brocken französisch, deutsch und noch schweizerdeutsch dazu. dabei sind z.b. luhya und swahili so verwandt wie deutsch und japanisch…

liebe grüße
burkhard

Wie auch andere geschrieben haben, kommt das sehr auf die Muttersprache an.

Ich selber bin Vietnamese und muss sagen, dass Deutsch am Anfang keineswegs leicht war/ist. Neben der Grammatik (z.B. Wir besitzen keine verschiedenen Arten von Verben, also nicht „er geht“, „ich gehe“, „ich bin gegangen“ usw. nur so etwas wie „er gehen“, „ich gehen“, „gestern ich gehen“) ist die Ausprache von Buchstaben ganz anders. (z.B. Dachaus wäre Ja-djau, Video wiejeu).
Und Englisch wird hier teilweise auch anders ausgesprochen als in Viet - Nam.

gruß
Minh

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Hallo,
ich selbst habe mal in die vietnamesische Grammatik reingeschaut (hab mir ein kleines Kauderwelsch-Buch gekauft) und war überrascht wie leicht und logisch doch die vietnamesische Grammatik ist. Keine Konjugation, keine Deklination, keine seltsamen Satzkonstruktionen, Wörter werden ja überhaupt nicht verändert. Sogar Plural kann man weglassen. Zeitformen werden durch kleine Hilfswörtchen ausgedrückt, und sämtliche anderen Verbaspekte (Passiv, falls es sowas gibt) wahrscheinlich auch. Außerdem muss ich ja nichtmal, wie bei anderen asiatischen Sprachen, ein neues Alphabet lernen (offengesagt kann ich zwar Thai lesen, aber das nur mit sehr viel Mühe und Not), da kommt einem das eigene Alphabet sehr gelegen.
Nachteile sind jedoch wohl die Aussprache, ich hab einige Probleme mit gewissen Vokalen und mit Hören wird’s wohl auch nicht leichter; und natürlich die Tonhöhen, die wir ja hier nicht haben und die für mich auch nicht gerade leicht sind.

Aber ich lerne ja die Sprache auch nicht, sondern hab mir eher einen Überblick verschafft. Wenn ich mal wieder mehr Zeit hab, vielleicht lern ich da wirklich mal ein bisschen das Vokabular um mich dann ein bisschen verständigen zu können. :smile:

Chào,

  • André

ziemlich…
sagt mein Freund (Araber), der gerade dabei ist. Obwohl er bereits Englisch und Französisch spricht (was es bestimmt etwas einfacher für ihn macht), tut er sich doch Recht schwer hier und da. Allerdings… ich glaube, eine der schwersten Sprachen ist Arabisch auch. Nicht nur die Schrift, es gibt Laute die für Europäer tödlich sind, dann die Unterscheidung zwischen emphatischen und nicht-emphatischen vermeintlich gleichlautenden Buchstaben, die unmögliche Grammatik, absolut unregelmässige Verben und um die Sache zu toppen - ich-weiss-nicht-wieviele Dialekte - mit Hocharabisch erntet man fast überall nur Gelächter. Einziger Vorteil (lach) - man kann einen ganzen Satz ohne ein Verb basteln. Aber das reisst’s irgendwie auch nicht raus.

Hi,

ich selbst habe auch mal in das Kauderwelsch-Buch geschaut und fand dieses nicht sehr ansprechend, exakte Beispiele kann ich nicht nennen, da das schon relativ lange her ist. Aber im Viet-Namesischen ist es sehr wichtig zu wissen, mit wem man spricht, und/oder in welcher hierarchischen Stelle der/die Angesprochene/n sich befinden, woraus dann die Anrede formuliert wird.

Wir haben dafür sehr klare Strukturen und Verhaltensregeln und ich meine in diesem Buch steht das nicht drin. Man kann also mit diesem Buch einen sehr schweren kulturellen Fehler begehen. Beispiele führe ich hier nicht an, da alles sich, wegen der Hierarchie, auf die eigene Position sich bezieht.
Nebenbei, im Internet nennt man den Gegenüber einfach „ban“, was etwa Freund bedeutet.

Das mit den Tonhöhen kann noch lustiger sein, wenn man die Tonhöhen kombiniert, wie es häufig vorkommt, sodass die Stimme zuerst stark fällt, leicht ansteigt und dann fragend wird. Man sollte bedenken, dass jedes vietnamesische Wort einsilbig ausgesprochen wird.

Ich könnte noch einiges erzählen, aber das war ja nicht das eigentliche Thema und ich denke ich schweife einfach zusehr ab…

chao cac ban
Ta van Minh

p.s. ich habe keine ahnung, wie ich hier Zeichen reinbekomme
und das bedeutet etwa „tschüß alle Freunde“

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