Deutsche Sprache und deutsche Leitkultur

Ruf nach deutscher Leitkultur

Eine Definition zur „Deutsche Leitkultur" ist heutzutage dringender denn je, und nicht nur von Politikern gefordert , sondern ergibt sich auch zwingend aus der Programmgestaltung im Deutschen Fernsehen , und dies nicht nur in den Nachmittagsprogrammen von SAT 1 und RTL .
Diese Sendungen sind Plattform und Forum aller Nichtstuenden , arrogante Selbstdarsteller jeglicher Herkunft.
Sie geben nicht nur unterstes, gesellschaftliches Niveau wieder, sondern , in der mangelnden Beherrschung des deutschen Wortschatzes und Ausdruckes auch den Stand ihres geistigen Niveaus . Und dies zu einer Sendezeit, die vorwiegend von Kindern und Jugendlichen genutzt wird.
Die deutschen Medien sollten sich ihrer diesbezueglichen Verantwortung endlich bewusst werden !

Hallo, Klaus!

Und dies zu einer Sendezeit, die vorwiegend von
Kindern und Jugendlichen genutzt wird.
Die deutschen Medien sollten sich ihrer diesbezueglichen
Verantwortung endlich bewusst werden !

Ich denke, dass es nicht wieder einmal heißen darf: die bösen Medien, dass die das zeigen *schockschock*! Es gibt nun einmal diese Proleten, die Selbstdarstellung betreiben wollen und hauptsächlich die Privatsender bieten ihnen eine Plattform - nun gut! Aber viele Eltern müssten sich bewusst werden, dass sie die Verantwortung dafür tragen, was ihre Kinder so sehen bzw. ob zwischen 14 und 17 Uhr überhaupt die Glotze laufen muss.

Gruß!
Chris

Verwechselst Du nicht verschiedene Dinge?
Der Ruf nach Kultur, die Kritik der ausgesprochenen Kulturlosigkeit vor allem in den Medien, ist genauso berechtigt wie alt. Das ist ein Thema; diese Auseinandersetzung dürfte aber in jedem Land der Welt ihre Berechtigung haben und ist somit nicht spezifisch deutsch.
Das andere ist der Versuch, einwanderungswilligen Ausländern irgend etwas aufzwingen zu wollen, das zwar mit ihrer kulturellen Identität zu tun hat, aber bisher noch nicht so richtig definiert wurde. Die sollen erst mal sich kulturell der deutschen Leitung unterwerfen, sage ich jetzt mal zugespitzt, dann wird man ihnen die Aufenthaltbefugnis schon geben.
Das ist ein ganz anderes Thema. An der Diskussion über das erste bin ich bereit teilzunehmen, allerdings eher im Brett „Kultur allgemein“ oder „Gesellschaft allgemein“. Das zweite ist so von vornherein zum Scheitern verurteilt, daß ich dazu kein Interesse habe - noch nicht mal im Brett „Politik“.

Schönen Gruß

J.

Ruf nach deutscher Leitkultur

Das ist wohl, was bisher in diesem unseren Lande geschieht eher der Ruf nach einer „light Kultur“.

Nicht nur bezüglich auf Deien Frage bin ich mir sicher, daß in diesem Papier der CDU ein Rechtschreibfehler (bisher!!!) unenteckt blieb, denn es sollte sicher Lei d kultur heißen.

Gandalf

Sprache und Kultur

Aber viele Eltern müssten sich bewusst werden, dass
sie die Verantwortung dafür tragen, was ihre Kinder so sehen
bzw. ob zwischen 14 und 17 Uhr überhaupt die Glotze laufen
muss.

Gerade heute war in der Zeitung die Meldung zu lesen, dass 1/3
der Italiener Probleme mit Lesen, Schreiben und Rechnen haben.
Und dass dies vor allem Kinder aus den Haushalten betrifft, in
denen weder Zeitung noch Zeitschriften noch Bücher gelesen
werden.
Bald sind wir hier auch so weit. Es gibt schon Untersuchungen,
wie stark der Wortschatz ständig glotzender Kinder eingeschränkt
ist, die sich kaum mehr mit anderen unterhalten (können).
Gruß
R.B.

Gerade heute war in der Zeitung die Meldung zu lesen, dass 1/3
der Italiener Probleme mit Lesen, Schreiben und Rechnen haben.
Und dass dies vor allem Kinder aus den Haushalten betrifft, in
denen weder Zeitung noch Zeitschriften noch Bücher gelesen
werden.
Bald sind wir hier auch so weit. Es gibt schon Untersuchungen,
wie stark der Wortschatz ständig glotzender Kinder
eingeschränkt
ist, die sich kaum mehr mit anderen unterhalten (können).
Gruß
R.B.

Hallo, Rudolf!

