Mich würde nun interessieren ob Deutsch wirklich so schwer zu
erlernen ist
hmmm… ich würde sagen, es kommt drauf, welche sprachelemente schon vorher bekannt waren (muttersprache, weitere bekannte fremdsprachen).
tückisch könnten da beim deutschen sein:
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schreibung und aussprache ganz allgemein, denn durchgängige regeln gibt es nicht.
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geschlechter. grammatisches geschlecht gibt es nicht in jeder sprache.
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fälle. sind in vielen sprachen als prinzip komplett unbekannt.
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zeitenfolge. plusquamperfekt, konditionalis… der blanke horror.
probiert diese dinge mal jemandem zu erklären, der davon noch nie gehört hat 
als besonders schlimm wird auch die riiiiiesenlänge der komposita empfunden, das schon allein das lesen zur qual macht.
und welche Sprachen noch schwerer zu erlernen
sind?
als schwer empfinde ich zb. französisch, weil die formen von verben, adjektiven usw. chaotisch und sinnlos erscheinen und nicht hörbar sind.
leicht sind (für mich persönlich!) sprachen, die logisch aufgebaut sind und durchgängige bauprinzipien aufweisen, zb. griechisch.
englisch wird immer als leicht eingestuft, ist es aber nicht wirklich, die die tücken im detail liegen, zb. in leichten bedeutungsnuancen, richtigem gebrauch der millionen von präpositionen usw.
im Russischen und den jugoslawischen Sprachen gibt
es ja auch sieben Fälle (wenn ich mich nicht irre) - sind die
noch schwerer als Deutsch?
weiviele fälle es gibt, spielt m.e. nicht die größte rolle. im arabischen gibt es dutzende verbmodi, im hebräischen immerhin sieben, also neben aktiv, passiv auch noch 5 weitere wie induktiv, intensiv, reziprok usw. doch das ganze ist deswegen halb so wild, weil das bauprinzip durchgehend und logisch ist. wenn man die hürde der „fremdheit“ einer nicht-europäischen sprache überwunden hat, ist hebräisch hundertmal leichter als englisch!
gruß
datafox