Ich habe die Meldung auch gelesen (wen es interessiert, ich habe sie an’s Ende kopiert). Leider muss ich Dir voll und ganz zustimmen. Es hat meines Erachtens nicht nur die Schule, sondern auch das, was die Eltern vermitteln und fordern, das einen großen Einfluss auf die eigenen Fähigkeiten hat. Und damit klammere ich jetzt ganz bewusst einmal alles Zwischenmenschliche aus, sondern betrachte nur die Bildung.

Wessen Eltern kein Interesse daran haben, dass man neben der Glotze auch einmal ein Buch „bedient“, der wird wohl nur in Ausnahmefällen zu einem Schmöker greifen. Ich jedenfalls bin froh darüber, dass auch Bücher, Zeitschriften und vor allem Zeitungen bei uns in Hülle und Fülle vorhanden sind. Denn wenn man erst einmal Spaß am Lesen gefunden hat, hört man nicht mehr so schnell damit auf.

Was mich neben der sinkenden Beliebtheit von Büchern - vor allem bei meinen Altergenossen - sehr überrascht, um nicht zu sagen: erschreckt, ist das geringe Interesse an Politik. Während ich versuche, mich auch schon ein paar Jahre vor Beginn meines Wahlrechts über die momentanen Entwicklungen zu informieren, geht das meinen Klassenkameraden wirklich am Arsch vorbei.
Mancher wird vielleicht sagen: nun, was ist denn bitte schlimm daran, dass Zehntklässler an Politik herzlich wenig interessiert sind? Gar nichts, wenn sich das bis zum 18. Lebensjahr zumindest ein wenig verbessert.
Ich habe nämlich überhaupt keine Lust darauf, dass unsere Regierung bzw. Vertreter im Bundestag ab 2005 für die nächsten 60-70 Jahre von Leuten mitgewählt werden, die sich nicht im Geringsten für den Themenbereich interessieren. Und wenn sich denn überhaupt kein Interesse einstellen sollte, dann erwarte ich doch zumindest von ihnen, dass sie nicht zur Wahl gehen. Denn die Verlegenheits-Kreuzchen à la „Also, was der Schröder für ne Politik macht, is’ mir ja egal, aber der halt so n nettä Kerl und dodefür wähl isch 'n“ finde ich nicht wirklich gut.

Was meint der Rest der Gemeinde dazu? Mich würden natürlich auch Antworten von Leuten interessieren, die auch bald wählen dürfen!

Gruß!
Chris


Und nun noch die analphabeten Italiener - wen’s interessiert:

Zwei Drittel der Italiener können neuesten Studien zufolge nur schlecht lesen und schreiben oder sind gar als Analphabeten einzustufen. Rund zehn Prozent der Italiener im Alter von 16 und 65 Jahren seien nicht in die Schule gegangen. Darauf hat der italienische Bildungsmininister Tullio De Mauro hingewiesen. Um Abhilfe zu schaffen schlug er ein „permantes Bildungssystem für Erwachsene vor“.

Erwachsene sollten nochmals die Chance bekommen, ein Jahr die Schulbank zu drücken, berichteten italienische Zeitungen am Dienstag. „Das ist eine nationale Notwendigkeit“, meinte der Minister. „Unsere nationale Identität steht auf dem Spiel.“ Zwei Millionen Italiener seien völlige Analphabeten. Ein Drittel könne so gut wie nicht lesen und schreiben. Aber auch ein weiteres Drittel lese und schreibe derart schlecht, dass es kaum über die zehnte Zeile eines Textes hinauskomme.

Hallo Rudolf,

vielleicht ist es auch der abnehmende Kontakt zu den Eltern bzw. das Desinteresse der Eltern für das, was die Kinder tun und machen (Fernsehkonsum…!) und das Abschieben von Verantwortung für die Erziehung (übliches Motto: die Schule muss für die Erziehung sorgen, wir brauchen das nicht zu tun; nicht umsonst klagen die Schulen vermehrt über die Erziehungsmängel in den Familien, die dann die schule leisten soll, aber nicht will bzw. kann).

Und die Eltern reden vielleicht zu wenig mit den Kindern, - nicht über Probleme, sondern überhaupt (ich meine das Sprechen an sich). (Ich frage mich selbst, ob wir ausreichend mit unserem Kind sprechen und ob es daran liegt, dass sie „spät“ und unartikuliert spricht, was evtl. auch einen Einfluss auf die spätere Ausdrucksfähigkeit haben könnte?)

Ob es sich nun um einen Mangel an Leid-, light, Leit- oder sonstiger Tor- oder Kultur handelt, möchte ich nicht debattieren, da die Diskussion ausgereizt ist und das ursprüngliche Wort (und die Bedeutung des Wortes) eine gewisse Arroganz beinhaltet.

Viele Grüsse,
Deborah